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Technikberichte

Mercedes Benz Flugfeldräumung

Montag, 6. Nov. 2017

Mercedes zeigt in einem Pilotprojekt mit Hilfe von vier Actros Sattelzugmaschinen eine automatisierte Flugfeld-Räumung. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Daimler Innovationsschmiede Lab1886, Daimler Trucks und der Fraport AG.

Flugfeld-Reinigungen speziell im Winter sind nur schwer vorhersagbar und damit schwer planbar. Schneeräumeinheiten müssen präzise und zuverlässig die Start- und Landebahnen im Ernstfall innerhalb von kürzester Zeit räumen um den Flugbetrieb zu gewährleisten.

O-Ton (deutsch): Philipp Dreyer – Projektleiter Daimler Lab 1886

„Wir wollen damit zeigen, dass das automatisierte Fahren auf Betriebsgelände mit der Technik, die ein Mercedes-Benz LKW an Board hat möglich ist. Auf aufwendige Sensorik haben wir dabei verzichtet, da sich im ersten Fahrzeug ein Operator befindet, der gemeinsam mit einem Begleitfahrzeug das gesamte Umfeld und den Betrieb überwacht.“

Die Fahrzeuge fahren eine vorgegebene, digital gespeicherte Route ab.

O-Ton (deutsch): Albrecht Greiner – Teilprojektleiter Gesamtautomatisierung

„Die Spurführung erfolgt über Differenzial-GPS. Damit kann die festgelegte Fahrspur Centimeter genau eingehalten werden. Über ein zentrales Bedienpult lassen sich vom Führungsfahrzeug aus alle Fahrzeugfunktionen als auch die Räumgeräte steuern und überwachen.

Das Remote Truck Interface ,kurz RTI, ist das Herzstück der neuen Technik, bei der Daimler auf einen erheblichen Wissens- und Entwicklungs-Fundus aus Projekten wie dem seriennahen Highway Piloten und dem Highway Pilot Connect zurückgreifen kann.

Über das RTI sind alle Fahrzeuge mittels telematischer Systeme voll vernetzt, fahren automatisiert und können im Fahrzeugverbund sowohl führen als auch folgen.

Damit das in Echtzeit funktioniert, findet alle 0,1 Sekunden ein kompletter Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen statt.

Wie kompliziert die Flugfeldräumung sein kann, zeigt sich zum Beispiel am Frankfurter Flughafen. Dort werden bis zu 14 Fahrzeuge parallel eingesetzt und räumen die 60 m breiten Start- und Landebahnen. Mit Hilfe der Automatisierung können erheblich Personalkosten eingespart werden.

O-Ton (deutsch): Philipp Dreyer – Projektleiter Daimler Lab 1886

„Diese Schnittstelle, das Remote Truck Interface wurde im Rahmen dieses Pilotprojekts entwickelt. Sie soll in Zukunft dazu dienen, auch in weiteren Anwendungsfällen, das automatisierte Fahren auf Betriebsgelände zu ermöglichen.