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Fahrberichte

Mercedes A-Klasse A 45 AMG

Dienstag, 9. Jul. 2013

Mit dem A 45 AMG startet Mercedes-AMG in eine neue Ära. Erstmals in der über 45-jährigen Unternehmensgeschichte bietet die Performance-Marke von Mercedes-Benz ein faszinierendes High-Performance-Fahrzeug in der Kompaktklasse an.

„Dass die A-Klasse schon lange nicht mehr A-Klasse ist, das wissen wir bereits seit dem Generationen-Wechsel. Jetzt aber ist alles altbackene erledigt, denn wir bekommen den A45 von AMG vorgestellt. Wir haben 265 kW Leistung und 450 Newtonmeter Drehmoment. Und diese Leistung heißt es jetzt erst mal zu erfahren.“

Mit dem Design der neuen A-Klasse hat Mercedes alle überrascht. Verjüngung stand nicht nur für das Modell im Mittelpunkt, sondern auch für die Zielgruppe. Gleiches gilt beim A45 AMG. Er ist das neue Einstiegsmodell der Performance-Marke von Mercedes-Benz und soll auch für AMG frische und vor allem junge Käufer anlocken. Gute Argumente hat er jedenfalls.

„Der A45 AMG beschleunigt in brachialen 4,6 Sekunden. Das ist Supersportwagen-Niveau. Das mag aber auch daran liegen, dass es die gleiche Software ist, die im Direktschaltgetriebe verwendet wird, wie im SLS AMG.“

Über vier Liter Hubraum trennen den A45 vom SLS AMG. Umso erstaunlicher, wie der kleine seine Kraft entfaltet. Beim Motor haben die Ingenieure auch einen Schwerpunkt auf Effizienz und Sauberkeit gelegt. Er erfüllt bereits die erst 2017 in Kraft tretende zweite Stufe der EU6-Abgasnorm und soll nur 6,9 Liter Super plus auf 100 Kilometer benötigen – wenn man das Gaspedal mit der Fußspitze streichelt. Je nach Situation und fahrerischem Können, zum Beispiel auf der Rennstrecke, kann das ESP in den „SPORT Handling Mode“ oder sogar abgeschaltet werden. Aber auch unter alltäglichen Bedingungen sind die extrem dynamischen Fahrleistungen beeindruckend, vor allem die Beschleunigung aus dem Stillstand. Die Höchstgeschwindigkeit liegt - elektronisch begrenzt - bei 250 km/h.

Dass die Dynamik und Kraft des Wagens für den Fahrer erlebbar wird, erreicht auch ein Highend-Tuner wie AMG durch einen altbewährten Trick:

„450 Newtonmeter Drehmoment wollen auch auf die Straße gebracht werden. Das heißt AMG hat ein permanentes Allradgetriebe verbaut, so dass wir hier schon die Möglichkeit haben im Kurvenscheitelpunkt wieder richtig aufs Gas zu gehen, ohne dass wir Angst haben müssen, aus der Kurve zu fliegen.“

Auch optisch zeigt der AMG gerne, was er kann und verspricht dabei nicht zu viel. Muskulös und sehnig verlaufen die Linien aus der Schürze über die Seiten. 18 Zoll Alufelgen, Spiegelgehäuse in Carbon-Optik und AMG Hochleistungsbremsen geben dezente Hinweise, dass hier ein Supersportler auf denn Startschuss wartet. Große Lufteinlässe und die bislang für eine A-Klasse untypisch lange Motorhaube machen die neue Generation zu einem Hingucker.

Geschaltet wird über ein Siebengang Automatik-Sportgetriebe. Die Schaltzeiten lassen sich in drei Fahrprogrammen „Comfort“, „Sport“ und „Manuell“ variieren.

„Der A45 AMG ist kein ganz günstiges Vergnügen. Man muss knapp 50.000 Euro auf den Tisch legen. Aber mal ganz ehrlich, wer möchte mit einer A-Klasse mit 90 kW noch fahren, wenn man einmal die 265 kW erfahren hat.“