Facebook Pixel

Fahrberichte

Audi Quattro Moments

Montag, 4. Apr. 2022

Viel hat sich getan seit dem ersten quattro im Jahr 1980 - der Allrad wird heutzutage, zum Beispiel beim Audi e-tron GT RS von drei Elektromotoren erzeugt. Geblieben sind die Eigenschaften: Sicherheit, Stabilität und Performance. Mit seinen knapp 600PS Systemleistung stellt der vollelektrische Wagen die aktuelle Speerspitze im Audi Portfolio dar.

Jetzt gehen wir zurück in der Zeit, denn wir fragen uns: Warum hat jeder Audi vier Ringe im Grill? Und zwar geht da sauf das Jahr 1932 zurück. Damals entstand das Unternehmen aus vier anderen. Nämlich Audi, DKW, Wanderer und Horch.

Damals dachte noch niemand an den Allradantrieb. Das sollte sich allerdings ändern.

Timo Witt, Audi Tradition:

Das begann Ende der 70er Jahre, eigentlich, wie soll man sagen, fast schon subversiv, auf eine Versuchsfahrt in Finnland, im Winter, im Februar. Dort ist aufgefallen, dass ein Begleitfahrzeug, der VW Iltis, mit Allradantrieb, gegenüber den anderen Versuchsfahrzeugen einfach technisch hervorstieß, in der Art und Weise, weil er einfach die anderen Versuchsfahrzeuge, die dort mit Front- oder Heckantrieb unterwegs waren, überholt hat. Und somit in der Lage war einfach schneller auf Eis und Schnee zu beschleunigen und sicherer durch die Gegend zu fahren, als die anderen Autos.

Zunächst einmal war es ganz klar technisches Neuland, was ja dann auch damals 1980 im Ur-quattro zum Tragen kam, in Kombination mit dem Fünfzylinder und dann aber auch noch mit Turboaufladung, also ein geballtes Technikpaket, das man damals in das Fahrzeug reingebracht hatte. War damals auch ein sehr schnelles Straßenfahrzeug mit sportlichen Ambitionen und hat Audi eigentlich so ein Stück weit ins nächste Level gehoben, weil Audi war früher nicht unbedingt für Sportlichkeit und Dynamik bekannt. Mit diesem Fahrzeug hat es Audi im Prinzip geschafft ein anderes Image zu erlangen und dort auch anders wahrgenommen zu werden.

Das sind vier Jahrzehnte quattro Geschichte. Warum ist der quattro Antrieb so wichtig für Audi? Nun, weil mehr als 40 Prozent aller Audis einen quattro Antrieb haben.

Dieser Audi 200 5T von 1979 war der Vater des ersten Ur-quattros. Zwar hatte er noch keinen Allradantrieb, aber Antriebswellen, Turbolader, Ronal-Räder und fast den ganzen Motor holte sich der Allrad-Sportler bei dieser Limousine.

1980 begann dann, mit dem Ur-quattro, die Erfolgsgeschichte des Allradantriebs bei Audi. 200PS und bis zu 222km/h Spitze waren absolut solide Werte.

So ausgerüstet absolvierte der quattro den Standard Sprint in 7,3 Sekunden. Insgesamt wurde das Fahrzeug nur 11.452 Mal gebaut. Sein Basispreis damals: 49.900 Mark.

1990 stellte Audi das Coupé S2 als Nachfolger für den quattro vor. Auch hier kam wieder der 5-Zylinder Turbo zum Einsatz, inzwischen aber mit 220 bzw. später 230PS. Neben dem Coupé war der S2 auch als Limousine und Kombi Avant erhältlich.

Ein Vertreter der jüngeren Sorte ist der Audi TTRS von 2009, ebenfalls mit dem bewährten 5-Zylinder Turbo der inzwischen allerdings auf 340PS erstarkt ist. Er war als Coupé und Roadster erhältlich, schaffte den Standard Sprint in 4,6 Sekunden und konnte optional bis zu 280 km/h schnell sein.

Marc Baur, Technische Entwicklung Audi:

In unseren Verbrennerfahrzeugen gibt es natürlich auch ganz unterschiedliche Technologien und Antriebsstränge, wie wir den quattro Antrieb darstellen. In unseren S und RS Modellen haben wir selbstsperrende Mittendifferenziale und als Top-Technologie noch unser Sportdifferenzial, was nochmal den Extrakick an Fahrdynamik bringt und wenn man dann in die A4, A3 und auch A8 Modelle reinschaut, haben wir geregelte Kupplungen.

Das sind nun die aktuellsten RS3 Modelle, der RS3 Sportback und die RS3 Limousine mit 400PS. Aber die Endgeschwindigkeit hat sich geändert, wenn man das Dynamikpaket ordert, denn dann sind die Fahrzeuge bis zu 290 km/h schnell.

Das macht die Modelle zu den aktuell schnellsten Serien-Kompaktwagen. Von 0 auf 100km/h geht es mit diesen Kraftprotzen in 3,8 Sekunden. Ein Highlight dürfte aber der sogenannte Torque Splitter an der Hinterachse sein, der es ermöglicht das Antriebsmoment variabel, von 0 bis 100%, zwischen rechtem und linkem Rad zu verteilen. Eine Abgasanlage mit Klappensteuerung sorgt für den passenden Klang.

Viel hat sich getan seit dem ersten quattro im Jahr 1980. Der Allrad wird heutzutage, zum Beispiel beim Audi e-tron GT RS von drei Elektromotoren erzeugt. Geblieben sind die Eigenschaften: Sicherheit, Stabilität und Performance.

Mit seinen knapp 600PS Systemleistung stellt der vollelektrische Wagen die aktuelle Speerspitze im Audi Portfolio dar. Der Standardsprint gelingt ihm in 3,3 Sekunden. Zugunsten der Reichweite ist die Höchstgeschwindigkeit allerdings auf 250 km/h begrenzt.