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Fahrberichte

Renault Captur

Donnerstag, 27. Jun. 2013

Auf dem Automarkt wird es langsam eng. Die Hersteller schaffen aber immer neuen Platz durch neue Fahrzeugklassen. Renault zieht nun nach im Bereich der Crossover-Konzepte und bringt das Kompakt-SUV Captur auf den Markt. Es ist eine Mischung aus SUV, Van und Kleinwagen. Er ist noch kompakter als ein VW Golf und soll die französische Antwort auf den zuletzt erfolgreichen Opel Mokka sein.

Das äußere Design ist ganz im Stile eines SUVs gehalten. Ein bulliger Auftritt wird durch die erhöhte Bodenfreiheit, große Räder und Schutzleisten erweckt. Dadurch wirkt der Renault Captur größer, als er eigentlich mit seinen 4,12 Metern ist. Was außen noch SUV Charakter hat, wechselt innen in das Größengefühl eines Vans. Eine hohe Sitzposition schafft Übersicht im Straßenverkehr, viel Raum über dem Armaturenbrett den Eindruck von Weite und Details auf der Rückbank, wie die 16-cm-Längsverstellung für den nötigen Alltagsnutzen. Das schafft im Zweifel für ein größeres Kofferraumvolumen oder auf längeren Fahrten einfach für mehr Platz auf der Rücksitzbank. Ein weiteres Designhighlight ist das Handschuhfach im Stile einer Schublade. Sie fasst 11 Liter und kann Getränke und andere Kleinigkeiten angenehm kühl halten.

Die Basis für den neuen Captur liefert der aktuelle Renault Clio. Leer bringt das Kompakt-SUV gerade mal 100 Kilogramm mehr auf die Waage, aus dem Grund ist er auch ähnlich motorisiert wie ein Kleinwagen. Daher verwundert es auch nicht, dass der Captur auch mit einem 0,9-Liter-Dreizylinder mit gerade mal 66 kW zu haben ist. Aber selbst vom aktuell stärksten 85 kW Motor sind keine sportlichen Eigenschaften zu erwarten. Das zeigt auch der angegebene Verbrauch, der mit gerade mal 0,4 Litern höher liegen soll, nämlich bei 5,4 Litern. Ob die in einem Sports Utility Vehicle wirklich zu erreichen sind, steht auf einem anderen Datenblatt. Dafür sind die Preise um so attraktiver. Im Vergleich zum Opel Mokka, den es erst ab 18.990 Euro zu haben gibt, startet der Renault Captur schon bei 15.290 Euro. Und die aktuell teuerste Variante des Franzosen mit Benzinmotor ist noch gut 4090 Euro günstiger als der Opel. Dafür ist der Mokka dann aber auch deutlich stärker unterwegs. Bleibt also abzuwarten, wann Renault nachzieht und beispielsweise den 140 kW Motor aus dem Clio RS für dessen SUV Bruder anbietet.