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Fahrberichte

Mercedes CLA 45 AMG

Freitag, 4. Okt. 2013

Mercedes hat sich selbst eine Verjüngungskur verschrieben. Nicht nur das Make-Over der neuen der A-Klasse, sondern auch der völlig neu entwickelte CLA sollen jüngere Kunden zur Marke bringen. Große Motoren locken. Und eine Premiere: denn erstmals hat sich Haustuner AMG den kleinsten Mercedes-Modellen angenommen. Optisch sieht der CLA aus wie eine Limousinen-Variante der A-Klasse. Namentlich wird er allerdings als Coupé bezeichnet. „Heute teste ich den stärksten Serien-Turbo-Vier-Zylinder, den es aktuell am Markt gibt. Und verbaut ist er hier im CLA 45 AMG. Die Branchenwerte lauten 265 kW Leistung, 450 Newtonmeter Drehmoment.“

Aus nur zwei Litern Hubraum schöpft er seine enorme Kraft. „Wir haben hier Elemente aus dem SLS-AMG. Hier in der Lüftung und an dem Ganganwahlhebel. Unser Tacho reicht bis 320 km/h maximal. Aber um ehrlich zu sein, bei 250 ist er elektronisch abgeregelt. Außer man investiert 2.261 Euro zusätzlich. Dann kann man bis 270 km/h schnell fahren.“ Den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h absolviert der CLA AMG in sportlichen 4,6 Sekunden. Im Schnitt soll sich der Wagen bestenfalls nur 6,9 Liter Super Plus auf 100 Kilometer Strecke genehmigen. Um dies zu erreichen muss man den Wagen allerdings über den Asphalt tragen. Der CLA AMG ist voll und ganz auf Rennstrecken-Performance ausgelegt. Geschaltet wird über das AMG Speedshift DCT 7-Gang Sportgetriebe, das über drei verschiedene Fahrprogramme verfügt. Im manuellen und im Sportprogramm erreichen die Schaltzeiten ein ähnliches Niveau wie beim Supersportler SLS AMG. Rennstreckenerprobte Fahrer können das ESP auch abschalten und auf den ESP Kurvendynamik-Assistenten verzichten. Das Sportfahrwerk hat stärker dimensionierte Stabilisatoren und reduziert die Wankneigung in schnell gefahrenen Wechselkurven. Doch zurück zum Alltag. Wie sitzt es sich auf der Rückbank? „So unelegant wie es aussieht, ist es leider auch. In Reihe eins werden wir in knackigen Sportsitzen in Position gehalten. In Reihe zwei vom macht das leider der Himmel und der Sitz vom Vordermann. Hier ist nicht wirklich viel Beinfreiheit und auch die Kopffreiheit ist überaus eingeschränkt.“ Serienmäßig ist der CLA AMG mit einem variablen Allradantrieb ausgestattet. Im normalen Fahrbetrieb werden damit die Vorderräder bevorzugt. Das macht die Fortbewegung effizienter. Verlangt der Fahrer Dynamik, verteilt das System bis zu 50 Prozent an die Hinterachse.