Facebook Pixel

Fahrberichte

Diesotto: Der neue Skyactiv-X Motor im Mazda CX-30

Donnerstag, 26. Dez. 2019

Mazda ging schon immer gern eigene Antriebswege. Beispiel Wankelmotor, der bald als Range Extender für ein Elektroauto wiederbelebt werden soll. Oder das „Rightsizing“ genannte Festhalten an größeren, turbolosen Benzinern.

Und so arbeiten die Japaner auch im CX-30 mit eher ungewöhnlichen technischen Lösungen daran, ihre Autos sparsamer zu machen.

Jan Becher, Autotester:

„Mit dem Skyactiv-X Motor kombiniert Mazda zum ersten Mal die Vorteile eines Benziners mit denen eines Diesels. Wie das Ganze funktioniert? Vor allem über Druck, das heißt über mehr Verdichtung.“

Zwar ist der Skyactiv-X im CX-30 ein Ottomotor, funktioniert aber wie ein Diesel. Eine Zündkerze wird nur noch beim Kaltstart oder unter starker Last benötigt. Wie ein Diesel komprimiert der Skyactiv-X Benzin und Luft so stark, bis das Gemisch kurz davor ist zu explodieren und spritzt in dem Moment nochmals eine minimale Menge an Benzin ein, die für die Verbrennung sorgt. Der Vorteil des Ganzen: Das Verhältnis von Luft zu Benzin ist deutlich höher als normalerweise bei einem Ottomotor und die Menge an benötigtem Kraftstoff entsprechend geringer. Durch die neue Motorentechnik lässt sich laut Mazda bis zu 30 Prozent an Kraftstoff einsparen. So verbraucht der 132 kW starke CX-30 5,9 Liter auf 100 Kilometer nach WLTP.

„Ob einem der innovative Verbrennungsprozess beim Fahren auffällt? Nein, nicht wirklich. Außer vielleicht, wenn man ganz genau hinhört, hört man so ein leichtes Klackern von vorne. Das stört aber nicht weiter.“

Nach dem Leitsatz „Weniger ist mehr“ präsentiert sich der schlicht gehaltene CX-30 wie schon der Mazda 3 im aktuellen Kodo-Design der Marke mit großem Kühlergrill und flach gehaltenen Scheinwerfern. Das Kompakt-SUV ist 4,40m lang und 1,80m breit. Der Laderaum des Japaners fasst mindestens 430 und maximal 1406 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank.

„Die Lenkung, die ist angenehm direkt und nicht zu leichtgängig, gefällt mir gut. Und auch das Fahrwerk, das macht einen guten Job. Etwas straff vielleicht, aber nicht unkomfortabel. Und so neigt der Wagen dann auch in etwas schneller gefahrenen Kurven nicht zum Wanken.“

Ungewöhnlich für die Fahrzeugklasse: Es gibt den CX-30 auf Wunsch auch mit Allradantrieb. Zusätzlich kann der kompakte Japaner mit einer üppigen Serienausstattung punkten. Dazu gehören auch zahlreiche Assistenzsysteme, wie zum Beispiel die adaptive Geschwindigkeitsregelung.

Innen setzt Mazda auf das japanische Prinzip des Jinba Ittai, der Einheit von Pferd und Reiter. Im Cockpit gibt es klar strukturierte analoge Instrumente. So soll die Ablenkung minimiert und das Augenmerk auf die Straße und die hochwertige Verarbeitung gelenkt werden.

„Wem der CX-3 bisher zu klein, der CX-5 dann aber wieder zu groß war, der sollte jetzt mit dem CX-30 fündig werden. Und gerade wegen seines unaufgeregten und schlichten Designs ist der ein echter Hingucker geworden. Zusätzlich bietet er auf Wunsch mit dem neu entwickelten Skyactiv-X-Motor das Beste aus beiden Verbrenner-Welten. Ob sich da der etwas höhere Anschaffungspreis trotz Einsparung beim Kraftstoffverbrauch am Ende lohnt, muss jeder für sich selber entscheiden.“