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Technikberichte

Mercedes Brennstoffzellen-Antrieb

Montag, 23. Mai. 2011

Die ist keine gewöhnliche Mercedes B-Klasse. Das ist eine B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb. Sie ist ein Baustein auf dem Weg zum lokal-emissionsfreien Fahren. Und um für den Brennstoffzellenantrieb weltweit ein Bewusstsein zu schaffen, ist diese B-Klasse auf einer ganz besonderen Mission.

Rückblick – 30. Januar: Mercedes feiert 125 Jahre Erfindung des Automobils. Hier startet die Mission, die 125 Tage dauern wird. Selbst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt es sich nicht nehmen vorbei zu schauen.

„Und da startet sie, die erste B-Klasse F-Cell Worldtour, hier in Stuttgart.“

Ist der Wasserstoffantrieb den hohen Ansprüchen des Alltags gewachsen? Diese Frage gilt es auf der Tour zu klären. Von Stuttgart aus geht es quer durch Europa nach Spanien weiter nach Portugal. Drei Fahrzeuge sind unterwegs auf ihrer Reise durch 14 Länder auf vier Kontinenten. Da es weltweit bislang gerade einmal 200 Wasserstofftankstellen gibt, versorgen Begleitfahrzeuge die B-Klassen mit Treibstoff. Mit einer Tankfüllung ist eine Reichweite von 400 Kilometern möglich.

Nach einem Flugtransfer geht es von Florida nach Californien. Los Angeles ist ein Vorreiter in Sachen Wasserstoff, denn hier ist eine entsprechende Infrastruktur schon vorhanden. Außerdem könnte die Wasserstoffindustrie schon heute genug Kraftstoff liefern, um 40 Millionen Fahrzeuge in den USA zu betreiben.

Der 100 kW starke Elektromotor entwickelt ein Drehmoment von 290 Newtonmetern. Umgerechnet in Diesel verbraucht der Wasserstoffantrieb nur 3,3 Liter auf 100 Kilometer.

Wieder heißt es verladen. Denn von Californien geht es - nach über 7.500 in Nordamerika zurückgelegten Kilometern - mit dem Flugzeug weiter nach Australien.

Nach Australien lassen sich die alternativ betriebenen B-Klassen pünktlich zur Shanghai Autoshow in Asien blicken. Noch liegen über 10.000 Kilometer vor ihnen bis die Reise zum Marktstart der Kleinserie im Juni in Stuttgart enden wird.