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Herstellerberichte

Nio Germany

Freitag, 19. Aug. 2022

Die Automarke Nio dürfte hierzulande noch eher unbekannt sein, doch noch in diesem Jahr will der Hersteller auf dem deutschen Markt durchstarten.

Im Heimatland China sind die vollelektrischen Fahrzeuge bereits sehr erfolgreich und auch in Norwegen hat Nio vor Kurzem Fuß gefasst.

Kris Tomasson:

„Wir starten eine Marke, von Grund auf. Entsprechend haben wir viele kreative Freiheiten. Es ist als ob man auf einem weißen Blatt Papier beginnt. Aber am Ende wollen wir natürlich ansprechende Fahrzeug für unsere Kunden herstellen. Wir wollen, dass sie sich in einem Nio wohl fühlen, dass sie das Fahrzeug sehen und denken: Genau so stelle ich mir mein Auto vor. Es muss ästhetisch ansprechend aber auch leicht zu bedienen sein.“

Nio sieht sich jedoch nicht als reiner Autohersteller, das wird spätestens durch die sogenannten Nio Houses deutlich. Hier könne Nio Besitzer, aber auch solche die es nicht sind und vielleicht werden wollen, zusammenkommen, Treffen abhalten, sich zu den Fahrzeugen beraten lassen oder einfach nur einen Kaffee trinken. Neben Autos bietet Nio auch zahlreiches Zubehör an, das mal mehr mal weniger etwas mit dem Fahrzeug zu tun hat. Kaffeetassen, Handtücher, Kleidung, um nur einige zu nennen.

„Die Nio Designphilosophie basiert auf den Grundwerten der Marke: Ehrlichkeit, Sorgfalt, Vision und Handeln. Davon ausgehend haben wir unsere Design-DNA entwickelt. Pur, Menschlich, Progressiv und Kultiviert.“

Das erste Modell auf dem europäischen Markt ist der SUV ES8. Der zunächst wild zusammengewürfelt erscheinende Name hat allerdings eine Bedeutung.

„Unsere Namensstrategie basiert auf 3 Zeichen. Das E steht für Erfahrung und Emotion. Der zweite Buchstabe S steht für die Fahrzeugart, also in diesem Fall SUV und die Zahl ordnet das Auto in der internen Hierarchie ein, 8 ist in dem Fall unser größter SUV.“

Neben dem ES8 sind in Norwegen ein etwas kleinerer SUV ES7, sowie zwei Limousinen ET7 und ET5 geplant. Nach Deutschland kommen zunächst nur die Limousinen sowie der ES7.

Was Nio, neben ihrer „All-in-One“ Strategie so besonders macht ist das Battery-Swap genannte Prinzip der austauschbaren Akkus in den Fahrzeugen. In sogenannten Swap-Stations lässt sich innerhalb weniger Minuten die leer gefahrene Batterie eines Fahrzeugs gegen eine voll geladene tauschen. Entsprechend besteht auch zukünftig, je nach Verfügbarkeit, die Möglichkeit auf eine größere oder kleinere Batterie zu Wechseln. Mit Battery as a service bleibt die Batterie im Besitz von Nio und wird monatlich gemietet, das vereinfacht den Tausch und stellt sicher, dass man stets eine optimale Batterie erhält. Wer möchte kann die Batterie aber auch einfach kaufen, wie bei vielen andere Herstellern auch.

In den nächsten Jahren will Nio 1000 weitere solcher Batteriewechselstationen in Europa bauen. Selbstverständlich besteht trotzdem die Möglichkeit, die Fahrzeuge ganz normal an der Wallbox oder einer öffentlichen Ladesäule zu laden.

Wann genau die jeweiligen Modelle auf den deutschen Markt kommt wurde noch nicht bekannt gegeben, den Anfang mach allerdings noch in diesem Jahr die Limousine ET7.