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BMW 328 – Fahrfreude am Silvretta

Montag, 16. Mär. 2015

BMW 328 – Höhepunkt der FahrfreudeEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Nun gut, ein Neuwagen ist der BMW 328 des Jahrgangs 1937 nicht mehr so ganz. Dennoch verdient dieser Sportwagen besondere Aufmerksamkeit.

Auch auf einem Portal, das sich in erster Linie mit der Vorstellung nagelneuer Automobile beschäftigt. Denn mit diesem Fahrzeug begann für BMW in den 1930er Jahren eine Ära der sportlichen Erfolge, die bis heute anhält.

Foto: Gudrun Muschalla   Neben dem BMW 328 unseres Teams waren drei weitere Fahrzeuge der BMW Classic am Start. Neben dem bereits erwähnten 328 von Dr. Draeger und Frau, ein BMW 507 mit Prinz Leopold von Bayern und dem Journalisten Wolfgang Gomoll sowie ein Min
Drei Tage, sechs Pässe und fast 700 km Wegstrecke. Das ohne auch nur an einem einzigen Schräubchen drehen zu müssen. Natürlich steht ein Fahrzeug der BMW Classic bestens im Futter und ist so herausragend vorbereitet, dass nichts passieren dürfte. Dennoch ist es immer wieder bewundernswert, dass ein Automobil solche Distanzen problemlos bewältigt. Der erste Tag diente der Eingewöhnung. Das gelang bestens, da Ralf Vierlein mir die Tricks und Kniffe des BMW 328 erläuterte. Vom Startort Partenen im Montafon führte die Strecke über die Silvretta Hochalpenstraße auf die Bieler Höhe, die auf 2.037 m liegt. Am zweiten Tag war mir der BMW 328 ans Herz gewachsen und so legten wir die mehr als 330 km inklusive Pausen in weniger als 10 Stunden zurück.   Start war wieder in Partenen. Von dort ging es über Bludenz, Feldkirch, Vaduz bis zum Pizol, auf dessen Bergstation ein Brunch vorbereitet war. Über Klosters und Davos fuhren wir über den Flüelapass (2.383 m) hinunter ins Unterengadin. Vorbei an Scuols und Martina ging es zurück nach Tirol. Von Landeck über Ischgl wieder hinauf auf die Bieler Höhe, endete der längste Tag in Schruns.
Drei Tage, sechs Pässe und fast 700 km Wegstrecke. Das ohne auch nur an einem einzigen Schräubchen drehen zu müssen. Natürlich steht ein Fahrzeug der BMW Classic bestens im Futter und ist so herausragend vorbereitet, dass nichts passieren dürfte. Dennoch ist es immer wieder bewundernswert, dass ein Automobil solche Distanzen problemlos bewältigt. Der erste Tag diente der Eingewöhnung. Das gelang bestens, da Ralf Vierlein mir die Tricks und Kniffe des BMW 328 erläuterte. Vom Startort Partenen im Montafon führte die Strecke über die Silvretta Hochalpenstraße auf die Bieler Höhe, die auf 2.037 m liegt. Am zweiten Tag war mir der BMW 328 ans Herz gewachsen und so legten wir die mehr als 330 km inklusive Pausen in weniger als 10 Stunden zurück.   Start war wieder in Partenen. Von dort ging es über Bludenz, Feldkirch, Vaduz bis zum Pizol, auf dessen Bergstation ein Brunch vorbereitet war. Über Klosters und Davos fuhren wir über den Flüelapass (2.383 m) hinunter ins Unterengadin. Vorbei an Scuols und Martina ging es zurück nach Tirol. Von Landeck über Ischgl wieder hinauf auf die Bieler Höhe, endete der längste Tag in Schruns.Foto: Gudrun Muschalla   Am dritten Tag standen der Flexenpass, der Hochtannbergpass und das Furkajoch auf dem Programm. Mondäne Orte wie Lech, Zürs und Warth wurden passiert, bevor uns der Weg wieder zurück ins Montafon führte. In Vandans fand dann vor vielen
