Technikberichte

Autonomes Fahren im Audi A7

Freitag, 1. Jul. 2016

Dieser eher unscheinbar wirkende A7 besitzt eine geballte Ladung an Technik. Jack ist eines der wenigen Fahrzeuge auf der Welt, das ganz eigenständig auf öffentlichen Straßen fährt. Mit seinen vielen Sensoren liest und verarbeitet er alle wichtigen Daten des Straßenverkehrs, wie beispielsweise den Abstand zu Fahrzeugen vor, hinter und seitlich von ihm.

Dieser eher unscheinbar wirkende A7 besitzt eine geballte Ladung an Technik. Jack ist eines der wenigen Fahrzeuge auf der Welt, das ganz eigenständig auf öffentlichen Straßen fährt. Mit seinen vielen Sensoren liest und verarbeitet er alle wichtigen Daten des Straßenverkehrs, wie beispielsweise den Abstand zu Fahrzeugen vor, hinter und seitlich von ihm.

Ein Teilstück der A9 ist als Teststrecke für pilotiertes Fahren freigegeben. Hier fährt Jack im und mit dem öffentlichen Verkehr. Der Autopilot macht sich sowohl durch eine Anzeige im Cockpit als auch durch ein akustisches Signal bemerkbar. Um den Autopiloten einzustellen, müssen zwei Tasten am Lenkrad gedrückt werden. Daraufhin zieht sich das Lenkrad ein und gibt dem Fahrer mehr Platz.

„Ich kann mich ja umdrehen. Glaube ich. Warum hat Audi denn den Schritt gemacht zum pilotierten Fahren?“

Miklós Kiss, Audi

„Weil es sehr viele Situationen gibt, wo das Fahren kein Fahrspaß selber ist, sondern ein reines Kommen von A nach B, und wir unseren Kunden tatsächlich diese Stunde mehr am Tag auch zur Verfügung stellen wollen.“

„Und wo liegt bei Ihnen der Unterschied zwischen Fahrassistenten und wirklich rein pilot Fahren?“

Miklós Kiss, Audi:

„Fahrerassistenzen sind Systeme, die Ihre Aufmerksamkeit ständig brauchen. Das heißt zu jedem Zeitpunkt könnte es vorkommen, dass der Fahrerassistent Sie zurück in die Pflicht holt. So umdrehen, wie Sie das aktuell tun, können Sie nur beim Piloten.“

Ein wichtiger Schritt war 2014 die rechtliche Änderung in der Wiener Straßenverkehrskonvention. Der internationale Vertrag besagt, dass der Fahrer zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über sein Fahrzeug haben muss. Durch die Änderung sind Fahrerassistenzsysteme zulässig geworden, solange der Fahrer das System überwacht und manuell eingreifen kann. Jack ist also noch ein Einzelfall, gerade vor dem Gesetz. Doch nicht nur rechtlich werden sich in den nächsten Jahren Veränderungen ergeben.

Bis zur Serienreife ist noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten Zunächst werden verbesserte und neue Assistenzsysteme schrittweise in Serienfahrzeugen verbaut, bis es dann so weit ist und das erste rein autonome Auto erhältlich sein wird.