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Mitsubishi L200 – ein klasse Kumpel

Mittwoch, 22. Jul. 2015

Ein Fahrbericht von unserem Autor Hans-Georg Fischer   Mit dem Pick Up L200 haben die Japaner ein Auto auf die Räder gestellt, das schon fast die Quadratur des Kreises Wirklichkeit werden lässt. Der Wagen ist als „normales“ Fahrzeug in der Familie für den Alltag geeignet, er ist das ideale Gerät für den Förster oder Landwirt. Er erfüllt so ziemlich alle Ansprüche, die Handwerker und Sportler an ein Autostellen können. Der L 200 ist der klassische Allrounder, das Auto für jede Gelegenheit. Als Basismodell ab 26.290 Euro.

Ein Fahrbericht von unserem Autor Hans-Georg Fischer

Mit dem Pick Up L200 haben die Japaner ein Auto auf die Räder gestellt, das schon fast die Quadratur des Kreises Wirklichkeit werden lässt. Der Wagen ist als „normales“ Fahrzeug in der Familie für den Alltag geeignet, er ist das ideale Gerät für den Förster oder Landwirt.

Foto: Hans-Georg Fischer

Er erfüllt so ziemlich alle Ansprüche, die Handwerker und Sportler an ein Autostellen können. Der L 200 ist der klassische Allrounder, das Auto für jede Gelegenheit. Als Basismodell ab 26.290 Euro.

Foto: Hans-Georg Fischer

Seit 1993 gehört der Mitsubishi in seinem Segment zu den beliebtesten Kisten.

Der Grund dürfte darin liegen, dass die Karre nicht nur hart im Nehmen ist, und diese robusten Qualitäten nicht nur auf der Landstraße unter Beweis stellen kann, sondern selbst im schwierigsten Gelände als Allradversion kein Limit kennt. Um diesen Anspruch zu erfüllen, ist der der robuste Mitsubishi entweder mit dem System Easy Select 4WD oder dem Super Select 4WD-II bestückt.

Foto: Hans-Georg Fischer

So ausgerüstet meistert der Kleinlaster Geländestrecken, bei denen selbst erfahrene Off Roader schweißnasse Hände bekommen.

Foto: Hans-Georg Fischer

Neue Technik mehr Komfort

Neben dem neuen Gesicht, das, wie ich finde, wieder mehr Dynamik und Stärke darstellt und nicht mehr den barocken Look des Vorgängers hat, überzeugt der neue L200 mit einem neuen Alu-Motor der laut Hersteller weniger verbraucht, mit einem neuen, sehr geschmeidigen Getriebe, mit mehr Platz und einem sehr angenehmen, fast schon elegantem Innenraum.

Den Pick Up-Kumpel gibt es in drei verschiedenen Modellversionen. Als L200, als L200 Plus und als L200 Top. Dazu gibt es die Variante Club Car jetzt mit vier Türen und mit Doppelkabine. Motorisiert ist der Alleskönner entweder mit 113 kW/154 PS oder es arbeiten 133 kW/181 PS ein 2.4 Liter DI-D Diesel Aggregat unter der Haube. Im Angebot ist entweder ein 6-Gang Schaltgetriebe oder eine 5-Gang-Automatik.

Foto: Hans-Georg Fischer

Der Peis für die Basisversion des Club Cap beginnt bei 26.290 Euro.

Foto: Hans-Georg Fischer

Wie fährt er sich

Auf dem ADAC Testgelände in der Nähe von Weimar musste der Mitsubishi L200 zeigen, was er drauf hat und er hat den ausgesprochen anspruchsvollen Parcours mit mit Bravour bestanden.

Eine Wasserfallsteigung über große Felsbrocken schaffte er ohne Mühe, die Fahrt über eine Verschrängkungsreihe machte keine Probleme, die 45 Prozent Schrägfahrt, bei der man sich festhalten musste um nicht aus dem Auto zu fallen, eine lässige Übung, das Schönste aber kam zum Schluss: 70 Grad bergab! Erst mal fährt das Auto ins Leere, um dann plötzlich nach vorn in eine Schräge zu kippen, die den Adrenalinspiegel in Sekundenbruchteilen nach oben schnellen lässt.

Foto: Hans-Georg Fischer

Der scharfe Geruch von Angstschweiß macht sich in der Kabine breit. Man versucht sich verzweifelt am Lenkrad abzustützen um nicht durch die Frontscheibe zu fliegen und dann fährt, nein rutscht die Kiste sicher nach unten. Übrigens, was bergab geht, geht auch bergauf. Klettern Sie mal in einem Auto eine 70 Prozent Steigung hoch – viel Spaß dabei!

Foto: Hans-Georg Fischer

Ich bin wirklich kein Chauvi, aber der L200 ist ein Männerauto. Er ist laut, der Diesel meldet in jedem Drehzahlbereich, dass er am arbeiten ist. Die Schaltung ist exakt, verlangt aber, das man jeden Gang bewusst einlegt, das Fahrwerk lässt einen immer spüren, dass man in einem Arbeitsgerät sitzt auch wenn durchaus etliche Luxusfeatures das Steuern des harten Kerls erleichtern. Im neuen L200 gibt es, je nach Modellversion, zum Beispiel Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera, Lederausstattung, Spurhalteassistent und weitere Gimmicks, die man heutzutage auch in einem Kleinlaster nicht missen will.

Der L200 ist ein Arbeitstier. Der will nicht in der Stadt mit schicken Luxuslimousinen an der Ampel einen Schönheitswettbewerb gewinnen, der L200 will arbeiten. Im Gelände, über Stock und Stein, in der Baugrube wühlt er sich durch jede Lehmpfütze, er will für den Landwirt, Holz und Futter und zwei, drei Schafe auf die Weide transportieren. Der L200 will, wenn er wieder nach hause kommt, mit einem Wasserstrahl begrüßt werden, damit der gröbste Dreck verschwindet.

Der Pick Up ist aber nicht nur im harten Alltag ein echter Kumpel, Sportler aller Couleur wissen seine Qualitäten ebenso zu schätzen, Egal ob Kiter, Surfer, Segler oder Bergsteiger – der L200 hat viel Platz für die Ausrüstung und bringt den Sportler genau zu dem Spot , an dem für ihn das Vergnügen anfängt. Wie sagte es der Geschäftsführer von Mitsubishi Werner H.Frey so treffend: „Der L200, ein Profi für Profis.“

Technische Daten L200 Intro Edition Doppelkabine

  • Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
  • Getriebe: 6-Gang Schaltgetriebe
  • Super Select 4WD-II / Allrad
  • Hubraum: 2442 ccm
  • Max.Drehmoment NM bei 1/min: 380 / 1500-2500
  • Leistung: 133 kW (181 PS) bei 3500 1/min
  • Länge/Breite/Höhe: 5285 / 1815 / 1780 mm
  • Leergewicht: 1950 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 2905
  • Laderaumlänge: 1520 mm
  • Beschleunigung: 10,4 Sek. 0 – 100 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit: 179 km/h
  • Verbrauch lt. Werk: 6,4 Liter
  • Verbrauch Testfahrt: 7,9 Liter
  • Emission: EU 5
  • Preis: ab 37.690 Euro
Text/Foto: Hans-Georg Fischer