780 kg Leergewicht, rund 90 PS und 2 Liter Hubraum sorgten nicht nur für eine gehörige Menge an Fahrspaß, sondern auch gleichzeitig für überlegene Überholmanöver. Da wunderte sich so mancher Lenker eines Neuwagens, als wir mit dem 328 bei steilen Passauffahrten zeigten, wo der Barthel den Most holt. Das vollsynchronisierte Viergang-Getriebe, knackig zu schalten, war dabei ein wesentlicher Vorteil. Die Bremsen, vorne und hinten Trommelbremsen, gaben bei den Abfahrten der insgesamt sechs Pässe und weiteren Berg- und Talfahrten ihr Bestes, aber auch an manchen Stellen ihr Letztes. Nicht ganz ungefährlich das Einkreisbremssystem, das bei einem Ausfall der Anlage zu haarigen Situationen führen kann. Ralf Vierlein ist deshalb im Moment mit der FIA in Verhandlung, um eine, natürlich dann nicht mehr dem Original entsprechende, Zweikreisbremsanlage einbauen zu können.
780 kg Leergewicht, rund 90 PS und 2 Liter Hubraum sorgten nicht nur für eine gehörige Menge an Fahrspaß, sondern auch gleichzeitig für überlegene Überholmanöver. Da wunderte sich so mancher Lenker eines Neuwagens, als wir mit dem 328 bei steilen Passauffahrten zeigten, wo der Barthel den Most holt. Das vollsynchronisierte Viergang-Getriebe, knackig zu schalten, war dabei ein wesentlicher Vorteil. Die Bremsen, vorne und hinten Trommelbremsen, gaben bei den Abfahrten der insgesamt sechs Pässe und weiteren Berg- und Talfahrten ihr Bestes, aber auch an manchen Stellen ihr Letztes. Nicht ganz ungefährlich das Einkreisbremssystem, das bei einem Ausfall der Anlage zu haarigen Situationen führen kann. Ralf Vierlein ist deshalb im Moment mit der FIA in Verhandlung, um eine, natürlich dann nicht mehr dem Original entsprechende, Zweikreisbremsanlage einbauen zu können.Foto: Gudrun Muschalla   Fahrwerkstechnisch schien der 328er dagegen faktisch auf der Höhe der Zeit. Auf den schmalen Reifen flitzten wir durch Kurven und Passkehren, dass es eine wahre Freude war. Das berühmte eingemeißelte Lächeln im Gesicht, manchmal das Mes
Die Form des BMW 328 ist einfach nur betörend und faszinierend. Das galt und gilt nach wie vor. Der knapp 4 m lange und nur 1,55 breite Roadster mit der lange Haube und dem offen am Heck lagernden Reserverad wurde in den Jahren 1935/1936 entwickelt. 464 Stück des 328 wurden insgesamt gebaut, davon 403 in der klassischen und von uns auf der Silvretta Classic 2013 gefahrenen Version. Die restlichen Fahrzeuge bekamen Rennaufbauten und Karosserien nach Kundenwunsch. So zum Beispiel auch der Superleggera mit der Alu-Karosse, die von BMW Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger und dessen Ehefrau auf der Silvretta Classic 2013 pilotiert wurde.
Die Form des BMW 328 ist einfach nur betörend und faszinierend. Das galt und gilt nach wie vor. Der knapp 4 m lange und nur 1,55 breite Roadster mit der lange Haube und dem offen am Heck lagernden Reserverad wurde in den Jahren 1935/1936 entwickelt. 464 Stück des 328 wurden insgesamt gebaut, davon 403 in der klassischen und von uns auf der Silvretta Classic 2013 gefahrenen Version. Die restlichen Fahrzeuge bekamen Rennaufbauten und Karosserien nach Kundenwunsch. So zum Beispiel auch der Superleggera mit der Alu-Karosse, die von BMW Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger und dessen Ehefrau auf der Silvretta Classic 2013 pilotiert wurde.Foto: Gudrun Muschalla Das Cockpit ist eng geschnitten. Zwei ausgewachsene Männer, Ralf Vierlein, Leiter Sales und Aftersales BMW Group Classic und meine Person füllten den Innenraum komplett aus. Da sollte man sich gut verstehen, wenn an drei Tagen knapp 700 k
 
 Foto: Gudrun Muschalla  

Die Formensprache

Das Fahrverhalten

Silvretta Classic 2013

BMW Classic

Technische Daten: BMW 328 Baujahr 1937

Motor: Sechszylinder-Reihenmotor Hubraum: 1.971 ccm Bohrung x Hub: 66 x 96 mm Leistung: 80 PS bei 4.500 U/min Getriebe: Viergang-Schaltung Bremse hinten und vorne: Trommel Maße: 3.900 x 1.550 x 1.400 mm Leergewicht: 780 kg Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h Preis (1937): 7.400 RM Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München