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Der große Wagen

Skoda Kodiaq TSI 4x4 Style

Freitag, 2. Dez. 2016

Das Sternzeichen passt in mehrfacher Hinsicht. Der große Bär, in Deutschland wegen seiner Deichsel auch großer Wagen genannt, sind die perfekte Bezeichnungen für den neuen Skoda Kodiaq. Dem ersten großen SUV der tschechischen Marke. Passend ist auch, dass das Sternbild des großen Bären auf der Flagge von Alaska verewigt ist. Schließlich wurde der Kodiaq nach der zu Alaska gehörenden Kodiak-Insel und dem gleichnamigen Braunbären benannt. 

Ein Fahrbericht von unserem Automobilredakteur Dietmar Stanka

Das Sternzeichen passt in mehrfacher Hinsicht. Der große Bär, in Deutschland wegen seiner Deichsel auch großer Wagen genannt, sind die perfekte Bezeichnungen für den neuen Skoda Kodiaq. Dem ersten großen SUV der tschechischen Marke. Passend ist auch, dass das Sternbild des großen Bären auf der Flagge von Alaska verewigt ist. Schließlich wurde der Kodiaq nach der zu Alaska gehörenden Kodiak-Insel und dem gleichnamigen Braunbären benannt.

Foto: Uli Sonntag

Form und Funktion

So lange wird sich also der Volkswagen Tiguan XL strecken. Skoda hat aber bereits jetzt die Nase vorne und bietet mit dem Kodiaq einen Siebensitzer mit 4,70 m Länge an. Wobei die dritte optional zu erwerben ist. Verzichtet man darauf, öffnet sich unter der weit aufschwingenden Heckklappe extrem viel Stauraum. 720 Liter groß und bis auf 2.065 Liter erweiterbar gehören Platzprobleme definitiv der Vergangenheit an. Ist zudem der optionale klappbare Beifahrersitz an Bord passen Gegenstände bis zu einer Länge von 2,80 m in den neuen Skoda Kodiaq.

Abgeschaut von Ford, nur qualitativ verbessert, ist der Flankenschutz, der automatisch beim Öffnen der Tür ausklappt und die Kanten vor Lackabsplitterungen sowie nebendran parkende Autos schont. Nur eine von insgesamt 30 der “Simply Clever”-Lösungen. Zu der beispielsweise der obligatorische Eiskratzer in der Tankklappe, die als Taschenlampe zu verwendende Kofferraumbeleuchtung sowie die beiden Regenschirme in den Vordertüren gehören.

Nochmals zur Rückbank, die sich längs um 18 cm verschieben lässt und damit immens mehr Fußraum für die Passagiere schafft. Mit einer einfach zu montierenden Halterung lassen sich an den Kopfstützen zudem Tablets zur Unterhaltung befestigen. Gewohnt übersichtlich und ergonomisch zeigt sich das Cockpit des neuen Skoda Kodiaq.

Foto: Uli Sonntag

Die klare Formensprache der äußeren Hülle setzt sich auch im Innenraum nahtlos fort. Je nach Ausstattungslinie fallen die Farben der Sitzbezüge aus. Beim Basismodell Active, das mit dem 92 kW (125) leistenden 1,4-Liter-Benziner 25.490 Euro kostet, ist alles in Schwarz gehalten. Der Ambition kann auch Schwarz-Braun und der Style Schwarz-Beige. Die Bestuhlung beider Modellvarianten ist zudem auf Wunsch entweder mit Lederbezügen, einer Stoff-Leder-Kombination oder Alcantara zu bekommen.

Fahrverhalten

Der neue Skoda Kodiaq ist ab sofort mit einer Auswahl von fünf Motorisierungen bestellbar. Drei Benziner, zwei 1,4-Liter mit 92 kW (125 PS) oder 110 kW (150 PS) sowie dem 2-Liter mit 132 kW (180 PS). Die beiden Diesel produzieren aus ebenfalls 2 Litern Hubraum entweder 110 kW (150 PS) oder 140 kW (190 PS).

Die 125 PS des Benziners und die 150 PS des Diesels sind ausschließlich mit Frontantrieb zu bekommen. Zudem bringt der Benziner nur das manuelle Sechsgang-Getriebe mit. Im Gegensatz zum schwächeren Diesel, der auf Wunsch auch mit dem 7-Gang-DSG bestellbar ist. Mit dem 190-PS-Diesel ist automatisch dieses Getriebe und Allradantrieb verbunden. Der 150-PS-Benziner ist entweder manuell oder aber mit einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG zu schalten. Der stärkste Benziner ist immer mit Allradantrieb und dem 6-Gang-DSG ausgestattet.

