Fahrberichte

Porsche Panamera 4S

Montag, 7. Okt. 2013

Als Porsche 2009 auf der Auto Shanghai erstmals den Panamera der Öffentlichkeit vorstellte, war die Verwunderung groß. Die eingefleischte Sportwagen-Fangemeinde blickte mit großen Augen auf ein viertüriges Oberklasse-Automobil mit Frontmotor. Staunend fragte man sich: Kann so etwas gut gehen? Was ist mit dem Image der Marke? Bricht Porsche nun mit allen Traditionen und Werten? Vier Jahre später bringt Porsche die zweite Generation des Panamera auf den Markt. Ein klares Zeichen, dass sich der Mut der Ingenieure und Designer ausgezahlt hat. Nicht nur äußerlich haben die Ingenieure bei der neuen Generation Hand angelegt. Auch unter der Motorhaube gibt es etwas neues. Downsizing ist das Stichwort, wenn man die Eigenschaften des neu entwickelten V6-Aggregats zusammenfassen möchte. Im Vergleich zum bislang im 4S eingesetzten V8 Motor ist damit eine Kraftstoff-Ersparnis von rund 18 Prozent möglich. Aus drei Litern Hubraum schöpft der neue Motor dank Bi-Turboaufladung 20 PS und 20 Newtonmeter mehr Drehmoment als der Vorgänger-V8. Gleich zu Beginn schickt Porsche zehn verschiedene Versionen des Panamera in Rennen. Neu sind zwei „Executive“-Langversionen, die auf der Rückbank mehr Komfort und Beinfreiheit versprechen. Wir testen den Panamera 4S Executive mit dem neuen V6 Motor. 286 km/h schafft er in der Spitze und sprintet in glatten 5 Sekunden von Null auf 100. Dank des neuen Motors soll er im Schnitt nur 9,0 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Über 132.000 Euro kostet der Panamera 4S Executive in Deutschland. Im Vergleich zum normalen 4S ergibt sich damit ein Strech-Limousinen-Zuschlag von 25 ein halb Tausend Euro. Ein Porsche hat eben auch als Gran Turismo seinen Preis. Die großen Modelle der Konkurrenz, wie Audi A8L und 7er BMW sind schon für 50 bis 60.000 Euro weniger zu haben.