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Technikberichte

Sicherheitstipp: Fahrradtransport mit dem Auto

Mittwoch, 17. Aug. 2016

Wie beliebt Fahrradfahren ist beweist ein Blick in die Statistik. Zur Zeit sind mehr als 72 Millionen Fahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Wer nun in den Urlaub fährt und dort sein eigenes Fahrrad nutzen möchte, muss es ganz einfach mitnehmen.

Fahrradfahren ist wohl die gesündeste und umweltschonendste Methode, sich von A nach B zu bewegen.

Dazu Reinhold Deisenhofer, Autotester:

„Wie beliebt Fahrradfahren in Deutschland ist, beweist ein Blick in die Statistik. Zur Zeit sind mehr als 72 Millionen Fahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Wer nun in den Urlaub fährt und dort sein eigenes Fahrrad nutzen möchte, muss es ganz einfach mitnehmen. Dafür gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Oben drauf, hinten dran oder innen drin. Gerade von Fahrraddachträgern sind Experten wenig begeistert.“

Herbert Köhler ist Inhaber eines Fahrradgeschäftes. Er kennt sich mit den verschiedenen Trägersystemen aus.

„Auf dem Auto ist es ein bisschen problematisch, also eigentlich nur geeignet für leichte Sportfahrräder. Wei sie halt einfach leicht zum draufheben sind. Auch die Befestigungen sind natürlich nicht so massiv. Und durch das Fahren entstehen natürlich Schwingungen und das kann sehr gefährlich sein.“

Bleibt also nur innen drin oder hinten dran. Ein Trägersystem auf der Anhängerkupplung eignet sich bestens für längere Reisen. Die Anhängerkupplung, hier ein ausklappbares Modell, rastet ein. Das Trägersystem einfach auf die Hängerkupplung gesetzt und arretiert. Dann nur noch verschließen, die Stromverbindung anschließen und dann die Räder können nun aufgebracht werden.

„Damit es mit dem Beladen des Fahrradträgers etwas schneller und vor allem auch leichter funktioniert - alles was beweglich ist und was schwer ist abbauen, bevor das Ganze auf den Träger kommt. Das heißt Trinkflasche beweglich, weg. Fahrradkorb beweglich weg. Ganz wichtig, Akkus bei e-Bikes. So ein e-Bike kann schon mal 30 Kilo wiegen, der Akku ist teuer und schwer. Das heißt der Akku vorher weg und auch der Tacho, der auf der Autobahn vielleicht mal verloren gehen könnte, einfach weg mit dem Ding und im Fahrzeug weiter transportieren, dann wird das Ganze auch gut.“

Wie viele Räder man so transportieren kann, ist von der erlaubten Stützlast abhängig. Vor dem Beladen sollte man sich also sachkundig machen.

„Und wenn es dann gut geklappt hat mit dem Fahrradträger, trotz Sonne, Regen und anderer Schwierigkeiten, nicht vergessen, Diebe gibt es überall. Also auch die Fahrräder auf dem Träger mit einem Schloss sichern. Und der Träger braucht unbedingt ein Kennzeichen, denn das eigentliche Kennzeichen sieht man durch die Konstruktion ja kaum mehr.“

Aufgepasst beim Fahren, das System verlängert das Auto, Einparksysteme funktionieren nicht mehr richtig. Auch das Fahrverhalten ändert sich mit der neuen Hecklast.

Richtig komfortabel reisen die Räder innen drin. Aber da muss man kompromissbereit sein, denn Räder im Auto bedeutet weniger Passagiere. Dazu muss aber das Auto umgebaut, sprich die Rücksitze umgeklappt werden. Die Befestigung der Räder geht dann einfach. Zum Beispiel über ein Universalsystem zum einspannen.

„Das Universalsystem lässt sich Kinderleicht auf die jeweilige Fahrzeugbreite einstellen. Dann das Vorderrad ausbauen und das Fahrrad in den Kofferraum wuchten. Die Fahrradgabel mit dem Schnellspanner fixieren und dann kann es auch schon losgehen.“

Damit das System wirklich komfortabel ist, sollte man sich bei der Mitnahme auf ein Fahrrad beschränken.

„Ein Vorteil ist natürlich auch, wenn man hochwertige Räder hat, sie werden nicht beschädigt, nicht verkratzt. Es kommt kein Schmutz hin und es ist diebstahlsicher. Weil sie im Auto einfach sauber untergebracht sind und dann kann in der Regel nichts passieren.“

Unbeschwert kann dann die Fahrt im Auto gemeinsam mit den Rädern von statten gehen. Geschwindigkeit ist da kein Problem. Das sieht bei den Heckträgern allerdings anders aus. Wichtige Informationen liefern Gebrauchs und Montageanleitung, aber auch das Typenschild des Trägers gibt Aufschluss. Nicht mit Volldampf über den Highway, man sollte nicht schneller als mit Tempo 130 unterwegs sein.