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Peugeot 508 - Mittelklässler mit Chic

Donnerstag, 28. Jun. 2018

Flache Silhouette, coupéhafter Zuschnitt und große Heckklappe: Der Peugeot 508 wandelt sich bei seinem Generationswechsel von der klassischen Businesslimousine zum viertürigen Coupé.

Mit dem neuen 508 hat Peugeot ein Designerstück auf die Räder gestellt. Mit einem Preisrahmen von 31.250 bis 46.450 Euro (96 kW/130 PS bis 165 kW/225 PS) darf der Franzose außerdem im Vergleich zu manchem Mittelklasse-Wettbewerber als günstig gelten. Zumal bereits die Basisversion mit Extras wie Alurädern, digitalem Kombiinstrument, Spurhalteassistent, Tempomat und Verkehrszeichen-Erkennung ausgerüstet ist.

Flache Silhouette, coupéhafter Zuschnitt und große Heckklappe
Flache Silhouette, coupéhafter Zuschnitt und große HeckklappeFoto: Peugeot

Der Kühlergrill macht mit markantem LED-Lichtdesign auf sich aufmerksam, das auf der Front unterhalb der Haubenkante angebrachte „508“-Logo zitiert den historischen 504 und rahmenlose Türen verleihen dem Mittelklässler zusammen mit der sanft abfallenden Dachlinie eine Portion Extravaganz. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Neuauflage um vier Zentimeter kürzer, misst nunmehr 4,75 Meter. Dass der Radstand in diesem Zuge ebenfalls um rund zwei Zentimeter abgenommen hat, tut dem Komfort in der Limousine keinen Abbruch – Beinfreiheit gibt es in Hülle und Fülle, das Kofferraumvolumen beträgt 487 bis 1.537 Liter.

Je nach Ausführung blickt das Auge im Innenraum auf edel anmutendes, offenporiges Echtholz. Sämtliche Drehregler und Druckschalter sehen nicht nur wertig aus, sondern klicken und rasten auch exakt. Zum neuen Interieur-Konzept gehört auch ein ausladender, berührungsempfindlicher Monitor im 16:9 Format. In puncto Bedienung hat sich der 508 gehörig gebessert, zumal die Themenmenüs jetzt endlich wieder mit physischen Tasten aufgerufen werden können, und die Audiolautstärke sich ganz pragmatisch per Drehregler bedienen lässt.

Stärkste Antriebsvariante ist der 1,6-Liter-Turbo mit 165 kW/225 PS. Dezent summt der Vierzylinder los, bleibt im normalen Fahrbetrieb unauffällig. Klar sprintet der Franzose bei schwerem Gasfuß hurtig los (7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h), aber so richtig zu Gesicht steht ihm sportliche Gangart nicht. Außerdem kommt der Vorderradantrieb bei dieser Leistung an seine Traktionsgrenzen. Im Komfortmodus gefällt die Federung ausgesprochen gut, bügelt selbst schlechte Straßen wirkungsvoll glatt und macht die sanft nachschwingende Limousine zusammen mit ihrem tollen Geräuschkomfort sowie den überzeugenden Sitzen zum angenehmen Tourer.

Einer, der auch mit weitaus weniger Leistung überzeugt. Zum Beispiel als genügsamer 1,5-Liter-Basisdiesel mit 96 kW/130 PS. Immerhin stehen bereits ab 1.750 Umdrehungen recht üppige 300 Nm Drehmoment bereit, die den 508 aus jeder Lebenslage heraus mühelos auf Tempo bringen. Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe lässt sich zwar nicht sportiv, aber leichtgängig schalten. Wer das vollumfänglich vorhandene Netz der Assistenten nutzen will, muss zur 2.300 Euro teuren Achtstufen-Wandlerautomatik aus dem Hause Aisin greifen. Dann bremst der adaptive Tempomat (750 Euro) bis zum Stillstand herunter und lässt das Fahrzeug auch wieder anfahren.

Patrick Broich/SP-X