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Messeberichte

ZF auf der CES 2022

Dienstag, 11. Jan. 2022

Automobilzulieferer ZF hat aufgrund der Pandemiesituation seine persönliche Teilnahme an der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas abgesagt und stattdessen in einer digitalen Pressekonferenz die Neuigkeiten zusammengefasst.

Ein Thema ist E-Mobilität. Zentraler Bestandteil für die Bemühungen um erhöhte Effizienz und verringerte Kosten ist der sogenannte Inverter. Der Inverter wandelt Energie um, von der Batterie zum Motor und umgekehrt. Hier sieht ZF das größtmöglich Potenzial für Weiterentwicklungen und Kostenverringerung. Zusätzlich wird die gesamte Technologie skalierbar und modular gehalten, damit man sie vielseitig und einfach einsetzen kann. ZF nutzt sein Know-how, um diese Technologien in verkürzten Entwicklungszyklen auf den Markt zu bringen. Je nach Produkt lassen sich bis zu 50% der Entwicklungszeit einsparen.

So gut wie alle Automobilhersteller sind sich einig, dass Software ein integraler Bestandteil der Mobilität der Zukunft sein wird, sie bisweilen sogar definieren wird. Egal ob es sich dabei um Betriebssysteme, beispielsweise für das Infotainmentsystem, Fahrzeugfunktionen, oder komplette Mobilitätslösungen handelt, ZF arbeitet in allen Bereichen an neuen Entwicklungen. Hierbei verlassen sich die Friedrichshafener nicht nur auf firmeninternes Know-How, sondern kooperieren auch mit anderen Herstellern.

Ein Beispiel für eine solche Kooperation findet sich im Bereich von ZFs autonomen Shuttlen. Hier braucht es zunächst einen virtuellen Fahrer, der das Fahrzeug durch den Verkehr bewegt. Eine der Frimen die daran arbeitet ist oxbotica. Weitere Bestandteile, wie z.B. das Betriebssystem oder Cloud Interaktion, werden von und mit Partnern wie ApexAI und Microsoft entwickelt. Noch in diesem Jahr sollen erste Shuttles auf den öffentlichen Straßen Nord Amerikas zum Einsatz kommen.

Abschließend hat ZF noch seine Kooperation mit dem vietnamesischen Autohersteller Vinfast bekannt gegeben. Als ersten Schritt werden die Firmen ein L2+ System für autonomes Fahren auf den Markt bringen. 2023 soll dann bereits autonomes Fahren Level 3 ermöglicht werden. Im Verlauf der Zeit sollen dann Level 4 Funktionen folgen, zunächst jedoch hauptsächlich im Bereich des Parkens. Ermöglicht werden diese Funktionen durch ZFs Kameras, Sensoren und Lidar Einheiten. Das Herzstück ist ZFs Supercomputer ProAI der die erforderlichen Rechenprozesse übernehmen kann.

Neben diesen ganzen Ankündigungen hat ZF im Rahmen der CES auch einen virtuellen Open Source Mobility Hackathon veranstaltet. Hier konnten Einzelpersonen, Teams und Start-Ups ihre Ideen in Bezug auf Umsetzung, Geschäftsmodell und die Unterstützung beim Verkauf des Produkts auf dem Markt, vorstellen. Das Preisgeld: 10.000 Us-Dollar für die vielversprechendste Idee.