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Messeberichte

Toyota Woven City auf der CES 2020

Sonntag, 12. Jan. 2020

Auf der CES in Las Vegas zeigt Toyota seine Konzepte für die Stadt der Zukunft.

Das batterieelektrische Konzeptfahrzeug LQ soll nicht nur automatisiertes Fahren nach Level 4 ermöglichen, sondern verfügt mit „Yui“ auch über einen persönlichen Assistenten. Neben einer interaktiven Kommunikation mittels künstlicher Intelligenz kann das System den Gemütszustand des Fahrers erfassen und entsprechend reagieren. So kann „Yui“ durch Anpassung der Sitzbelüftung, Beleuchtung oder dem Freisetzen von Duftstoffen einer Ermüdung des Fahrers entgegenwirken und Stress abbauen.

Das Konzeptfahrzeug e-Palette soll vollautonom und flexibel unterschiedlichste Bedürfnisse künftiger Mobilität erfüllen. Durch das offene Raumkonzept lässt sich der batterieelektrische Kastenwagen so ganz einfach in einen Lieferwagen, einen Bus für Fahrgemeinschaften, eine rollende Arztpraxis oder auch ein Hotel auf vier Rädern verwandeln. So legt Toyota die Grundsteine, um den Hersteller von einem Autobauer zu einem Mobilitätsanbieter zu machen.

Daneben zeigt Toyota auf der CES drei weitere, kleine batterieelektrische Fahrzeuge für kurze Strecken sowie Nutzer mit Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer.

Zum Einsatz kommen sollen alle Modelle unter anderem in Toyotas neuer Modell-Metropole „Woven City“. Auf einem 175 Hektar großen Gelände am Fuße des japanischen Mount Fuji will der Mobilitätskonzern die Stadt der Zukunft bauen. In der geplanten Modellstadt sollen sowohl klassische Einwohner als auch Forscher neue Technologien wie Autonomie, Robotik, persönliche Mobilität, Smart Home und künstliche Intelligenz in einer realen Umgebung testen und entwickeln können. Die Stadt ist vollständig nachhaltig geplant. Auf den hauptsächlich aus Holz bestehenden Gebäuden finden sich Photovoltaik-Anlagen, um Solarstrom zusätzlich zur Stromerzeugung durch Wasserstoff-Brennstoffzellen zu nutzen. Auf den Hauptverkehrsstraßen sind ausschließlich völlig autonom fahrende, emissionsfreie Fahrzeuge unterwegs. Nachbarschaftsparks, ausschließlich für Fußgänger vorbehaltene Promenaden sowie ein zentraler Platz für soziale Zusammenkünfte sollen die Gemeinschaft zusammenführen. Vor Ort finden zunächst 2000 Menschen Platz. Der Spatenstich ist für Anfang 2021 geplant.