Fahrberichte

Bentley Flying Spur —

12 Zylinder Raumgleiter

Dienstag, 9. Feb. 2016

Unser Autotester ist heute in einem luxuriösen Raumgleiter unterwegs, dem Bentley Flying Spur. Die Luxuslimousine mit luftgefedertem Fahrwerk und Allradantrieb bildet gewissermaßen den Einstieg in die Welt des britischen Traditionsunternehmens.

„Flying Spur heißt geflügelter Sporn, das muss man wissen. Dass der Sechs-Liter Zwölfzylinder 625 PS leistet, ist fast schon banal und auf jeden Fall nebensächlich. Denn das Triebwerk ist kaum zu hören und der Bentley fährt nicht, er gleitet und zwar herrschaftlich.“

Will man diesen Wagen sein eigen nennen, muss man in Deutschland über 191.000 Euro bezahlen. Optisches Markenzeichen aller Bentleys ist ihr unaufgeregtes äußeres Erscheinungsbild. Die Formen von Kühlergrill und Scheinwerfern sind klassisch.

Seine enorme Kraft verbirgt sich unter der Motorhaube, wo die 12 Zylinder flüsterleise ihre Überlegenheit ausspielen. Mit einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern, das ab 2000 Umdrehungen zur Verfügung steht, ist es ein Leichtes, alles und jeden hinter sich zu lassen.

Nicht minder beeindruckend sind die Fahrleistungen. Neben Raumgleiten kann der Flying Spur nämlich auch richtig schnell. In 4,6 Sekunden schießt der fliegende Sporn von Null auf 100. Und lässt mit 322 km/h Spitze den Großteil der PS-High-Society einfach hinter sich.

„Fünf Meter 30 Länge, das ergibt sehr viel Platz für die Passagiere im Fond. 625 PS, das ergibt sehr viel Laune am Lenkrad. Der Bentley Flying Spur ist sicherlich die schnellste Möglichkeit luxuriös zu reisen. Die Konkurrenz ist mitunter eben so stark, aber längst nicht so schnell und nicht so agil. Den Durchschnittsverbrauch gibt Bentley mit 15 Liter an. Das haben wir auch geschafft. Allerdings nur, wenn wir sehr, sehr gelassen unterwegs waren.“

Im Innenraum kommen überall nur feinste Materialien zum Einsatz. So gibt es zum Beispiel 17 Ledersorten zur Auswahl. Vieles entsteht in Handarbeit.

Hinten kommt noch ein umfangreiches Entertainmentangebot dazu. Dazu reichlich Platz und Sitze so gemütlich wie Sofas.

„Der Bentley ist für Selbstfahrer konstruiert. Wie von Zauberhand macht das Fahrwerk aus dem 2,5-Tonner ein leidlich sportliches Mobil. Fast so agil wie ein Golf lässt er sich um kurvige Landstraßen zirkeln. Dabei bleibt er immer leise. Nur bei Volllast wird er etwas knurriger. Einziges Manko: wer sofort nach dem Start losfahren will, muss etwas auf das Navi warten. Denn das System braucht überraschend lange, bis es hochgefahren ist.“