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Hyundai i30 - der sportlich kompakte Koreaner

Von einer Erfolgsstory zur anderen

Montag, 31. Aug. 2015

  Die Modellpalette der Koreaner findet in Deutschland viel Zuspruch, die Verkaufszahlen sind tief schwarz. Das gilt bei der Marke eigentlich für alle Modelle, besonders aber für die Mittel- oder Golfklasse. Rennpferd ist ohne Zweifel der schicke i30, der nicht nur durch eine ausgesprochen solide Verarbeitung, einfaches Handling  und ein umfangreiches Infotainment-Paket überzeugt; ein wichtiges Verkaufsargument der Koreaner ist sicher die angenehme Preisgestaltung.

Die Marke Hyundai fährt inzwischen von einer Erfolgsstory zur anderen

Ein Fahrbericht von unserem Autor Hans-Georg Fischer

Die Modellpalette der Koreaner findet in Deutschland viel Zuspruch, die Verkaufszahlen sind tief schwarz. Das gilt bei der Marke eigentlich für alle Modelle, besonders aber für die Mittel- oder Golfklasse.

Foto: Hans-Georg Fischer

Rennpferd ist ohne Zweifel der schicke i30, der nicht nur durch eine ausgesprochen solide Verarbeitung, einfaches Handling und ein umfangreiches Infotainment-Paket überzeugt; ein wichtiges Verkaufsargument der Koreaner ist sicher die angenehme Preisgestaltung.

Design

Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen nicht streiten. Der i30 polarisiert. Manche finden ihn, gelinde gesagt, nicht gerade hübsch, zumal der Testwagen auch mit einer sehr individuellen Farbe auffallen will.

Das Design des freundlichen Autos ist ebenfalls recht eigenwillig. Zumindest hat der i30, eben weil er mal anders ist, Charakter. Der wird durch die fetten Kotflügel, die stark geprägten Scheinwerfer und das die Nebelscheinwerfer umrahmende LED- Taglicht unterstrichen.

Foto: Hans-Georg Fischer

Sechs Modellvarianten stehen zur Wahl: i30, Classic, Trend, Style, Premium und Turbo.

Die Basisversion mit ziemlich umfangreicher Serienausstattung gibt es schon ab15.930 Euro.

Im Innenraum gefällt er mit einem übersichtlichen Armaturenbrett.

Foto: Hans-Georg Fischer

Schalter und Hebel sind logisch angeordnet. Die Bedienelemente der serienmäßigen Audioanlage und die AUX- und USB- Anschlüsse sind leicht zu erreichen.

Aufgewertet wird der Innenraum durch die sehr guten Sitze mit großer Sitzfläche und gutem Seitenhalt.

Außerdem bietet der kompakte Fünftürer reichlich Platz für die Passagiere.

Foto: Hans-Georg Fischer

Motorisierung

Der www.autopraxistest.de Testwagen i30 blue war mit dem 1.6 CRDi Motor mit Turboaufladung 100 kW/136 PS und 7-Gang- Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet.

Dieser Motor scheint extra für den i30 gebaut worden zu sein. Der passt extrem gut zum flotten Koreaner.

Er hängt sauber am Gas, ist leise und verbraucht, zumindest hat man das Gefühl, fast nichts.

Foto: Hans-Georg Fischer

Zwei Wochen sind wir mit dem Wagen ununterbrochen durch die Gegend gedüst. Reichlich Stadtfahrten, Landstraße und täglich Autobahn – eine Tankfüllung mit 53 Liter reichte locker.

Hyundai gibt für seine Blue-Version als kombinierten Verbrauch 3,9 Liter an und diesmal dürfte das wohl ausnahmsweise zutreffen.

Elektrik

Unser Auto hatte als Testwagen in der Klasse der Kompaktwagen so ziemlich alles und Mehr an Bord, was man in diesem Segment erwartet. Airbags für vorne, hinten und Seiten- und Vorhangairbags, ABS, Außenspiegel beheizt, Start-Stop Automatik, Bremsassistent, LED-Taglicht, adaptive Bi-Xenon Scheinwerfer.

Foto: Hans-Georg Fischer

Dazu ein umfangreiches Audiosystem mit CD-Player, AUX/USB-Anschluss, und fast alles kann über Tasten am Lenkrad bedient werden.

Die Liste ist endlos lang und in der Premium Version fast alles als Serienausstattung.

Fahreindruck

Der i30 ist einfach Spitze. Wie der locker jede Kurve nimmt, immer satt auf der Straße liegt, auf der Autobahn braucht er sich mit einer Spitze von 197 km/h auch vor den Großen nicht zu verstecken und in der Stadt fühlt er sich mit seinen Golfmaßen von 4.30 Meter richtig wohl.

Foto: Hans-Georg Fischer

Mit dieser Länge gibt es auch bei der Parkplatzsuche kaum Probleme.

Fünf Personen haben wir bei den Testfahrten im Auto oft kutschiert – auch da muckt der kompakte Koreaner nicht auf und ist im Antritt immer noch flott dabei.

Der Kofferraum mit knapp 380 ( 1.316 Liter) Liter sollte für den Wochenendeinkauf ausreichen.

Foto: Hans-Georg Fischer

Beim www.autopraxistest.de Wochenendausflug mit Kind und Kegel gab es jedenfalls keine Platzprobleme im Fond. Auch nicht für den Kindersitz, kleiner Schwester und einem Erwachsenen.

Ein besonderes Lob haben sich die Vordersitze verdient. Lange Sitzfläche und guter Seitenhalt – was will der Autofahrer mehr.

Weniger will der Autotester geht es um die Ladekante, die ist beim i30 für das bequeme Einladen zu hoch.

Foto: Hans-Georg Fischer

Verbessern sollte Hyundai die Sicherung respektive die Lockerung der Motorhaubenstütze. Wenn man den Sicherungsstab zum Beispiel bei Regen lösen will, kommt richtig schlechte Laune auf. Das ist eine elende Fummelei.

Fazit

Die Optik ist eine Sache für sich, aber, wie gesagt, über Geschmack soll man nicht streiten.

Wichtig ist, der i30 ist ein ausgesprochen angenehmes Auto, das technisch auf hohem Niveau fährt, das viel Platz und ein saubere Verarbeitung bietet und das einen Motor hat, der fast nichts verbraucht.

Dazu stimmt das Preis-Leistungsverhältnis absolut. Der Hyundai i30 ist ein ausgesprochen sympathischer Zeitgenosse.

Technische Daten Hyundai i30

Motor 4 Zylinder Diesel
Leistung 100 kW / 136 PS
Drehmoment 280 Nm bei 1.500 – 3.000 U/min
Getriebe 6-Gang Schaltung
L/B/H in Meter 4.30 / 1.78 / 1.46
Beschleunigung 10.2 Sek. 0 – 100 km/h
Max. Anhängerlast 1.500 kg
Ungebremst 650 kg
Tank 53 Liter
Verbrauch /Test) 4.2 Liter
Lt. Werk 3.9 Liter
CO2 102 g(km
Preis
Basismodel 15.930 Euro
Testwagen 25.380 Euro
Text/Fotos: Hans-Georg Fischer