Facebook Pixel

Messeberichte

ZF Friedrichshafen auf der Tokyo Motor Show 2015

Montag, 2. Nov. 2015

Die Mobilität der Zukunft ist das zentrale Thema für ZF Friedrichshafen auf der Tokyo Motor Show. Mit dem Advanced Urban Vehicle präsentiert der Zulieferer ein rein elektrisches Auto.

Die Mobilität der Zukunft ist das zentrale Thema für ZF Friedrichshafen auf der Tokyo Motor Show. Mit rund 13 Millionen Einwohnern ist die japanische Großstadt eine Megacity in der lokal emissionsfreie Mobiltität besonders wichtig ist. Das rein elektrische Stadtmobil Advanced Urban Vehicle ist der Lösungsansatz von ZF.

Das Konzeptfahrzeug demonstriert die Kompetenz des Konzerns bei Elektromobilität, Vernetzung und automatisiertem Fahren.

„Der japanische Automarkt ist sehr speziell, er ist über Elektromobilität betrieben, über Effizienz getrieben. Hier fahren Fahrzeugklassen, kleine Fahrzeuge die wir so in USA, oder Europa nicht haben, und das bedeutet für uns immer wieder Impulse die wir mitnehmen, von dem japanischen Markt nach hause.“

Der radnahe Elektromotor des Technologieträgers treibt die Hinterachse an. Das spart vorne Platz. Deshalb lassen sich die Vorderräder bis zu 75 Grad einschlagen.

„Dieses Fahrzeug kann in einem Fußballtor wenden. Das wäre mit einem Verbrennungsmotorischem Motor nicht möglich, weil er einfach zu viel Platz einnimmt. Und somit kombinieren wir die Elektromobilität mit zusätzlichen Funktionen, um den Fahrer eines Elektrofahrzeugs mehr Wert, mehr Funktionalität zu geben.“

So klappt ein U-Turn auf einer zweispurigen Straße. Doch das Vehikel kann noch mehr. Automatisch Einparken zum Beispiel. Das lässt sich auch über eine Smartwatch steuern. Oder automatisiert fahren. Durch berührungsempfindliche Sensoren erkennt das Fahrzeug, ob der Fahrer nicht selbst steuern möchte oder beide Hände am Lenkrad hat und die Kontrolle behalten will. Ohne Kontakt mit dem Steuer übernimmt die Fahrassistenz. Ein eingebautes Display zeigt an, welche Funktionen gerade verfügbar sind.

Das fortschrittliche Stadtmobil kommuniziert mit anderen Fahrzeugen. Aus den Daten errechnet es das optimale Verhalten in der aktuellen Verkehrssituation und sorgt so für mehr Sicherheit.

„Es weiß von einem herausfahrendem Fahrzeug, was ebenfalls Daten hochgeladen hat das es vielleicht glatt wird, oder dort Wasser steht, und kann sich dann schon auf diese Situation vorbereiten, und den Fahrer besser schützen.“

Die Systeme können schon heute automatisiert fahren. Nun müssen die Gesetzgeber in den jeweiligen Ländern klären, wie viel Automatisierung zulässig ist.