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Sonstige

Hunde im Auto richtig transportieren

Mittwoch, 21. Okt. 2015

Viele Hundebesitzer fahren mit ihrem Vierbeiner nicht nur zum Spaziergang in den Wald, sondern sogar in den Urlaub. Autoreporter Reinhold Deisenhofer gibt Tipps, um für Mensch und Tier eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Der beste Freund des Menschen führt im Auto oft ein richtiges Hundeleben.

„Aber rund die Hälfte aller Hundebesitzer fahren mit ihrem Liebling auch in den Urlaub und an Alltagstouren müssen sich die meisten Hunde sowieso gewöhnen. Wenn ihr Hund vor einer größeren Tour, schon auf kürzeren Strecken Stresssymptome zeigt, wie Unruhe, starkes Hecheln oder Erbrechen, dann kann es sein, dass er reisekrank ist. Reisekrankheit gibt es bei Hunden genauso häufig wie bei Menschen, aber zum Glück hilft da der Besuch beim Tierarzt.“

Dr. Bettina Reuter, Fachtierärztin:

„Reiseübelkeit beim Hund lässt sich mit Hilfe eines Tabletten-Präparates behandeln, welches beim Tierarzt erhältlich ist. Das kann kurz vor Reiseantritt eben verabreicht werden. Reicht dann für Hin- und Rückfahrt in der Regel die Dosis die in der Packung enthalten ist aus. Und wenn längere Fahrten bzw. mehrere Fahrten im Rahmen der Urlaubsreise anstehen, dann muss man halt jede größere Tour erneut behandeln. Und dann sollte dem Hund auch die Urlaubsreise Spaß machen.“

Hunde sind wetterfühlig. Deshalb möglichst nicht in der prallen Mittagssonne fahren. Und dann niemals den Hund allein im Auto zurücklassen. Am besten ist es wenn der Hund bereits als Welpe an das Autofahren gewöhnt wird. Ist der Hund älter und der Wagen neu: Vorsicht mit kurzen Fahrten beginnen.

„Bei einer Kollision mit 50 km/h würde ein Tier im Fahrzeug mit einem vielfachen des Körpergewichts durch den Innenraum fliegen. Kleines Beispiel: Ein 20 Kilogramm schwerer Hund würde mit einer Last von mehr als einer halben Tonne aufprallen. Für alle Hundehalter stellt sich also nicht die Frage ob, sondern wie sie ihr Tier im Fahrzeug sichern wollen.“

Für große Hunde sind Transportboxen geeignet. Die Boxentür sollte verschließbar sein und wichtig: Auf dem Boden eine rutschfeste Matte. Allerdings ist die Anschaffung relativ teuer und bedeutet einen dauerhaften Platzverlust im Kofferraum.

Am preiswertesten sind Hundegurte. Die gibt es für jede Hundegröße in der passenden Länge. Sie lassen sich am Sicherheitsgurt befestigen. Die speziellen Hundegurte dürfen aber keinesfalls am Halsband, sondern müssen an einem Brustgeschirr befestigt werden.

„Dann gibt es noch Trenngitter. Sie sind meist auf das jeweilige Automodell angepasst, nutzen die bereits vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten und lassen sich so optimal fixieren. Das macht den Selbsteinbau einfach und spart das Geld für die Werkstatt. Für besonders aufgeweckte oder große Hunde ist eine Hundebox nicht die optimale Lösung, da bietet sich eben das Trenngitter an, denn das gibt dem Hund genügend Freiraum auch eine längere Reise entspannt zu überstehen.“