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Fahrberichte

Opel Combo-e

Mittwoch, 10. Nov. 2021

Mit dem Combo-e bringt Opel sein nächstes voll-elektrisches Fahrzeug auf den Markt. Nach dem Transporter Movano und dem kleineren Bus Vivaro bekommt der mit Schiebetüren ausgerüstete und in zwei Längen angebotene Combo-e jenen elektrischen Antriebsstrang, der auch beim Corsa-e und dem Mokka-e für Vortrieb sorgt.

100 kW (136 PS) leistet der vorne eingebaute Elektromotor, sein Spitzendrehmoment von 260 Newtonmeter liegt aus dem Stand heraus an, was zumindest dem unbeladenen Minivan erstaunliche Agilität verleiht. Allerdings erschöpft sich die ausgelassene Munterkeit bei etwa 80 km/h. 135 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der Stromer, dann wird jeder weitere Tempogewinn aus Gründen der Sparsamkeit unterbunden.

Der combo-e Life wendet sich an Familien und Freizeitsportler mit Bedarf an Transportvolumen. Auf 4,4 Meter Länge gibt es für alle Mitfahrer ausreichend Platz, an Gepäck schafft der Opel wenigstens 597 Liter, nach dem Umklappen der hinteren Bank und dachhoher Beladung sogar 2126 Liter Gepäck. Noch geräumiger ist die 4,75 Meter lange XL-Version, die bei verlängertem Radstand ein Transportvolumen von 850 bis 2693 Liter bietet.

Als Reichweite gibt Opel 280 Kilometer an, was sich im städtischen Kurzstreckenverkehr als durchaus realistisch erweist. Besonders durch die hohen Rekuperationskräfte, die nach dem Einlegen der Fahrstufe B wirksam werden, holt sich der Combo-e verbrauchte Energie zurück. Schneller als die tatsächlich zurückgelegte Strecke sinkt die Anzeige naturgemäß bei flotten Autobahnetappen. Wer gelegentlich auch längere Strecken fährt, sollte spätestens alle 200 Kilometer einen Ladepunkt am Wegesrand ausgesucht haben. Eine 100 kW-Gleichstrom-Station bringt die Batterie in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität, nach 70 Minuten ist sie voll. An der heimischen Wallbox vergehen dafür fünf Stunden, 15 sind es an Haushaltssteckdose mit 230 Volt Wechselstrom.

Neben der Life Version ist der Combo-e auch als Cargo Version erhältlich und richtet sich mit seinem bis zu 4,4 Kubikmeter fassenden Laderaum hauptsächlich an gewerbliche Nutzer.

Die Cargo-Variante startet bei 35.343 Euro. Das Grundmodell der Personenwagen-Version kann als Fünf- oder Siebensitzer bestellt werden und kostet mindestens 38.100 Euro, abzüglich Förderprämie.