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Fahrberichte

30 Jahre BMW M 1

Samstag, 4. Sep. 2010

Er wurde schon während seiner Bauzeit zur Legende: der BMW M 1. In diesem Jahr feiert er seinen 30. Geburtstag. Ursprünglich war der BMW M 1 als Rennwagen für die Gruppe 4 und 5 geplant.

Er wurde schon während seiner Bauzeit zur Legende: der BMW M 1.

In diesem Jahr feiert er seinen 30. Geburtstag.

Ursprünglich war der BMW M 1 als Rennwagen für die Gruppe 4 und 5 geplant.

Das Reglement dieser Gruppen sah Fahrzeuge vor, von denen mindestens 400 Exemplare in 24 Monaten gebaut werden mussten, die äußerlich dem Serienauto weitgehend ähneln sollten.

Damit war klar: der BMW M 1 sollte nicht nur ein Rennwagen, sondern auch ein zulassungstauglicher Straßensportwagen werden!

Und was für einer! Das dynamisch gezeichnete Auto ließ schon auf den ersten Blick keinen Zweifel daran, dass es sich um den schnellsten Straßensportwagen Deutschlands handelte:

277 PS sorgten für eine Höchstgeschwindigkeit von deutlich über 260 Km/h.

Probleme bereitete das Fahrzeug nicht auf der Straße, sondern bei seiner Herstellung. Die Montage des Wagens konnte nicht wie geplant bei Lamborghini durchgeführt werden, da die Firma pleite ging. Der Auftrag ging stattdessen zum Karosseriespezialisten Baur nach Stuttgart. Damit wurde die Produktion des M 1 zum Puzzlespiel, denn etliche Komponenten wurden von verschiedenen italienischen Firmen gebaut.

Das brachte erhebliche Produktionsverzögerungen mit sich und das ganze Projekt geriet fast ins Wanken.

Wer jedoch Glück hatte bei der Vorbestellung, erhielt einen Supersportwagen, der seinesgleichen suchte..

Der Sechszylinder-Motor beschleunigte in 5,6 Sekunden von Null auf Hundert.

Obwohl der M 1 eigentlich für Rennen gebaut wurde, durften sich Fahrer und Beifahrer durchaus eines gewissen Komforts erfreuen.

Und auch auf eine Klimaanlage musste man nicht verzichten.

An der italienischen Villa D’Este stellt sich der BMW M 1 seiner Vergangenheit und der Zukunft.

Beim Concorso d’Eleganza trifft er auf seine Vorgänger-Studie und auch auf ein Konzeptcar, dass BMW extra aus Anlass des 30. Geburtstags hat bauen lassen.

Das auffällige Fahrzeug mit Flügeltüren wirkt in der Gesamtansicht flacher und rundlicher als der spätere M 1.

Mit dem neuentwickelten Konzeptcar greift BMW diese Formensprache wieder auf.

O-Ton - Adrian van Hooydonk BMW M1 Designer

Das Concorso D´eleganza in Villa Deste war ja früher ein Wettbewerb von Karosserias oder Autodesignern aus aller Welt. Die dann eigens für dieses Concorso Studien kreiert haben, die dann in diesem Wettbewerb waren. Das ist heute nicht mehr der Fall. Jetzt geht es im Concorso um klassische Fahrzeuge. Aber wir wollten trotzdem eigentlich mal wieder eine Studie machen.“

Diese Studie wird so nicht in Serie gehen, das war auch nicht unser Ziel. Das Ziel war einfach unsere reiche Tradition und Vergangenheit zu zelebrieren. Also den M1 und das auch zu vermischen mit ein paar Elementen, die für unsere Designzukunft wichtig sein werden und so zeigt BMW Design eigentlich wie stolz wir sind auf unsere Vergangenheit, aber auch wie wir daraus für die Zukunft neue Ideen holen können.

Zurück in die Vergangenheit.

Die Verzögerungen bei der Produktion des Fahrzeugs führte zu einer neuen Rennserie – der Procar.

Das besondere: Hier traten baugleiche Fahrzeuge gegeneinander an.

Der BMW M 1 konnte damals als erstes einsatzfähiges Rennauto direkt ab Werk gekauft werden.

Die Procar-Serie wurde als Auftaktrennen vor den meisten europäischen Formel Eins-Rennen der Saison 79-80 ausgetragen, unter anderem hier in Monaco.

1981 war dann nach drei Jahren Schluß für den BMW M 1.

Gebaut wurden 445 Exemplare – davon 399 als Straßensportwagen und 46 Procar-Rennwagen.

Wer jetzt Lust auf ein solches Fahrzeug bekommen hat: guterhaltene BMW M 1 werden ab 150.000 Euro gehandelt.