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Ford Mondeo - Spät dran, gut drauf

Freitag, 27. Nov. 2015

Mehr Power für Mittelklassenmodell Zur Markteinführung des Ford Mondeo bildeten 180 PS die Spitze bei den Dieselaggregaten. Nun gibt es 30 Pferdestärken mehr für das Mittelklassemodell. Allerdings gibt es den Top-Motor auch nur in der Top-Ausstattung.

Ford Mondeo
Ford MondeoFoto: Ford

Ford Mondeo | Foto: Ford

Zur Markteinführung des Ford Mondeo bildeten 180 PS die Spitze bei den Dieselaggregaten. Nun gibt es 30 Pferdestärken mehr für das Mittelklassemodell.
Zur Markteinführung des Ford Mondeo bildeten 180 PS die Spitze bei den Dieselaggregaten. Nun gibt es 30 Pferdestärken mehr für das Mittelklassemodell.Foto: Ford

Mehr Power für Mittelklassenmodell

Zur Markteinführung des Ford Mondeo bildeten 180 PS die Spitze bei den Dieselaggregaten. Nun gibt es 30 Pferdestärken mehr für das Mittelklassemodell. Allerdings gibt es den Top-Motor auch nur in der Top-Ausstattung.

Wer einen richtig starken Diesel mit Ford Mondeo fahren will, muss zum 154 kW/210 PS starken 2,0-Liter-Biturbo greifen. Der kostet allerdings mindestens 38.475 Euro, weil er nur in der höchsten Ausstattungsstufe Titanium inklusive Sechsgang-Automatikgetriebe erhältlich ist. Bei einer ersten Testfahrt starke Selbstzünder als souveräner Begleiter. Scheinbar mühelos bringt er den Mondeo auf reisetaugliche Geschwindigkeit und hält sich dabei akustisch angenehm zurück. Bis 233 km/h kann er auf der linken Spur mithalten, dann erst muss Platz gemacht werden. Das starke Aggregat gönnt sich aber auch im Drehzahlkeller keine Atempausen und sammelt durch satten Durchzug Sympathien. Auch das Zusammenspiel mit der von Ford Power-Shift getauften Sechsgang-Automatik funktioniert harmonisch. Nur den versprochenen Verbrauch von 5 Litern konnten wir nicht halten. Bei - zugegeben - meist höherem Tempo flossen durchschnittlich zwei Liter mehr durch die Leitungen. Neben dem Motor sind auch andere Voraussetzungen für einen bequemen längeren Aufenthalt gegeben. So gibt es genug Ablagen und die Sitze sind ausreichend straff. Nicht komplett überzeugend ist hingegen das Navigationssystem. Es erlaubt sich zwar keine großen Patzer, bedarf für volles Verständnis jedoch erst einiger Einarbeitungszeit. Auch die manchmal verschlafene Reaktion beim Touchscreen nervt. Hier lässt sich dann erkennen, dass der Mondeo nun doch kein brandneues Fahrzeug ist. Insgesamt zeigt sich die größte Limousine von Ford in Europa jedoch als ein harmonisches Gefährt, das auf allen Plätzen genügend Raum bietet und sonst auch wenig Raum für Kritik lässt. Den Eintritt in die Mondeo-Welt gibt es aktuell ab 22.090 Euro. Dann mit einem 1,0 Liter großen Benziner und 92 kW/125 PS. Allerdings entscheiden sich bei diesem besonders für Gewerbekunden interessanten Modell laut Hersteller über 70 Prozent für einen Selbstzünder. Neben der Fließhecklimousine ist der Mondeo auch mit Stufenheck und als Turnier genannter Kombi erhältlich. Das bietet die Konkurrenz meist nicht, nur Opel offeriert den Insignia ebenfalls in drei Karosserieformen. Allerdings gibt es die Mittelklasse mit Blitz im Logo mit maximal 125 kW/170 PS. Lediglich VW hat beim Passat einen 2,0 Liter großen Diesel mit sogar 176 kW/240 PS im Angebot. Mit 45.500 Euro ist die Wolfsburger Mittelklasse jedoch auch deutlich teurer und reicht schon in den Premium-Bereich.

Adele Moser/SP-X