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Fahrberichte

Porsche 911 Carrera 4S —

die 8. Generation

Montag, 8. Apr. 2019

Der Porsche 911 gilt als eine der großen Ikonen der Automobilgeschichte. In der achten Generation schicken die Zuffenhausener ihren jüngsten Spross ins Rennen um die Familiengeschichte fortzuschreiben.

Klaus Niedzwiedz, Autotester:

„Auch die 8. Generation des Porsche 911 besitzt natürlich die typischen Designmerkmale. Das sind zum Beispiel die runden und flachen Scheinwerfer. Das ist die sehr lange Schnauze und Haube. Dann gibt es hier diese typischen, langen Kotflügel vorne und ganz wichtig für diesen Elfer ist das nach hinten abfallende Dach. Was ist neu? Das Auto ist um 8 Millimeter kürzer geworden aber 5 Millimeter höher. Dadurch wird er ein bisschen kompakter. Dann ist das Auto um 4,5 Zentimeter breiter geworden, das sieht man sehr schön am Heck mit dem breiten Hintern, das ist sehr sexy und wirkt auch sehr kompetent. Weiterhin gibt es natürlich einen neuen Motor, eine neue Lenkung und vieles mehr. Und das zeige ich ihnen jetzt mal.“

Ungewöhnlich bei der Entwicklung einer neuen Sportwagengeneration, der neue Elfer ist nicht nur breiter als sein älterer Bruder, sondern auch schwerer. Satte 50 Kilogramm mehr hat er auf den Rippen und kommt so auf ein Gesamtgewicht von rund 1550 Kilogramm. Doch durch die Verwendung Gewichtszunahme hat auch ihre guten Seiten. Durch die Verwendung von mehreren Aluminiumblechen anstelle von Stahlblechen ist die Karosserie steifer als beim Vorgänger.

„Der Fahreindruck hier auf der normalen Straße ist absolut top. Dieses Auto hier besitzt einen Allradantrieb, ist also ein Carrera 4S und der hat 450 PS Leistung.“

Das 6-Zylinder-Biturbo-Triebwerk des Carrera 4S liefert 331 kW Leistung und ein maximales Drehmoment von 530 Nm. So schafft der 4S den Sprint von 0 auf 100 in 3,6 Sekunden. Erst bei 306 km/h ist Schluss mit der Beschleunigung.

„Also was auffällt ist die etwas direktere Lenkung. Und das Auto baut auch sehr viel Grip auf, obwohl man hier hinten einen Flügel besitzt, der in drei Stufen arbeitet. Jetzt natürlich, ab 150, ist die letzte Stufe raus und dann habe ich auch richtig Abtrieb. Das hilft beim Anbremsen und beim Einlenken.“

„Was das Fahrwerk angeht muss ich sagen das Auto ist äußerst neutral unterwegs. Gut, das liegt auch an dem Allradantrieb. Wenn man es provoziert, dann kann man natürlich schöne Drifts fahren, weil das Ding auch reichlich Leistung zur Verfügung hat und damit kann man das Auto dann auch wunderschön durch die Kurve zirkeln. Also das macht richtig Spaß. So, das war es auf der Rennstrecke. Also ohne den Technikern von Porsche zu schmeicheln, die haben da wieder einmal einen Elfer auf die Straße gestellt, der hat es in sich und der ist der beste Elfer, den es je gab. Aber ich bin mal gespannt auf den nächsten.“