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Fahrberichte

Nissan Navara PickUp

Mittwoch, 13. Apr. 2016

Sascha Knapp – Autotester:

„Wenn man einen ein SUV mit einem Kleinlaster paart, dann kommt ein sogenannter Pick-up heraus. Der war bisher für die meisten europäischen Kunden keine echte Option. Das möchte Nissan nun ändern, mit der neusten Generation des Navara und dafür haben sie ihn insgesamt komfortabler und familientauglicher gemacht.“

In den USA sind Pick-Ups schon seit Jahren weit verbreitet. Aber auch in Deutschland lässt sich seit kurzem ein Trend erkennen. Immer mehr Hersteller bringen ihre Pickups in einer angepassten Version nach Europa. Die große Beliebtheit der SUV und der damit verbundenen Gewöhnung an den Offroad Look dürfte damit zusammenhängen. Die verschiedenen Hersteller kommen kaum mit der SUV Produktion hinterher und wer sich jetzt noch abheben möchte, greift eben zu einem Pickup.

„Schon mit der Erfindung des Crossover hatte Nissan einen extrem guten Wurf gelandet. Der Qashqai hat sich richtig gut verkauft. Und das erhoffen sie sich von diesem Pickup genauso. Und tatsächlich hier im Navara vergisst man sehr schnell, in was für einem Fahrzeug man sich befindet. Die Anmutung des Armaturenbretts erinnert schon sehr an die des SUV Bruders. Und gemeinsam mit dem SUV Bruder hat man auch hier die sehr hohe Sitzposition und die damit verbundene gute Übersicht im Straßenverkehr.“

Auch das Handling des NP300 Navara hat sich deutlich verbessert. Trotz seiner 5,33 Meter schiebt sich der Japaner nicht wie ein LKW ums Eck, sondern gibt sich geschmeidig und mit einem Wendekreis von 12,4 Metern deutlich agiler als der Vorgänger. Das verdankt er einer neu entwickelten Multilink-Hinterradaufhängung, die nebenbei auch noch 20 Kilo leichter ist als die bisherige Starrachse mit Blattfedern. Die Vorgänger federten noch mit antiquierter Postkutschentechnik!

„Wenn man die Sitzreihe wechselt, dann merkt man gleich hier im Navara, hier hinten sind nicht die billigen Plätze. Es ist sogar bequemer geworden. Die Sitzbank wurde von 18 auf 23 Grad weiter geneigt. Das heißt, man sitzt hier schon fast gemütlich. Mit Beinfreiheit und Kopffreiheit, wir haben hier eine Höhe von 1,57 Meter, kann man es hier hinten ganz gut eine Weile aushalten.“

Kommen wir nun zum Nutzwert des Navara‘s.

Der Nissan glänzt mit einer möglichen Aufladung von einer Tonne auf die 1,54 Meter lange Ladefläche. Umgerechnet bedeutet das, dass entweder 42 Zementsäcke, 1000 Liter Wasser, oder 2,2 Kubikmeter Holz transportiert werden können.

Nicht minder interessant ist die Zugkraft: ganze 3,5 Tonnen schleppt der, in der Nähe von Barcelona gebaute, Japaner weg.

Um eine derartige Zugkraft zu gewährleisten, hat Nissan dem Pick-up einen 2,3-Liter-Diesel mit zwei Leistungsstufen unter die Haube gepackt. Einfach beatmet leistet der Japaner 120 kW, mit doppelter Aufladung sind es 140 kW.

Beim Verbrauch verspricht Nissan 24 Prozent weniger als beim Vorgänger. Im Augenblick erfüllen die Dieselmotoren nur die Euro-5-Norm. Erst ab Herbst wird auf EU6 umgestellt.