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Fahrberichte

Honda e —

Retro Stadtflitzer

Montag, 10. Feb. 2020

2020 scheint das Jahr zu werden in dem die Elektromobilität so wirklich an Fahrt gewinnt. Und das nicht nur bei den großen SUVs wie Audi e-tron oder Mercedes EQC. Auch bei den Kleinwagen und Kompakten tut sich was. VW hat den neuen e-up am Start und schiebt bald den ID.3 nach, bei Peugeot steht der 208 e in den Startlöchern und bei Opel kommt der neue Corsa als E.

Kurzum kein Hersteller kann sich auf Dauer dem Thema Elektroauto verweigern. Das gilt auch für die, die bisher eher auf Hybrid- oder Wasserstoff gesetzt haben. Und so bringt auch Honda jetzt mit dem Honda e seinen ersten vollelektrischen Kleinwagen an den Start.

Gezeigt haben die Japaner das Concept des Honda e zum ersten Mal auf der IAA 2017, damals hieß der noch Honda Urban EV Concept und hatte 2 Türen weniger. Ansonsten ist die Serienversion ziemlich nah am Concept.

Auch auf die klassischen Spiegel hat man wie beim Concept verzichtet. Stattdessen gibt es kleine Kameras wie man sie zum Beispiel vom großen Audi e-tron kennt.

Die Japaner machen bei der vergleichsweise kleinen 35 kWh Stunden Batterie und einer Reichweite von rund 200 km kein Geheimnis daraus, dass der Honda e als Stadtauto konzipiert und kein Langstreckenläufer ist. Zwar kommen einige Mitbewerber auf dem Papier weiter, dafür bringt der kleine Cityflitzer weniger als 1,5 Tonnen auf die Waage und geht auch beim Thema Antrieb eigene Wege, denn der Honda e kommt mit Heckantrieb. 154 PS und 315 Nm maximales Drehmoment sorgen dabei besonders in der Stadt für ordentlich Laune. Zusätzlich lassen sich durch den Heckantrieb die Vorderräder extrem weit einschlagen, was zu Folge hat, dass der Wendekreis gerade mal 9,2 Meter beträgt. Ein weiterer Pluspunkt, besonders in der Stadt.

Innen sorgen dicke Polsterstoffe für Wohnzimmeratmosphäre. Vor allem technikbegeisterte dürften sich über die insgesamt 5 Displays freuen, die sich über die gesamte Cockpitbreite erstrecken und die Innenräume der Konkurrenz doch ziemlich als aussehen lässt. Die beiden äußeren 6 Zoll Displays übertragen das Bild der Kameraspiegel, hinter dem Lenkrad übernimmt ein 8,8 Zoll TFT Screen die Funktion des Kombiinstruments und über die beiden 12,3 Zoll großen Touchscreens können Fahrer und Beifahrer das Infotainmentsystem bedienen. Dazu kommen Hondas eigener intelligenter Sprachassistent, der Kommandos auch in normal gesprochener Alltagssprache versteht und die drahtlose Übertragung von Apple CarPlay oder Android Auto. Auch externe Geräte können über HDMI oder USB an die beiden Displays angeschlossen werden. So kann der Beifahrer sich beispielsweise während der Fahrt ein Video anschauen. Oder man vertreibt sich die Ladezeit mit einer Runde Mario Kart über die angeschlossenen Spielekonsole.

Stichwort Ladezeit: Über die ab Werk verbaute CCS Steckdose dauert es im Idealfall eine halbe Stunde bis der leere Akku an einer 100-kW-Ladesäule wieder zu 80 Prozent geladen ist. Auch an einer 50-kW-Säule dauert das nur 1 Minute länger. Zusätzlich kann der Honda e wahlweise zu Hause an einer 7,4 kW Wallbox oder der Haushaltssteckdose geladen werden.

Mit einem Einstiegspreis von 33.850 Euro ist der Honda e ab Mai 2020 sicher kein Schnäppchen. Und auch bei der Reichweite bietet die Konkurrenz einige Kilometer mehr fürs Geld. Dafür bekommt man außen einen schicken kleinen Retro Stadtflitzer, der sich von der Konkurrenz abhebt. Innen modernste Technik und beim Thema Fahrspaß ein Paket, das die Mitbewerber so bisher einfach nicht im Angebot haben.