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Fahrberichte

Opel Astra Frischzellen-Facelift

Montag, 18. Nov. 2019

Es ist mal wieder Zeit für ein Facelift. 4 Jahre nach seinem letzten Update bekommt der Opel Astra die nächste Frischzellenkur. Die Modellreihe existiert bereits seit 1991. Zählt man den Vorgänger Kadett dazu, sogar seit 1936.

Doch genug der Geschichte, kommen wir zu den Neuerungen für das 2019er Modell. Nachdem Opel 2017 vom PSA Konzern übernommen wurde, könnte man erwarten, dass sich im neuen Astra Technik der Franzosen findet.

Emmanuel Schäfer, Autotester:

„Kommen wir als erstes gleich mal zur wichtigsten Neuerung. Das sind die Motoren. Die sind jetzt allesamt Dreizylinder mit einem Hubraum zwischen einem und 1,5 Litern, stammen allerdings nicht aus dem PSA-Regal, sondern sind noch eigenständige Opel-Entwicklungen.“

Insgesamt gibt es einen Diesel und zwei Benzinaggregate mit sechs unterschiedlichen Leistungsstufen von 77 bis 107kW.

„Die 94 kW in unserem Testwagen kann man nicht als Untermotorisierung bezeichnen. Vor allem im unteren Bereich, da geht es schon spritzig voran. Man muss allerdings sagen, sobald es in höhere Geschwindigkeitslagen geht und 80 bis 120 auf der Autobahn, oder darüber hinaus, da wird es dann doch schon eher gemütlich.“

Knapp zehn Sekunden braucht der Astra für den Sprint von 0 auf 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h. Der Tausch aller Motoren hat seinen Grund, denn die neuen Aggregate sind teilweise über 20% sparsamer als die alten.

Um den Verbrauch aller Motoren zu senken wurde auch die Aerodynamik des Astra verbessert. Erreicht wurde das unter anderem durch verstellbare Klappen hinter dem Kühlergrill. Von diesem abgesehen, unterscheidet sich der Astra optisch kaum von seinem Vorgänger. Das Heck ist sogar identisch geblieben.

„Die Anpassungen im Innenraum sind auch eher dezent ausgefallen. Das Wichtigste wohl: Das Upgrade der Infotainmentsystem, auf die, die man auch schon aus dem Insignia kennt. Apple Car Play, Android Auto, das ist hier alles vorhanden und das ist besonders interessant für Leute wie mich, die gerne statt des internen Navigationssystems google maps benutzen, um irgendwo hin zu navigieren.“

Ebenso wie den Vorgänger gibt es den Astra auch wieder als Kombi mit dem Namen Sports Tourer. Doch zurück zu unserem Fünftürer. Beim Fahrkomfort gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Dafür sorgen die neuen Stoßdämpfer. Auf Wunsch gibt es ein Dynamik-Fahrwerk, das dürfte, angesichts der überschaubaren Motorleistung, jedoch eher wenige Abnehmer finden.

„Das Facelift des Astra ist dezent ausgefallen, abgesehen natürlich von den Motorisierungen. Das ist allerdings wenig überraschend, da man davon ausgehen kann, dass in etwa zwei Jahren die nächste Generation des Astra auf den Markt kommen wird. Dann allerdings basierend auf PSA-Technik.“

Da die Erdgasvariante des Astra leider gestrichen wurde, gibt es ihn aktuell nicht mit alternativem Antrieb. Das dürfte sich allerdings mit der neuen Generation ändern. Denn die wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch als Plug-In-Hybrid geben.