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Mercedes S-Klasse - Voll digital

Donnerstag, 9. Jul. 2020

Die großen Innovationen unserer Zeit sind digitaler Art, kein Wunder, dass Mercedes sein Technik-Flaggschiff vor allem in dieser Hinsicht punkten lässt.  

Das Mercedes-Flaggschiff soll künftig beim Thema Digitalisierung vorausfahren: Zum Modellwechsel kleiden die Schwaben die S-Klasse komplett mit Bildschirmen aus, bilden den Sprachassistenten weiter und vermischen im Head-up-Display Virtuelles und Reales.  

Auch die Fondpassagiere können auf Displays schauen
Auch die Fondpassagiere können auf Displays schauenFoto: Daimler

Mercedes betont, die S-Klasse erstmals „von hinten“ gedacht zu haben. Von dort, wo in der Chauffeurs-Limousine der Chef und im Familienauto die Kinder sitzen. Beide Nutzergruppen können künftig auf eigene Bildschirme – auf Wunsch mit OLED-Technik - zugreifen und die bislang dem Fahrer vorbehaltene Sprachsteuerung nutzen. Die soll nun verständiger sein als bisher und einige Befehle auch ohne das Aussprechen des Codeworts „Hey Mercedes“ intuitiv befolgen – etwa das Annehmen eines Anrufs.  

Der Sprachassistent erkennt nun auch die Fondpassagiere
Der Sprachassistent erkennt nun auch die FondpassagiereFoto: Daimler

Auch der Fahrer soll von der neuen Generation des Bediensystems MBUX profitieren. Unter anderem zieht im Cockpit erstmals ein 3D-Bildschirm ein, der Tiefenwahrnehmung ohne spezielle Brille erlaubt. Dazu kommt ein optionales Head-up-Display mit Augmented-Reality-Technik, die das Ineinanderfließen von virtuellen Anzeigen und realer Umgebung ermöglicht. Neu sind auch eine Schnittstelle für Over-the-Air-Updates und eine Funktion für sogenannte In-Car-Payments – bargeldloses Bezahlen an Tankstellen oder Parkhäusern.  

Die Karosserie ist noch geheim. Mercedes präsentiert die Neuerungen in einer Sitzkiste
Die Karosserie ist noch geheim. Mercedes präsentiert die Neuerungen in einer SitzkisteFoto: Daimler

Premiere feiert die elfte Generation der Mercedes S-Klasse im September. Auf der Straße wird man sie ab dem Frühjahr 2021 sehen. Für den Antrieb dürfte es elektrifizierte V6- und V8-Motoren geben, darunter auch Plug-in-Hybride. Die reine Elektrovariante wird als eigenständiges Modell unter der Bezeichnung EQS kommen. 

Holger Holzer/SP-X