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Fahrberichte

Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid

Donnerstag, 2. Jan. 2020

Ich darf heute den stärksten Serien-SUV testen, den Porsche derzeit im Angebot hat. 500kW, 680PS leistet das Geschoss. In Zeiten in denen der Umweltschutz in aller Munde ist, vielleicht nicht gerade das ideale Fahrzeug. Aber was, wenn ich jetzt behaupte, dieser Wagen tut auch seinen Teil zur CO2-Einsparung.

Emmanuel Schäfer, Autotester:

„Der Wagen hört auf den zugegeben etwas langen Namen Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid. Und im Namen steckt dann auch schon der Grund für meinen Optimismus bezüglich der Umweltverträglichkeit, denn er wird von einer Elektro-Verbrenner Kombination angetrieben. Und damit kommt er auf unter 4 Liter Durchschnittsverbrauch und das schafft so mancher Kleinwagen nicht. Gut da kommen natürlich noch über 19 KWh Strom dazu, aber so viel Pferdestärken, die wollen eben auch angetrieben werden.“

Aufgeladen wird der Cayenne durch Rekuperation oder an einer Steckdose bzw. Wallbox. Der Ladevorgang dauert je nach Anschluss zwischen zweieinhalb und sechs Stunden.

„Der Antriebsstrang hier im Cayenne, der ist schon aus dem Panamera Turbo S E-Hybrid bekannt. Wer allerdings jetzt denkt, man könnte den einfach aus dem Panamera rausnehmen und in den Cayenne reinpflanzen, der irrt. Denn allein schon wegen den unterschiedlichen Plattformen muss da einiges angepasst und dann eben auch für den Cayenne optimiert werden.“

Insgesamt macht sich das Hybridpaket mit 130 kg Zusatzgewicht kaum bemerkbar. Der Leistung sei Dank. Im Gegenteil es bringt sogar einige Vorteile mit sich.

„Das Beste am Cayenne Turbo s E-Hybrid ist, dass er auch rein elektrisch fahren kann. Bis zu 40 Kilometer Reichweite verspricht Porsche, so ungefähr haben wir das auch hier bei unserem Test feststellen können. Und das reicht dann durchaus, um sich emissionsfrei durch die Stadt zu bewegen.“

Theoretisch kann der Hybrid-Cayenne bis zu 135 km/h rein elektrisch fahren. Dafür muss man aber einen sehr sanften Gasfuß haben.

„Die Beschleunigung in diesem Cayenne, die ist schon brachial. Also in unter 4 Sekunden geht es von 0 auf 100. Kein Wunder bei 900 Newtonmetern Drehmoment. Und das zaubert einem dann doch ganz schnell ein Lächeln ins Gesicht. Also, zumindest geht es mir so.“

Optisch ist dem Hybrid-Cayenne auf den ersten Blick nicht anzusehen, welche Technik unter der Haube steckt.

Lediglich die im Porsche-Elektro-Grün lackierten Bremssättel verraten bei unserem Modell, dass hier mehr als Benzin verbraucht wird.

Der 4-Liter V8 unter der Haube leistet alleine 404kW. Den Rest gibt der Elektromotor dazu.

Am Heck zeigt sich das altbekannte durchgängige Leuchtenband

Auch im Innenraum gibt es kaum Hinweise auf den Elektromotor.

Im Kombiinstrument findet sich ein kleiner E-Power Schriftzug.

Der Start-Drehschalter befindet sich wie gewohnt links. Wenn man ihn betätigt hört man allerdings nichts, denn der Cayenne startet immer im Elektro-Modus.

„So, genug Spaß gehabt, kommen wir zum Ernst des Lebens, nämlich dem Fazit. Einen Wagen mit so viel Leistung braucht eigentlich kein Mensch. Aber dann wiederrum: Was wäre das Leben ohne Spaß? Und wenn es schon etwas hochmotorisiertes sein muss, dann doch bitte so ein Hybrid.“