Fahrberichte

McLaren 650S Spider

Sonntag, 6. Aug. 2017

Die Engländer sind bekannt für ihre Liebe zu Motorsport und Supersportwagen. Bei kaum einem anderen Hersteller wird dies so deutlich wie bei McLaren. Als Motorsport-Team seit 1966 in der Formel 1 aktiv, produziert McLaren seit 1993 auch Seriensportwagen in Handarbeit.

Die Entwicklung der Formel1-Renner ist dabei nur wenige Meter von der Serienproduktion entfernt, und diese Nähe spürt man auch im 650S Spider. Ausgerüstet mit der von McLaren ursprünglich für die Formel 1 entwickelten „Brake Steer“-Technologie wird in der Kurve das innenliegende Hinterrad angebremst und somit der Vorderwagen zum Scheitelpunkt der Kurve ausgerichtet. Der Fahrer kann so deutlich später anbremsen und früher wieder Gas geben. Das System wurde in der Formel 1 noch vor seiner Einführung verboten.

Der namensgebende 478 kW und damit 650PS starke Motor sorgt für einen gewaltigen Push. Von 2013 an gewann McLaren mit ihm drei Jahre in Folge den „Engine oft the Year“-Award. Für schlappe 255.000 Euro erhält der Käufer somit straßenzugelassene Formel 1 Technik.

Für die Sicherheit der Insassen sorgt ein Carbon-Monocoque, auch das kennt man aus dem Motorsport und der Formel 1.

Auch beim „Airbrake“-Heckspoiler des 650S Spider haben sich die englischen Ingenieure von ihren F1-Boliden inspirieren lassen. Beim Anbremsen stellt er sich auf und sorgt so für maximalen Anpressdruck und Stabilität. Beim Beschleunigen fährt er von selbst wieder ein, um den Luftwiderstand zu vermindern. Ein ähnliches System ist in der Königsklasse als „Drag Reduction System“, kurz DRS, im Einsatz.