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Mit einem Elektroauto durch die THG-Quote Geld verdienen

Donnerstag, 8. Sep. 2022

Schon in den letzten Jahren gibt es immer mehr Autobauer, die mit den verschiedensten Elektrofahrzeugen um die Gunst der Kunden kämpfen. Aufgrund der weiter steigenden Preise für Kraftstoffe und auch aufgrund der schädlichen Abgase von Autos mit einem Verbrennermotor entscheiden sich beim Kauf eines neuen PKW immer mehr Leute für die Anschaffung eines Autos mit einem Elektroantrieb. Hierbei gibt es auf der einen Seite die Möglichkeit auf ein sogenanntes Hybrid-Fahrzeug zu setzen oder sich auf der anderen Seite gleich für ein reines Elektrofahrzeug zu entscheiden.

Autor — Ehricke

Grundsätzlich wird der Kauf solcher Elektroautos auch durch den Staat weiterhin durch attraktive Kaufprämien unterstützt. Darüber hinaus gibt es mittlerweile aber für reine Elektroautos auch die Möglichkeit durch den Verkauf der sogenannten THG-Quote mit dem E-Auto jährlich etwas Geld zu verdienen. Im weiteren Verlauf dieses Artikels wollen wir etwas mehr auf die Hintergründe der THG-Quote eingehen. Schließlich gibt es wahrscheinlich eine Vielzahl von Besitzern von Elektrofahrzeugen, die noch nie etwas von dieser Möglichkeit gehört haben.

Ladestation
LadestationFoto: Quelle: Pixabay

Was steckt hinter der THG-Quote?

Nicht nur in Deutschland hat die Politik aufgrund des Klimawandels das Ziel ausgerufen den Ausstoß von CO2 deutlich zu reduzieren. Das ist dringend notwendig, weil dieses Treibhausgas einen großen Anteil an der immer schneller steigenden Erderwärmung hat. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung eine Treibhausgasminderungsquote eingeführt (THG-Quote). Diese THG-Quote zielt darauf ab die Ausstoßmengen an CO2 im Straßenverkehr deutlich zu reduzieren.

Grundsätzlich haben beispielsweise Mineralölunternehmen vielfach das Problem, dass sie die vorgegebene Quote für den CO2-Ausstoß nicht einhalten können. Das hat dann wiederum zur Folge, dass diese Konzerne mit einer finanziellen Strafe belegt werden. Alternativ können Mineralölunternehmen aber auch durch den Ankauf von zusätzlichen Rechten auf legalem Weg mehr Emissionen freisetzen. Die Bundesregierung will mit dieser Treibhausgasminderungsquote den Ausstoß von CO2 der Mineralölunternehmen jährlich weiter absenken. Bis zum Ende des Jahres soll in diesem Zusammenhang eine Treibhausgasminderung bei Treibstoffen von 30 Prozent erreicht werden.

Besitzer von Elektroautos können CO2 weiterverkaufen

Für Besitzer von reinen Elektrofahrzeugen gibt es seit Anfang dieses Jahres die Möglichkeit, eingespartes CO2 an Mineralölunternehmen weiterzuverkaufen. Wichtig ist an dieser Stelle zu wissen, dass diese Möglichkeit nur für reine Elektroautos besteht. Die weit verbreiteten Plug-in-Hybride sind beim THG-Quotenhandel übrigens ausgeschlossen. Das hängt damit zusammen, dass solche Hybriden-Fahrzeuge ja auch mit fossilen Kraftstoffen gefahren werden können.

Ist man allerdings im Besitz eines vollelektrischen E-Autos, dann kann man über den THG-Quotenhandel eine schöne jährliche Zusatzeinnahme generieren.

Ladeanzeige
LadeanzeigeFoto: Quelle: Pixabay

Wie Können Elektrofahrzeugbesitzer mit dem Verkauf von CO2-Rechten Geld verdienen

In der Vergangenheit konnten Privatleute grundsätzlich keine CO2-Rechte an Mineralölkonzerne weiterverkaufen. Diese Regelung hat die Bundesregierung inzwischen aber massiv geändert und so können Privatleute seit Anfang des Jahres auch vom THG-Quotenhandel profitieren.

Für einen möglichst einfachen Ablauf hat die Politik in diesem Zusammenhang beschlossen, dass private Besitzer von Elektrofahrzeugen über Zwischenhändler die begehrten CO2-Rechte an Mineralölkonzerne verkaufen müssen. Das ist aber auch aus Sicht von Privatleuten absolut sinnvoll. Dadurch muss man sich als Privatperson nur auf die Suche nach einem Zwischenhändler machen, der wiederum die CO2-Minderung von zahlreichen Besitzern von Elektrofahrzeugen bündelt und im Paket an die Mineralölkonzerne weitergibt.

Wie viel Geld bringt der Verkauf dieser Rechte?

Das Umweltbundesamt nimmt für die Elektrofahrzeuge eine Schätzung für das eingesparte CO2 vor. Aufgrund dieser Basis werden dann in weiteren Schritten die handelbaren Quoten errechnet. Die so berechnete durchschnittliche Einsparung wird laut den Vorgaben mit dem Faktor 3 multipliziert. Unterm Strich ergibt sich hierbei aktuell eine Treibhausgasminderungsquote, die bei 1028,16 Kilogramm CO2-Äquivalent liegt. In diesem Umfang können momentan CO2-Minderungen pro Elektrofahrzeug veräußert werden.

Bei den Zwischenhändlern gibt es zurzeit Auszahlungssummen für diese CO2-Minderungen, die sich in einem Bereich von 250 Euro und 350 Euro bewegen. Es gibt also nicht unerhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern und aus diesem Grund sollte man sich als Privatperson bei der Auswahl eines Zwischenhändlers ausreichend Zeit lassen. Schließlich geht es an dieser Stelle um einen Geldbetrag, den man nicht verschenken sollte.

Für Privatleute sind die Einnahmen durch die Auszahlungen anhand der THG-Quote erfreulicherweise sogar steuerfrei. Das gilt allerdings nur bei Privatbesitzern von Elektrofahrzeugen. Handelt es sich um entsprechende Elektrofahrzeuge im geschäftlichen Bereich, dann müssen die üblichen steuerlichen Grundsätze berücksichtigt werden. Wobei es sich auf jeden Fall lohnt sich einmal mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und zukünftig mit dem Verkauf der eigenen THG-Quote zusätzlich etwas Geld zu verdienen.