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Fahrberichte

Mitsubishi ASX —

viertes Facelift

Donnerstag, 5. Dez. 2019

Neun Jahre hat er auf dem Buckel, drei Facelifts hinter sich und wurde mehr als 1,36 Millionen Mal verkauft. Seit 2010 hat Mitsubishi den ASX mit unveränderter Basis auf dem Markt, aber statt einer neuen Generation spendieren die Japaner dem ASX Facelift Nummer vier.

Mitsubishi scheut nicht einmal die teuren Werkzeugkosten, um viele Blechteile neu zu pressen. Was ungewöhnlich ist für ein Facelift. Die neue, bullige Front hört auf den Namen „Dynamic Shield“ und gibt die Richtung für das neue Markengesicht von Mitsubishi vor. An den kompakten Außenabmessungen mit einer Länge von 4,37 m und der guten Bodenfreiheit von 19 cm hat sich nichts verändert.

Emmanuel Schäfer, Autotester:

„Bei Mitsubishi kann man mit 80 Jahren Allradhistorie ruhig mal von einer Art Tradition sprechen. Und beim neuen ASX hat man sich, nach einer Pause, nun endlich wieder auf diese Kompetenz zurückbesonnen, denn es gibt ihn jetzt auch wieder mit vier angetriebenen Rädern. Aber das ist kein Muss. Man kann ihn auch nach wie vor mit nur zwei angetriebenen Rädern bestellen, hat allerdings dann den Nachteil, wenn es mal schlechte Straßenverhältnisse gibt, dann kann man nicht wie bei dem Allradler einfach auf Vierradantrieb umschalten, sondern muss dann sehen wo man bleibt.“

Unter normalen Bedingungen schickt das variable 4x4 System bis zu 98 Prozent der Kraft an die Vorderräder. Sollten die ihre Haftung verlieren schickt die Software bis zu 50 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse. Für besonders schwieriges Terrain kann in den 4WD-Lock Modus gewechselt werden. Allerdings findet hier kein echtes Schließen der Lamellenkupplung statt. Vielmehr werden die Lamellen elektronisch stärker aneinandergepresst, um ein zittriges Kurvenfahren zu verhindern.

„Ein Kritikpunkt beim Vorgänger ASX war der etwas durchzugsschwache Motor. Da hat man jetzt beim Facelift auch nachgebessert. Der 1,6 Liter wird ersetzt durch einen 2 Liter Benziner, den man schon aus anderen Modellen kennt und der leistet 110 kW und was ganz wichtig ist 195 Nm Drehmoment und damit lässt es sich durchaus gut fahren, egal ob jetzt auf der Landstraße oder auf der Autobahn.“

Wer auf der Suche nach einem Dieselmotor ist wird nicht fündig und auch eine elektrifizierte oder Plug-in-Hybrid Variante fehlt. Der Vierzylinder-Saugbenziner ist die einzige Motorisierung auf der Angebotsliste. Mit ihm beschleunigt der knapp 1.500 kg schwere ASX in 10,2 Sekunden auf Tempo 100 und rauf bis maximal 190 km/h.

„Mit einem Einstiegspreis von knapp 21.000 Euro liegt der ASX teils deutlich unter seinen Mitbewerbern, wie zum Beispiel Ford Kuga, Toyota RAV4 oder VW Tiguan. Selbst in der Basisausstattung sind aber schon gute Features dabei, wie zum Beispiel Bi-LED Scheinwerfer oder eine Klimaautomatik. Wer sich für die Top Ausstattungslinie entscheidet, bei der dann quasi alles drinnen ist, was das Herz begehrt, der liegt trotzdem immer noch unter 30.000 Euro. Wem also das Design des ASX zusagt, der kann hier im Vergleich zu anderen Herstellern einige tausend Euro sparen.“