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Heizen im E-Auto ohne Reichweiten-Verlust

Mittwoch, 24. Nov. 2021

Der große Vorteil an E-Autos ist die Tatsache, dass sie ihre Energie aus einem Energiespeicher gewinnen. Diese Art der Energiegewinnung ist nachhaltiger als die von Verbrennungsmotoren, stellt einen aber auch vor eine Herausforderung: Die Akkus können nur Strom für eine bestimmte Reichweite aufnehmen. Ist die Reichweite am Ende, fährt das Fahrzeug nicht mehr. Gerade im Winter kann das zum Problem werden, denn der verstärkte Betrieb von Scheinwerfern, aber insbesondere auch der Heizung wirkt sich negativ auf die Reichweite aus.

Die Reichweite von E-Autos ist begrenzt - vor allem im Winter, wenn die Heizung Strom frisst. Mit diesen Tipps müssen Fahrzeughalter mit E-Auto weder auf wohlige Wärme noch auf Reichweite verzichten.
Die Reichweite von E-Autos ist begrenzt - vor allem im Winter, wenn die Heizung Strom frisst. Mit diesen Tipps müssen Fahrzeughalter mit E-Auto weder auf wohlige Wärme noch auf Reichweite verzichten.Foto: Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/elektroauto-herz-umwelt-schutz-2718820/

Zwischen 10 und 30 Prozent weniger Reichweite im Winter

Im Durchschnitt sinkt die Reichweite von Elektroautos im Winter um 10% bis 30%. Bei Fahrzeugen mit ohnehin geringer Reichweite kann das zum Problem werden, denn nicht immer kann ein erneutes Betanken innerhalb der reduzierten Reichweite ohne viel Aufwand gewährleistet werden.

Nützliche Tipps für die Batterie in der kalten Jahreszeit

Doch Führer von E-Autos müssen nicht verzagen. Natürlich ist es ärgerlich, dass die Reichweite unter dem Heizen im Winter leidet, doch es gibt Lösungen. Mit diesen Tipps darf man sich auch im Winter über eine normale Reichweite freuen:

Standheizung nachrüsten

Wer ein Elektroauto besitzt und dessen Reichweite im Winter steigern möchte, kann beispielsweise mit einer Standheizung arbeiten. Damit wird das Heizen im E-Auto ohne Reichweitenverlust möglich. Luftheizungen sind nicht vom fahrzeuginternen Wärmehaushalt abhängig. Stattdessen saugen sie kühle Raum- oder Außenluft an und erwärmen diese nach Bedarf. Eine Montage kann im Kofferraum oder auch unterflur erfolgen. Standheizungen verfügen über einen internen Energiespeicher, so dass ihr Betrieb keinen Einfluss auf den Speicher des E-Autos nimmt.

Parken in der Garage

Ein Großteil der Energie beim Heizen wird darauf verbraucht, das kalte Fahrzeug auf die Soll-Temperatur zu erwärmen. Je kälter das Auto ist, desto mehr Energie ist dazu nötig. Wer sein Auto im Winter konsequent in der Garage parkt, sorgt dafür, dass die Ausgangstemperatur etwas höher liegt und kann Energie beim Aufheizen einsparen. Gerade während der richtig kalten Monate kann das dazu führen, dass sich die Reichweite nicht so stark reduziert. Da Batterien kälteempfindlich sind, kann das Parken in Garagen außerdem die Lebensdauer des Akkumulators erhöhen.

Gezielt heizen

Der Innenraum eines Fahrzeuges bietet viel Volumen, das erwärmt werden muss. Doch das ist gar nicht unbedingt nötig. Wer statt der Innenraumheizung auf Lenkradheizung und Sitzheizung setzt, kann Energie einsparen. Durch den Betrieb der beiden Kontaktheizungen darf sich der Fahrzeugführer über wohlige Wärme freuen, ohne dass die Batterie stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

Vorheizen am Kabel

Wer sein E-Auto an der Ladestation ansteckt und bereits die Heizung aktiviert, kann die Grundtemperatur des Fahrzeuges steigern, so dass die Heizung während der Fahrt die Temperatur nur noch halten muss.

E-Auto mit Wärmepumpe

Wärmepumpen gehören in vielen Neuwagen mittlerweile zum Standard. Sie nutzen die Abwärme des Akkus und können zum Heizen des Fahrzeuginnenraumes verwendet werden. Auch wenn die Abwärme geringer ist als es beim Verbrenner der Fall wäre, hilft der Betrieb einer Wärmepumpe dabei, die Reichweite zu steigern.

Geschwindigkeit reduzieren

Es sind vor allem der Beschleunigungs- und der Abbremsvorgang, bei denen E-Autos am meisten Energie benötigen. Wer seinen Fahrstil anpasst, also etwas langsamer fährt und starkes Beschleunigen vermeidet, kann einiges an Energie sparen. Die dadurch eingesparte Energie kann dann in die Heizung fließen, ohne dass die Fahrzeugreichweite sich drastisch reduziert.

Im Eco-Modus fahren

Wer im Eco-Modus fährt, nutzt ein ähnliches Prinzip wie diejenigen, die einfach langsamer fahren, denn im Eco-Modus nutzt das Fahrzeug die bereitgestellte Energie automatisch nachhaltiger. Zwar ist der Eco-Modus vorrangig dazu gedacht, die allgemeine Reichweite des E-Autos zu erhöhen, dennoch kann er im Winter aber auch zu einem anderen Zweck genutzt werden: Energie einsparen, die dann für die Heizung zur Verfügung steht.

Einige der angeführten Tipps lassen sich auch in Kombination verwenden, sodass es Fahrzeugführern möglich ist, in einem wohlig-warmen Auto die gleiche Reichweite wie auch im Sommerbetrieb zu genießen. Es ist ein Irrglaube, dass Halter von Elektroautos auf jeglichen Komfort verzichten müssen. Auch, wenn das verstärkte Heizen und Beleuchten im Winter für einen erhöhten Energiebedarf sorgt, gibt es Möglichkeiten, die volle Reichweite zu nutzen.