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Fahrberichte

VW Golf R

Dienstag, 8. Apr. 2014

Ich bin heute hier in der Kältekammer Europas. Genauer gesagt in Schweden, in Arvidsjaur, bei minus 25 Grad. Ich bin natürlich heute hier um ein Auto zu testen, genauer gesagt den Golf R mit 221 kW Leistung. Den angegebenen Verbrauch von 7,1 L, werde ich heute bei Weitem übertreffen, denn ich bin hier auf einem Eissee und werde mal richtig Gas geben, damit mir schnell wieder warm wird. … und los geht’s!

Moment, nicht so schnell, bevor unser Tester auf den Eissee los gelassen wird muss auch er erst mal an einem speziellen Fahrsicherheitstraining teil nehmen.

Die Volkswagen Driving Experience unterhält hier das nördlichste Fahrsicherheitszentrum der Welt.

Benjamin Leuchter - Autoinstruktor

„Mit der Übung hier im Kreis wollen erreichen, dass die Teilnehmern ein Gefühl dafür bekommen ein Auto in der Querbewegung zu bewegen. Das heißt, wir wollen versuchen, das die Teilnehmer sicherer im Umgang mit dem Querfahren werden. Denn das macht man ja nicht alltäglich im Straßenverkehr.“

Bei der ersten Übung des Tages machen sich die Teilnehmer nicht nur mit dem Querfahren vertraut, sondern auch mit dem Auto. Und hier ist kein geringerer am Start als der stärkste Golf den Wolfsburg zu bieten hat. Zeit für uns ihn sich mal näher anzuschauen. Wer dem Golf R einmal auf Schnee und Eis in Aktion gesehen hat, will ihn gar nicht mehr auf einer trockenen Straße fahren, sondern lieber noch eine Pirouette im Schnee ziehen. Er ist der sportlichste Serien-Golf und das sieht man ihm auch jederzeit an. Stolz trägt er das R im Kühlergrill. Dieses findet sich unteranderem auch am Heck, damit der rückwärtige Verkehr auch weiß, wer gerade vorbei gedriftet ist.

Zurück auf den Eissee. Nach einem ungewollten Ausflug in den Schnee, muss eben dieser, erst mal wieder aus den Lufteinlässen in der Frontschürze heraus, sonst droht dem zweiliter-Turbo Vierzylinder trotz bitterer Kälte, Überhitzung.

Die 380 Nm Drehmoment wollen gebändigt werden. Sie werden über einen serienmäßigen Allradantrieb auf den Untergrund gebracht.

Für den Sprint von Null auf 100 braucht er 5,1 Sekunden. Günstig ist er nicht gerade…

Sascha Knapp - Autotester

„Du kannst mir beibringen, wie ich so ansatzweise Fahren kann, wie Du es machst.“

Benjamin Leuchter - Autoinstruktor

„Genau, ja wir versuchen das natürlich innerhalb von vier Tagen zu vermitteln. Das ist dann natürlich abhängig von der Fahrerfahrung die der jeweilige Teilnehmer vorher oder nach so einem Training hat.“

Das heißt für Benjamin Fahrerwechsel und Sascha darf ans Steuer.

Benjamin Leuchter - Autoinstruktor

300PS das schiebt natürlich an auf vier Rädern. Insgesamt muss ich sagen, dass Auto ist sehr sehr gelungen. Mir persönlich gefällt natürlich die neue Haldex-Kuplung, die neuste Generation. Das spricht alles jetzt noch viel viel schneller an, als beim sechser Golf (R). Das Auto lässt sich so super fahren, auch von Ottonormalverbraucher. Es ist sicher, einfach zu fahren und gut zu beherrschen im Grenzbereich. Das macht süchtig. Also Golf R und Eis, das ist ein Suchtfaktor und davon kommt man dann auch nicht von los.“

Wer jetzt aber selber Driften möchte muss ca 2.900 Euro berappen.