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Unfallgefahr durch Schnee und Eis

Richtig versichert durch die Winterzeit

Verkehrssicherheit vermeidet Risiken

Donnerstag, 14. Dez. 2017

Schnee, Eis und Glätte machen so manchem Autofahrer das Leben schwer. In den kalten Wintermonaten sorgen die Witterungsbedingungen für viele Unfälle und Schäden. Vor allem Besitzer von Neuwagen fragen sich, wie sie ihr Fahrzeug im Fall der Fälle optimal absichern. Dieser Artikel erklärt, welche Versicherungen im Schadensfall aufkommen und was es dabei zu beachten gibt.

Die Kfz-Haftpflicht schützt vor Schadensersatzansprüchen

Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt bei einer Schädigung Dritter. Dabei kann es sich um einen Sach- wie auch um einen Personenschaden handeln. Gerade bei Glätte sind Auffahrunfälle keine Seltenheit. Die Kfz-Haftpflicht übernimmt dabei den Karosserieschaden und kommt für Behandlungskosten auf, falls die geschädigte Person Verletzungen davontrug. Jedes Fahrzeug, das auf deutschen Straßen verkehrt, muss eine Haftpflichtversicherung besitzen. So möchte der Gesetzgeber garantieren, dass Geschädigte bei Unfällen ihren Schaden ersetzt bekommen. Wer bei seiner Kfz-Versicherung sparen möchte, findet bei RV24 5 Tipps für eine günstigere Autoversicherung.

Schneefall und vereiste Fahrbahnen sorgen für unzählige Unfälle im Winter
Schneefall und vereiste Fahrbahnen sorgen für unzählige Unfälle im WinterFoto: Pixabay.com ©Pexels

Ohne Winterreifen unterwegs

Wer ohne Winterreifen in der kalten Jahreszeit auf den Straßen unterwegs ist, riskiert nicht nur hohe Bußgelder. Die Versicherer übernehmen zwar grundsätzlich jeden Haftpflichtfall und kommen für die Schäden des Unfallopfers auf, sie können allerdings ihren Versicherungsnehmer anschließend in Regress nehmen. Dies bedeutet, dass sie die Forderung in voller Höhe begleichen, je nach Situation allerdings von dem Fahrer, welcher die Winterreifenpflicht missachtet hat, einen Teil der Regulierungssumme zurückfordern. Gleichermaßen verhält es sich bei dem Unfallopfer: Lässt sich der geschädigten Person nachweisen, dass ihre fehlerhafte Bereifung einen maßgeblichen Teil zu dem Unfall beigetragen hat, gilt sie für den Schaden als mitverantwortlich. Weitere Informationen zur Winterreifenpflicht sind auf der Webseite der deutschen Versicherer zu finden.

Schäden durch vereiste Fahrzeuge

Vor der Fahrt haben Autofahrer die Pflicht, ihr Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien. Sobald sich das Auto erwärmt, beginnen die Eisplatten zu schmelzen und der Fahrtwind trägt den Schnee davon. Viele vergessen dabei, dass sich hinter ihnen unter Umständen weitere Autofahrer befinden, deren Sicht dadurch stark eingeschränkt ist, oder für die die Eisplatten eine Gefahr sein könnten. Löst sich während der Fahrt das Eis und beschädigt das dahinterfahrende Fahrzeug, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung dafür auf, sofern der Verursacher ermittelt wird. Lässt sich dieser nicht ausfindig machen, muss die eigene Vollkaskoversicherung einspringen. Eine Ausnahme gilt allerdings bei Glasschäden: Verursacht die Eisplatte einen Riss in der Scheibe, kann der Schaden über die Teilkaskoabsicherung reguliert werden. Dadurch findet keine Rückstufung statt und häufig ist die Selbstbeteiligung deutlich geringer.

Der Fahrer muss für eine uneingeschränkte Sicht sorgen.
Der Fahrer muss für eine uneingeschränkte Sicht sorgen.Foto: Pixabay.com ©kaboompics

Kaskoschäden aufgrund schlechter Sicht

Wer sein Auto nicht ordentlich von Schnee und Eis befreit, muss bei einer Kontrolle mit einem hohen Bußgeld rechnen. Laut Gesetzgeber ist jeder Autofahrer dazu verpflichtet, sein Fahrzeug verkehrssicher zu machen. Auch bei einem selbst verschuldeten Unfall kann das fahrlässige Handeln schwere Folgen haben: Versicherungen dürfen im Falle eines Kaskoschadens die Leistung kürzen, wenn herabfallender Schnee oder vereiste Scheiben für schlechte Sicht sorgten.

Unfälle verursacht durch Glatteis

Glatteis ist tückisch und sorgt in der Winterzeit sehr häufig für Schäden. Wird ein Verantwortlicher gesucht, gilt grundsätzlich der erste Anschein als Beweis: Dabei wird vermutet, dass der Fahrer, welcher ins Rutschen geriert, auch die Schuld für den Unfall trägt. Dabei liegt es anschließend an ihm, zu beweisen, dass er nicht für den Schaden verantwortlich ist.

Doch auch wer geschädigt wurde, kann zur Mithaftung herangezogen werden. Denn jeder Autofahrer, der bei Glätte auf den Straßen unterwegs ist, muss sich den Witterungsbedingungen anpassen und auch mit Fehlern anderer rechnen. Es liegt in seiner Verantwortung, notfalls mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, sodass er im Akutfall noch ausweichen oder reagieren kann. In diesem Video finden Autofahrer nützliche Tipps, wie sie sich im Winter auf den Straßen verhalten sollten.

Abhilfe schafft in vielen Fällen die Kaskoversicherung. Auch bei selbst verschuldeten Unfällen auf Glatteis oder wenn der Verursacher nicht auffindbar ist, springt der Versicherer ein und kommt für die Sachschäden am Neuwagen auf. Um keine Ablehnung aufgrund „unangepasster Fahrweise“ zu riskieren, sollte die Polizei bei jedem Unfall vor Ort sein. Anhand des Unfallprotokolls kann der Versicherte nachweisen, dass er keine Geschwindigkeitsübertretung oder andere Verkehrsverstöße begangen hat. Weitere rechtliche Informationen zur Vollkaskoversicherung sind hier zu finden.