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Kostenkontrolle beim Neuwagenkauf. Diese Kosten kommen auf den Käufer zu.

Donnerstag, 5. Okt. 2017

Beim Kauf eines Neuwagens kommen verschiedene Kosten auf den Käufer zu. Neben dem Kaufpreis für den neuen Wagen, der von Wagenklasse zu Wagenklasse verschieden ausfällt, kommen Kosten für Versicherung, Steuern, Werkstattarbeiten, Reifenwechsel sowie Betriebskosten hinzu.

Der offensichtlichste Preis: der Kaufpreis für das Fahrzeug

Für ein Fahrzeug der Oberklasse fallen schnell 50.000 bis 100.000 Euro an Anschaffungskosten an

Zunächst liegt der Fokus bei den Kosten auf dem Anschaffungspreis. Die Höhe der Kosten fällt hierbei sehr unterschiedlich aus – je nachdem, für welches Modell sich der Käufer entscheidet. Der ADAC hat hierzu eine übersichtliche Liste mit zehn Wagenmodellen verschiedener Autoklassen veröffentlicht.

  • Ein Microwagen wie ein Smart ist bereits ab einem Preis von 15.260 Euro erhältlich. Ein Fortwo Cabrio kann dagegen bis zu 27.190 Euro kosten.

  • Ein Kleinwagen kostet durchschnittlich zwischen 20.000 und 30.000 Euro, wobei es weitaus teurere Modelle wie einige Kleinwagen von Audi oder BMW gibt, die bis zu 40.000 Euro kosten können.

  • Die Mittelklasse deckt das Segment zwischen einem Kleinwagen und der gehobenen Oberklasse ab. Während die günstigsten Mittelklassemodelle wie ein Lada Granta ab 7000 Euro erhältlich sind, liegen die höchsten Preise für einen Wagen der unteren Mittelklasse bei etwa 68.000 Euro.

  • Oberklassewagen gelten als Luxusautos. Tatsächlich sollte der Käufer hier einen Preis zwischen 50.000 und 100.000 Euro einplanen.

Um den Preis richtig zu beurteilen, sollten zusätzlich zu den Modellen verschiedene Händlerangebote verglichen werden. Dazu eignet sich etwa unser Automarkt.

Mögliche Kreditkonzepte

Ein neuer Wagen lässt sich über verschiedene Modelle finanzieren. Zunächst muss der Käufer eines Autos entscheiden, ob er einen Kredit benötigt oder nicht. Die eigenen Ersparnisse können dazu herangezogen werden, um zu prüfen, wieviel Geld noch benötigt wird, damit sich ein neuer Wagen finanzieren lässt. Stichwort: Eigenkapital.

Nach einem Überblick über die eigene, finanzielle Situation, gilt es, das Auto entweder direkt über einen Bankkredit oder über den Händler finanzieren zu lassen. Sollte der Interessent den Kredit bei einer Bank beanspruchen, so bietet diese meist verschiedene Konzepte an, die unterschiedliche Vor- und Nachteile mitbringen.

  • Bei einem Autokauf gibt es die Möglichkeit, einen Ballonkredit zu beantragen. Die monatlichen Raten sind niedrig. Die Restkosten am Ende der Kreditlaufzeit sind hingegen hoch. Für diese Kreditform empfiehlt es sich, Ersparnisse rechtzeitig beiseite zu legen, damit sich die Abschlussrate problemlos (und ohne erneute Kreditaufnahme) bewerkstelligen lässt.

  • Kreditnehmer, die einen klassischen Kredit bevorzugen, sollten auf den gängigen Ratenkredit als Methode der Finanzierung zurückgreifen. Hier stehen die monatlichen Kosten von Anfang an fest. Diese fallen höher aus als beim Ballonkredit. Dafür gibt es keine Zielrate am Ende der Laufzeit.

Unterschiede bestehen nicht nur in den verschiedenen Kreditarten, sondern auch beim Kredit der herstellereigenen Bank und einer unabhängigen Direktbank. Die Finanzierung von einer Direktbank ermöglicht oft, einen sogenannten Barzahler-Nachlass auszuhandeln. Das ermöglicht letztlich auch Sparmöglichkeiten bei der Höhe des Autokredits, wie eine Beispielrechnung zeigt.

Das Leasingmodell kommt für Selbstständige häufig als einzige Option infrage

Selbstständige haben es meist schwer, einen Kredit für einen Neuwagen zu bekommen. Oft kommt in diesem Fall nur die Variante infrage, das Auto zu leasen. Hierbei erwirbt der Kunde das Recht, das Auto für eine fest vereinbarte Dauer zu nutzen und anschließend erhält der Händler den Wagen zurück. Für viele Kunden bietet das Leasingmodell den Vorteil, sehr unkompliziert zu sein. Ist die Laufzeit abgelaufen, muss sich der Kunde nicht um einen Verkauf des Autos kümmern.

Die Nachteile eines Vertrages liegen bei den Raten, die meist einen höheren monatlichen Preis haben als gängige Kredite. Hinzu kommen die Reparaturkosten, für die der Kunde selbst die Verantwortung trägt. Ein Nachteil stellt die mögliche Kündigung dar. Wer sich für Leasing entscheidet sollte bedenken, dass eine einseitige Kündigung des Leasingvertrages nur begrenzt möglich ist und die Vorteile oftmals auf der Seite des Autohauses liegen.

Die Kosten für den monatlichen Unterhalt für einen Neuwagen kalkulieren

Käufer sollten sich bereits vor dem Kauf des gewünschten Autos über die monatlichen Unterhaltskosten informieren. Zu den Kosten für den monatlichen Unterhalt zählen

  • die Kosten für den Kauf (falls Kreditraten anfallen),

  • der Spritkosten,

  • die Autoversicherung,

  • die Kosten für Reparaturen,

  • Steuern

  • und der Wertverlust.

Die monatlichen Kosten hängen vom Fahrzeugtyp ab. Während bei einigen Modellen die Kosten bei unter 400 Euro liegen, fallen bei anderen Beträge im Wert von über 1000 Euro an. Ein Großteil der Kosten entfällt auf die Versicherungen, deren Beiträge sich nach dem jeweiligen Fahrzeugmodell bemessen. Hier lassen sich einige Kosten sparen. Dazu hilft es, bereits vor dem Kauf die Typklasse des Fahrzeuges online zu prüfen. Zusätzlich muss der Käufer den Wertverfall eines Neuwagens berücksichtigen. Dieser liegt im ersten Jahr bei einer durchschnittlichen Leistung von 15.000 Kilometer bei 24 Prozent. In den darauffolgenden Jahren ist der Prozentsatz niedriger und liegt bei fünf oder sechs.

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