Technikberichte

Fahrsicherheit im Winter

Freitag, 15. Jan. 2016

Winterreifen oder Sommerreifen? Unser Auto-Spezialist Reinhold Deisenhofer hat die wichtigsten Fakten einmal zusammengefasst und erklärt, warum man zum Reifenwechsel nicht gleich in die Werkstatt muss.

"Winterreifen oder Sommerreifen, das ist hier die Frage. Manch einer sagt sich, ich lebe in der Stadt und in meiner Region, da schneit es sowieso nie, da reichen doch Sommerreifen. Außerdem kostet ein zweiter Reifensatz richtig viel Geld. Braucht man nun Winterreifen oder nicht? Wir klären diese Frage."

Wissen sollte man: Sommergummimischungen verhärten bereits bei niedrigen Plusgraden, womit sich die Haftung auf der Straße spürbar reduzieren kann. Winterreifen bleiben weich und bieten auch bei Kälte mehr Haftung.

"Sieben Grad ist ein guter Richtwert. Jetzt sollten sie Winterreifen aufgezogen haben, denn die Temperatur auf der Fahrbahn kann zu manchen Tages- oder Nachtzeiten, zum Beispiel auch früh morgens, wesentlich niedriger sein, mit den entsprechenden Folgen für die Fahrsicherheit. Es gilt auch die Regel O bis O. Von Oktober bis Ostern sollten Sie mit Winterreifen unterwegs sein."

Wer geschickt ist, muss nicht gleich in die Werkstatt fahren. Ein guter Wagenheber und das passende Werkzeug reichen aus, um selbst die Reifen zu wechseln. Zunächst kann man die Radschrauben um etwa eine Viertelumdrehung lösen, solange der Reifen noch Kontakt zum Boden hat. Dabei kann man mehr Kraft aufwenden. Anschließend pumpt man mit dem Wagenheber das jeweilige Rad nach oben, sodass es komplett in der Luft hängt. Jetzt kann man alle Radschrauben komplett lösen und das Rad abnehmen.

Wer bei niedrigen Temperaturen mit Sommerreifen unterwegs ist, läuft nicht nur Gefahr aus der Kurve zu rutschen, sondern verliert auch beim Bremsen wertvolle Meter. Und das nicht nur bei Nässe, Schnee und Eis.