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Nissan Micra - Kurz und gut

Dienstag, 4. Apr. 2017

Der Nissan Micra geht in die fünfte Generation

Gegenüber dem Vorgänger ist fast alles besser geworden.

Nissan legt den Micra neu auf
Nissan legt den Micra neu aufFoto: Nissan

Nissan vollführt beim Generationswechsel des Micra auch einen des Konzepts. War das alte Modell ein blasses Weltauto, ist der Neue ein schnittiger Stadtflitzer nach europäischem Geschmack. Die Preise für den mindestens 54 kW/73 PS starken Fünftürer starten bei 12.990 Euro. Im Vergleich zum Vorgänger hat die Neuauflage in der Länge um 17 Zentimeter auf 4 Meter zugelegt. Gleichzeitig wurde der Kleinwagen breiter und flacher, was für mehr Platz im Innenraum sorgt. Allerdings sollten auf der Rückbank nur zwei Personen mitfahren, denn die abfallende Dachlinie geht zu Lasten der Kopffreiheit. Das Kofferraumvolumen überzeugt mit Werten von 300 bis maximal 1.004 Litern. Der modern gezeichnete Innenraum lässt sich mit rot-, blau- oder orangefarbenen Applikationen aufwerten und wird auf Wunsch umfangreich mit Leder ausgekleidet. Ansehnlich geraten sind auch das zentrale Display (Serie ab Acenta) für die Darstellung der wichtigsten Fahrinformationen sowie der 7 Zoll große Touchscreen für die Bedienung von Multimedia, Navigation oder die Einbindung von Smartphones. Als Basismotor fungiert ein Einliter-Dreizylinder mit einem Verbrauch von 4,6 Litern. Darüber rangiert der 66 kW/90 PS starke 0,9-Liter-Direkteinspritzer-Turbobenziner für 15.790 Euro, Dieselfans bekommen den gleich starken und bereits bekannten 1,5-Liter-Vierzylinder ab 16.190 Euro. Mit einem Normverbrauch von 3,7 Litern ist er die sparsamste und gleichzeitig harmonischste Option. Das kleine Kraftpaket ist laufruhig und entfaltet seine Leistung angenehm linear. Der charakteristisch-kernig klingende Dreizylinder-Turbobenziner hingegen will ordentlich auf Drehzahl gehalten werden, um hurtigen Vortrieb zu leisten. Insgesamt hinterlässt der Micra einen ordentlichen Fahreindruck. Fahrwerk, Lenkung und Sitze sind für sich genommen fein und harmonieren auch noch wunderbar zusammen. Viele Assistenten von der Autonom-Bremsung inklusive Fußgänger-Erkennung über 360 Grad-Rundumkamera bis zur Spur-Hilfe wachen über Wohl und Wehe der menschlichen Fracht. Letzterer hält den Micra im Falle eines unbeabsichtigten Schwenks übrigens nicht per Lenkkorrektur, sondern über gezieltes Abbremsen der Räder in der Bahn – eine Aktion, die bequem über das ESP-Steuergerät vorgenommen werden kann und womöglich dabei hilft, ein wenig Kosten zu sparen.

Nissan legt den Micra neu auf
Nissan legt den Micra neu aufFoto: Nissan

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Patrick Broich/SP-X