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Trübes Licht?

Ratgeber: Scheinwerfer aufpolieren

So wird es wieder richtig hell

Dienstag, 30. Jan. 2018

Autoscheinwerfer können mit der Zeit trübe werden. Sie müssen dann aber nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Häufig reicht schon eine gründliche Politur mit den richtigen Mitteln.

Matte Scheinwerfergläser gibt es längst nicht mehr. Mittlerweile haben Kunststoffabdeckungen in Klarglasoptik die jahrzehntelang verbreiteten Streuscheiben abgelöst. Was für Aerodynamik und Design von Vorteil ist, bereitet nach einigen Jahren allerdings häufig Probleme. Wenn nämlich die Abdeckungen ermatten und so Optik und Lichtqualität leiden. Mit relativ einfachen Mitteln kann man wieder für mehr Transparenz sorgen.

Trübe Scheinwerfer müssen nicht sein
Trübe Scheinwerfer müssen nicht seinFoto: SP-X/mho

Die gute Nachricht vorweg: Es muss nicht immer gleich der ganze Scheinwerfer für teures Geld ausgetauscht werden. Die schlechte Nachricht: Etwas Zeit und Mühe investieren, ist für einen besseren Durchblick schon notwendig. Zuerst sollte man den Scheinwerfer einer Intensivreinigung unterziehen, um unter oberflächlichen Schmutzablagerungen den wahren Zustand der Scheinwerfergläser zu sehen. Ein weicher Schwamm, Autoshampoo und warmes Wasser reichen für diese Oberflächenreinigung. Zeigt das Kunststoffglas Risse oder besonders dicke Kratzer, sollte eventuell ein Austausch in Erwägung gezogen werden.

Handelt es sich hingegen um kleinere Kratzer und eine milchige Eintrübung, kann man diese wegpolieren. Hierzu sind lediglich ein paar Vorbereitungen notwendig. Da die Scheinwerferabdeckungen meist direkt an der Blechhaut anliegen, sollte der empfindliche Lack um die Scheinwerfer herum abgeklebt werden. Als nächstes wird feines Nassschleifpapier mit 1.000er- bis 3.000er-Körnung in die Hand genommen. Zunächst schleift man mit dem gröberen Papier und nimmt danach feinere Körnungen. Statt per Hand kann alternativ auch eine Exzenter-Poliermaschine eingesetzt werden. Nach dem Schleifen sollten Rückstände mit Wasser abgespült werden.

Als nächstes empfiehlt es sich, die Scheinwerfer mit einer Polierpaste zu bearbeiten. Hier kann man zum Beispiel eine feine Politur für Autoklacke, Aluminium-Oberflächen oder alternativ auch eine normale Zahncreme nehmen. Mit dieser Paste und einem weichen Tuch wird der Scheinwerfer dann mit sanften, kreisförmigen Bewegungen poliert.

Nach einem nochmaligen Reinigen steht schließlich die Versiegelung des Scheinwerfers an.  Hier gibt es in Baumärkten und im Kfz-Teilefachhandel entsprechende Kunststoff-Haftvermittler. Ist die Versiegelung entsprechend der Anleitung aufgetragen, dürfte der Scheinwerfer wieder eine deutlich brillantere Optik bieten, die auch einige Zeit halten sollte.

Wer sich die für die Scheinwerferauffrischung beschriebenen Utensilien nicht einzeln besorgen möchte, der kann alternativ auch komplette Scheinwerferpoliersets beim Autozubehör oder im Internet für relativ kleines Geld ordern.

Holger Holzer/SP-X