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Fahrberichte

Citroen Berlingo Electric

Montag, 29. Sep. 2014

Einer der Lieblinge von Handwerkern und dem kleinen Verteilerverkehr in Europa schlägt auch mal ganz leise Töne an. Denn mit der vollelektrischen Variante des Berlingo hofft Citroën seine Verkaufszahlen im Nutzfahrzeug-Segment weiter zu steigern. Bei unserem Tester weckt der Berlingo Electric Erinnerungen an Kindheit und Jugend.

Mathis Kurrat, Autotester

„Mit einem Elektroauto fahren ist ja immer so ein bisschen wie Autoscooter fahren. Man drückt auf das Gaspedal, was ja kein Gaspedal ist, aber man tritt halt drauf und dann beschleunigt das Auto sehr flink. Wenn man den Fuß wieder runter nimmt, dann verzögert es auch genau so schnell wieder. Der einzige Unterschied zum Autoscooter bei diesem Citroën ist vielleicht das etwas weiche Fahrwerk.“

Im Gegensatz zum Autoscooter kann der Berlingo nach dem Ladeprozess überall hinfahren, vorausgesetzt das Ziel liegt in einem Umkreis von gut 170 km. Nach einem Auspuff sucht man hier natürlich vergebens. Was man jedoch reichlich findet, ist Platz. Je nach Aufbau kann der Berlingo Electric nahezu 700 kg befördern.

Der Berlingo Electric ist speziell auf die Bedürfnisse von Gewerbekunden ausgerichtet. Eine Leistung von 49 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h reichen vollkommen, um in und rund um Städten seine Kunden anzusteuern. Citroën geht davon aus, dass die Kunden sogar eine kleinere Reichweite als die gebotenen 170 km benötigen.

Der Berlingo Electric eignet hervorragend für Stop and Go und Haus zu Haus Verkehr. Das Konzept macht Sinn: Lautlos, emissionsfrei und bequem Lieferdienste in der Stadt verrichten. Nach Feierabend wird an der Steckdose über Nacht getankt. 8,5 Stunden dauert ein kompletter Ladevorgang. Eine Schnellladung auf 80% Akkustand ist in 30 Minuten möglich. 25.883 Euro kostet der stille Franzose mit langer Ladefläche. Mit Akku 6.307 € Extra.

„Mein Fazit: Also wenn die Preise für Batterien sinken in den nächsten Jahren, dann werden Fahrzeuge wie der Berlingo Electric wesentlich interessanter für den kleinen Handwerker in der Stadt und auch den kleinen Lieferverkehr.“