Foto: Uli Sonntag

Bei der Fahrvorstellung des neuen Skoda Kodiaq Mitte November auf Mallorca waren wir mit dem 150 PS leistenden Benziner mit Allrad und 6-Gang-DSG sowie mit dem 150 PS starken Diesel unterwegs. Beide Modelle zeichnen sich durch eine hohe Laufruhe aus und punkten mit starker Durchzugskraft. Während wir mit dem Selbstzünder problemlos auf einen Durchschnittsverbrauch von etwas mehr als sechs Litern kamen, waren es mit dem Benziner locker um die acht Liter.

Herausragend bei beiden Varianten und daher auf alle Versionen umlegbar, sind das Fahrverhalten, die Abstimmung des Fahrwerks sowie die für einen solch großen SUV Leichtigkeit des Handling und die Agilität.

Ausstattung

Der Skoda Kodiaq Active wird unter anderem mit einer Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, getönten Scheiben, höhenverstellbaren Vordersitzen mit Lendenwirbelstütze sowie der Musikanlage Swing ausgeliefert. Dieses System wird über einen 6,5 Zoll großen Bildschirm bedient und verfügt zudem über einen USB- und einen Line-in-Anschluss.

Mit der ab 28.090 Euro erhältlichen Linie Ambition ist der Serienumfang richtig üppig zu nennen. Fahrlichtassistent, Regensensor, Zweizonen-Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage, digitaler Radioempfang DAB+ und 17 Zoll große Leichtmetallfelgen sind nur ein paar Beispiele dafür.

Foto: Uli Sonntag

Der Style beginnt ab 30.490 Euro und rollt auf 18 Zoll großen Rädern. Des Weiteren sind adaptive Frontscheinwerfer, LED-Hauptscheinwerfer, beheizbare Vordersitze sowie die über einen acht Zoll großen Bildschirm zu bedienende Musikanlage Bolero an Bord. Dazu noch Bluetooth, ein SD-Kartenslot sowie eine Phonebox mit induktiver Ladefunktion.

Sinnvolle Erweiterungen sind die Navigationssystem Amundsen und Columbus wobei letztgenanntes mit einem WLAN-Hotspot und LTE-Modul zu erweitern ist. Dazu gibt es die neuen Skoda Connect Dienste, beim Amundsen über das eigene Smartphone abzurufen, beim Columbus über die integrierte SIM-Karte.

Skoda Connect hält unter anderem Kraftstoffpreise parat und listet die günstigsten und nächstgelegensten Tankstellen auf. Zudem sind Nachrichten und Wetter abrufbar sowie Informationen über Parkplätze und Parkhäuser und deren verfügbaren Kapazitäten und

Foto: Uli Sonntag

Tarife.

Die Care Connect Dienste sind für den neuen Skoda Kodiaq in allen Baureihen serienmäßig. Damit werden unter anderem Notrufe abgesetzt oder Pannenhilfe angefordert. Mit der erweiterbaren Funktion Proactive Service können zudem Wartungstermine direkt mit der Werkstatt vereinbart werden und über die Skoda Connect App beispielsweise der Schließzustand der Türen oder die Tankfüllung erkannt werden.

Fazit

Der große Wagen ist ein großer Wurf. Die Begehrlichkeit des neuen Skoda Kodiaq scheint in ungeahnte Höhen zu steigen. Die Händler sollen begeistert sein und können es kaum abwarten, am 17. März 2017 mit den ersten Auslieferungen zu beginnen. Laut Auskunft des Leiters der Unternehmenskommunikation von Skoda Deutschland, Christof Birringer, waren bis dato bereits über 77.000 Interessenten auf dem Skoda Portal und konfigurierten sich ihr Wunschauto.

Der Erfolg ist damit definitiv vorprogrammiert und das ohne Hybrid oder Elektroantrieb. Dieser soll bei Skoda erst 2019 zu bekommen sein, in welchem Modell aber, ließ Skoda Deutschland Geschäftsführer Frank Jürgens offen.

Technische Daten: Skoda Kodiaq 1,4 TSI 4x4 Style (Referenzmodell)

Motor 4-Zylinder-Benziner
Getriebe 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG
Hubraum 1.395 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 110 kW (150 PS)/5.000 – 6.000
Max. Drehmoment 250 Nm von 1.500 – 3.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe 4.697/1.882/1.676 in mm
Radstand 2.791 in mm
Leergewicht 1.825 kg
Zul. Gesamtgewicht 2.345 kg
Kofferrauminhalt 720 – 2.065 l
Bereifung 235/55 R18
Felgen 8 x 18″ Leichtmetall
Beschleunigung 9,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 194 km/h
Tankinhalt 60 l
Kraftstoffverbrauch kombiniert 7,1 Liter auf 100 km
Preis 35.390 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München