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Fahrberichte

Volkswagen e-Golf

Dienstag, 20. Mai. 2014

Klaus Niedzwiedz, Autotester:

„So ein VW-Golf war eines meiner ersten Autos und es gibt ihn ja als Diesel und Benziner. Ganz neu ist jetzt ein Elektromotor und Sie werden Fragen ob das was ist? Genau die Frage werde ich jetzt klären.“

Er ist der Dauerbrenner von VW - der Golf. Nun ist er erstmals auch rein elektrisch unterwegs und somit in allen möglichen Antriebsarten verfügbar. Wo andere Hersteller E-Autos extra als eigenständige Modelle entwickeln und auch in einer extra Fabrik herstellen, geht man in Wolfsburg den konventionellen Weg. Der E-Golf sieht aus wie ein normaler Golf, er fährt sich so und wird in Wolfsburg gleich neben seinen Brüdern produziert.

„Also nach dem Einsteigen bemerkt man eigentlich keinen großen Unterschied zu einem normalen Golf. Einzig hier die Anzeige für die Rekuperation fällt auf, ansonsten ist alles normal.“

Spätestens an der Tankstelle wird jedoch klar, dass dies kein gewöhnlicher Golf ist. Wobei Tankstelle jede beliebige Steckdose sein kann, die den Wolfsburger in 13 Stunden wieder voll auflädt. Für 190 Kilometer soll ein voller Akku ausreichen, vorausgesetzt man fährt auch batterieschonend.

„Sie gehen in die Fahrstufe D, wie mit jedem anderen Automatik- Fahrzeug auch und fahren ganz normal. Die optimale Einstellung ist das Fahrzeug rollt frei segelt sozusagen. Dann gibt es eine Stufe ich geh ganz leich nach rechts: Die Fahrstufe D0, D1 und D2, in denen ich Rekuperation erhöhen kann. Das heißt während ich fahre verzögert dann das Fahrzeug statt stark zu bremsen. Ich kann Energie zurück gewinnen und in die Batterie zurückführen. Wenn ich in die Fahrstufe B gehe ist die stärkste Rekuperationsstufe erreicht, dann kann ich bis zu 30 Prozent der Bremsenergie in die Batterie zurückführen.“

In Berlin fragen wir, wie der E-Golf bei den Leuten ankommt.

„Ja bezogen auf den Umweltschutz finde ich schon nicht schlecht. Aber also mir sind 180 Kilometer zu kurz, also ich fahre dann eher wenn ich fahre lange Strecken.“

Andere finden die Idee wiederum gut.

„Finde ich super, der Fortschritt allein ist schon, finde ich gut. Dass die Entwicklung vor allem weiter geht, der Fortschritt als allgemeines. Ich denke mal sollte auch die Zukunft sein. Also ich würde mir sofort auch so einen kaufen, das ich richtig toll. Das Auto sieht ja auch schick aus, man sieht ja gar nicht, dass es was anderes ist. Das „e“ da vorne sagt es ja nur ganz einfach: das ist Elektro ne. Aber ich finde es total Klasse.“

Wie lautet das Fazit unseres Testers?

„Zum Schluss mein Fazit. Ich bin schon sehr überrascht wie gut dieser e-Golf funktioniert. Aber eines muss man lernen: Nämlich mit einem elektrisch angetriebenen Auto zu fahren. Das heißt man muss so ein bisschen lernen die Rekuperation einzustellen. Also die Energierückgewinnung beim Bremsen und auch beim Gas wegnehmen. Und man sollte immer den Batteriestand im Auge behalten, denn wen der ganz unten angekommen ist, nützt Nachtanken gar nichts.“

Ab 34.900€ wird der E-Golf in Deutschland zu haben sein.