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Messeberichte

Essen Motorshow 2019

Dienstag, 10. Dez. 2019

Bereits zum 52sten Mal begrüßt die Essen Motor Show Tuner und Tuningliebhaber zum jährlichen Treffen. Über 500 Aussteller und mehr als 300.000 Gäste nutzen die Gelegenheit, um sich über die neuesten Trends der Szene auszutauschen.

Zu sehen gibt es Rennautos, Sammlerstücke und hochgezüchtete PS-Boliden. Die Faustformel lautet hier: „Tiefer, breiter, schneller.“

Magnus Kirschstein (Head of Communications & Content Marketing, Race Chip):

“Die Essen Motorshow ist extrem wichtig für die gesamte Branche. Man merkt ja auch gerade, dass das Interesse an Tuning nach wie vor extrem groß ist. Von daher ist die Messe für uns sowohl für Customer, für den Customer Support und für den gesamten Customer-Bereich extrem wichtig. Aber auch für Synergien innerhalb der Branche. Hier trifft man alle Leute, die man treffen will und muss. Kann neue Kontakte knüpfen und auch über das nächste Jahr sprechen. Von daher ist das Timing perfekt und massiv wichtig für die ganze Branche.“

Ein großer Trend in diesem Jahr ist das Thema Fahrwerk. Egal ob neuere Fahrzeuge oder welche, die schon ein paar Jahre alt sind, fast alle haben veränderte Federn und Dämpfer. Das Unternehmen „Nullbar“ hat sich diesem Thema verschrieben. Soll dabei ein Gewindefahrwerk oder ein Luftfahrwerk zum Einsatz kommen ?

Steffen Bomberg (Geschäftsführer Am Limit Car Tuning):

„Die Tiefe des Autos macht einfach das Auto komplett, verwandelt das Auto. Und umso tiefer das kommt, umso mehr Anschauung oder mehr Veränderung haben wir ja bei der ganzen Geschichte. Für mich würde ich eher sagen Luftfahrwerk ist der Trend sehr groß mittlerweile, weil einfach das Spektrum dadurch was ich damit verändern kann, dieses Aufsehen ja. Man will sich ja abheben von der Masse. Geht mit dem Luftfahrwerk einfach viel besser. Man bleibt alltagstauglich, weil man auch die normale Fahrhöhe hat und natürlich auch zu Show-Zwecken dieses abgelegte, also einfach mal Null bar sozusagen.“

Neben dem Fahrwerk gibt es auch noch andere aktuelle Trends auf der Messe, die das Publikum live erleben kann.

Sven Schulz (Tuning-Experte):

„Das sind dezente Farben. Farben wie Schwarz, Weiß, Silber, Champagner-Töne, Grautöne sind sehr, sehr angesagt. Das zweite generell dazu passend, dezentes Tuning. Also die Zeiten von Flügeltüren, Unterbodenbeleuchtung und in der Sonne wechselnder Farbe, die sind eigentlich vorbei. Heute versucht der Tuner die Designlinie, die der Designer im Werk dem Fahrzeug gegeben hat, die versucht der Tuner zu optimieren und die Designführung nicht zu zerstören. Man möchte sie besser machen im Endeffekt. So liegt das Tuning auch oft im Versteckten, im Detail. Also das der Leihe das gar nicht erkennt aber der Kenner sieht direkt oh, da ist das umgebaut, das umgebaut.“

Eher unauffällig kommt auch dieser Volvo Type 247 von 1975 mit dem passenden Namen: „Sleeper“ daher, weil man seine getunten Teile erst bei einem Blick unter die Hauben sieht.

Anders und vor allem auffälliger ist der Buick Riviera Rivtile. Er wurde in acht Jahren aus Teilen von verschiedenen Autos zusammengebaut. Die Individuallackierung von Gerd Müller, Europameister der Custom-Painter im Jahr 2007, macht den Wagen zu einem Kunstwerk.

Ein weiteres Beispiel für Kunst auf vier Rädern ist der „Goldfinger“ Rolls Royce von Michael Fischer. Er wird komplett in James-Bond-Optik präsentiert. Die Grundlage für das Fahrzeug ist ein Silver Shadow 2 aus dem Jahr 1978.

Optisch das komplette Gegenteil ist dieser Lamborghini Urus mit seinem sichtlich stolzen Besitzer.

Robert Geiss, Unternehmer:

An dem gefällt mir eigentlich besonders gut, dass er eigentlich relativ dezent gehalten ist, Gott sei Dank ist er schwarz, weil sonst wärs ja wahrscheinlich noch extremer aber er ist sehr sehr gut gelungen glaub ich schöne Modifikation. Gutes Tuning.

Im fünfhundertsten Todesjahr von Leonardo da Vinci zeigt Italdesign einen viersitzigen Gran Turismo mit Elektroantrieb, namens DaVinci. Der Wagen kann zwei Elektromotoren aufnehmen, für die Batterien ist Platz im Boden. Im Cockpit gibt es drei Bildschirme: einer davon als Ersatz für die Instrumente.

Wer weiss, was Leonardo da Vinci selbst von der Essen Motorshow gehalten hätte. Der DaVinci hätte ihm aber sicherlich gefallen.