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Fahrberichte

Ford Ranger Raptor

Freitag, 11. Okt. 2019

Der Ford Ranger Raptor zählt zu den kernigeren Wettbewerbern im Pick-Up Segment. Entstanden ist der Ranger Raptor in der Ford Performance Abteilung. Als Vorbild diente der Ford F-150 Raptor, der in Europa jedoch nicht erhältlich ist. Doch zurück zum Ranger. Wie ist der Eindruck auf der Landstraße?

Emmanuel Schäfer, Autotester:

„Ich bin ehrlich gesagt positiv überrascht. Wenn man sich die Reifen so anschaut, 285 breit und dann diese Stollen für Offroad-Fahrten. Ich hätte damit gerechnet, dass die deutlich lauter sind auf Asphalt, aber das ist nicht der Fall. Es ist wirklich in Ordnung. Klar, der Wagen wird bei höheren Geschwindigkeiten, vor allem auf der Autobahn, relativ laut. Aber dafür ist er ja auch eigentlich nicht gedacht. Man kann aber trotzdem guten Gewissens damit längere Strecken fahren, das ist also kein Problem.“

Anders als sein amerikanischer Bruder wird der Raptor ausschließlich mit einem 2 Liter Diesel angeboten. Dieser leistet 156kW und 500Nm maximales Drehmoment.

In der Stadt sieht der Ranger Raptor mit seiner Höhe von 1,87m und seiner Länge von 5,36m etwas fehl am Platz aus. 2,18m Breite sind in den engen Straßen auch nicht gerade von Vorteil.

Der Ford Ranger Raptor sieht zwar aus wie ein PKW, bei uns in Deutschland sind die Ranger Modelle jedoch allesamt als LKW eingestuft. Das bedeutet, dass sie auch als solche versichert werden müssen, was teuer werden kannn. Darauf sollte man vor dem Kauf achten.

„Dass der Ranger gute Offroad-Qualitäten hat und selbst schwierigstes Gelände meistert, das weiß ich spätestens seit Marokko. Aber ganz ehrlich, es macht einfach so viel Spaß, und deswegen würde ich sagen, da machen wir doch noch mal zum Abschluss einen kleinen Abstecher ins Gelände in Deutschland.“

Hier kann der Ranger Raptor dann seine ganz großen Stärken zeigen. Dank des serienmäßigen Hinterachs-Sperrdifferentials können sich beide Räder unabhängig voneinander antreiben lassen, je nachdem, welches gerade die bessere Bodenhaftung hat.

Mit einer Wattiefe von 85 Zentimetern lässt der Raptor sogar Offroad-Urgesteine wie die Mercedes G-Klasse oder den Jeep Wrangler blass aussehen.

Mittels Drehschalter lässt sich zwischen Zwei- und Vierradantrieb umschalten. Zusätzlich bietet der Raptor noch diverse Fahrmodi für unterschiedlichste Geländegegebenheiten wie Schnee, Matsch und Sand.

„Alles in Allem kann man mit Fug und Recht behaupten, dass der Ranger Raptor auch für Überland- und Autobahnfahrten gut geeignet ist. Gut, in der Stadt sieht das Ganze natürlich etwas anders aus. Dank der riesigen Ausmaße ist die Parkplatzsuche relativ schwierig. Es ist nun mal seine Kernkompetenz das Gelände. Das liegt nicht zuletzt an den Reifen, und wenn ich mir die so anschaue, dann stellt sich mir nur noch eine Frage. Und zwar, wenn die abgefahren sind, das zu ersetzen könnte relativ teuer werden.“