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Mazda3 MPS

Mazda3 MPS
In Europa tritt der Mazda3 MPS in einem kleinen, aber feinen Segment an. In dieser wachsenden und dynamischen Klasse herrscht reichlich Konkurrenz. Volkswagen ist mit dem Golf GTI, Ford mit dem Focus ST, Opel mit dem Astra OPC und Renault mit dem Mégane RS vertreten. 2005 setzten die fünf größten Anbieter kompakter Hochleistungslimousinen europaweit gut 33.000 Autos ab.

Der Mazda3 MPS tritt mit seiner außergewöhnlichen Fahrdynamik und seiner ausgefeilten Antriebstechnik in Kombination mit der MPS-typischen Sportlichkeit als Alternative im Segment der kompakten Sportler an – „ZoomZoom“ in ultimativ kompakter Form. Seine Besitzer werden überwiegend männlich und nicht viel älter als 35 Jahre sein. Sie wollen ein Hochleistungsfahrzeug mit praktischen Qualitäten ihr Eigen nennen, dessen Potenzial durchaus auch auf den ersten Blick zu erkennen ist und welches darüber hinaus ihren individuellen Lebensstil zum Ausdruck bringt.

Design

Der aerodynamisch optimierte vordere Stoßfänger und der vergrößerte untere Kühllufteinlass mit Wabenmuster führen Frischluft zum Motorkühler. Der waagerecht über dem Triebwerk liegende Ladeluftkühler des Turboladers bezieht sein Lebenselixier dagegen durch den für Mazda charakteristischen Fünfpunkt-Grill. Die von dort in Richtung der A-Säulen führenden Sicken in der Motorhaube betonen die Länge des Vorderbaus. Scheinbar „frei schwebende“ und rechteckig geformte Nebelscheinwerfer unterstreichen die Individualität des Modells weiter.
Verkleidete Seitenschweller lassen den Mazda3 MPS kraftvoll und tief geduckt auf der Straße stehen. Unter den um 20 Millimeter verbreiterten vorderen und den unveränderten hinteren Kotflügeln finden 18-Zoll-große Leichtmetallfelgen im 10-Speichen-Design Platz. Auf sie sind Reifen der Größe 215/45 R18 aufgezogen.

Auch das Heck dokumentiert das zusätzliche Pfund unter der Haube: Mit einem speziell geformten, partiell mattschwarz gehaltenen Stoßfänger, einem Endrohr mit 102 Millimetern Durchmesser und einem großen Dachspoiler mit integrierter LED-Bremslichtleiste.
Mazda bietet den Mazda3 MPS in vier verschiedenen Farben an: Neben Granitschwarz-Metallic, Satinsilber-Metallic und Kardinalrot steht ein speziell für den sportlichen Topathleten entworfenes Amulettgrau-Metallic zur Wahl.

Innenraum

Das Cockpit des Mazda3 MPS ist eine harmonische Synthese aus funktionaler Sportlichkeit und gediegenem Komfort. Im schwarz gehaltenen Interieur schaffen rote Kontrastnähte an den Lederbahnen der Sitze mit der optional erhältlichen Stoff-Leder-Kombination, am Lenkradkranz und am Getriebe-Schaltknauf jene für Mazda MPS-Modelle typische Atmosphäre. Ein titanfarbener Dekorstreifen mit gebürsteter Oberflächenanmutung gliedert den Instrumententräger horizontal.
Zu den weiteren sportlichen Zutaten zählen neben dem Leder-Schaltknauf rutschfeste Aluminium-Pedale mit Gumminoppen, Einstiegsleisten aus Edelstahl sowie schalenartig ausgeformte Sportsitze mit eingeprägtem MPS-Schriftzug auf den Sitzlehnen. Der in zentraler Position angebrachte Tachometer reicht bis 280 km/h, ebenso wie beim Drehzahlmesser leuchtet seine Skala erst nach Einschalten der Zündung auf.
Als Spitzenmodell der Mazda3-Baureihe ist der Mazda3 MPS natürlich mit einer Reihe von Extras ausgestattet, die den täglichen Gebrauch komfortabel und doch praktisch gestalten. Dazu zählen serienmäßige Features wie die Lenkradbedienung für das Audio-System, ISOFIX-Kindersitzhalterungen, elektrisch beheizbare Außenspiegel, Wegfahrsperre und die Geschwindigkeits-Regelanlage „Cruisematik“. Gegen Aufpreis stehen Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und automatischer Leuchtweitenregulierung zur Verfügung. Ebenfalls optional erhältlich ist das schlüssellose Zugangs- und Startsystem LogIn sowie - als Sahnehäubchen - das BOSE®-Sound-System und ein DVD-Navigationssystem mit TMC-Funktion.

Motor und Kraftübertragung

Benzin-Direkteinspritzung und Turboaufladung sind die primären Kraftspender des 2,3-Liter-Vierzylinders der MZR-Baureihe. Mazda setzt ihn bislang auch schon im Mazda6 MPS und im neuen sportlichen SUV Mazda CX-7 ein. Die Nennleistung von 191 kW/260 PS wird im Mazda3 MPS bei 5.500/min erreicht, das maximale Drehmoment von 380 Nm ist bei vergleichsweise niedrigen 3.000/min fällig. Ein elektronisches Gaspedal (E-Gas) und ein elektronisch gesteuertes Ladedruck-Regelsystem stellen eine Beschleunigung fast ohne „Turboloch“ und lebhafte Reaktionen auf Gaspedalbefehle sicher. Als Folge beschleunigt der Mazda3 MPS in nur 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist er einer der schnellsten Serienwagen der Welt mit Frontantrieb.

Üppiges Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen

Der 2,3-Liter-MZR-DISI-Motor (für Direct Injection Spark Ignition) spritzt das Benzin unter dem hohem Druck von 115 bar direkt in die Verbrennungsräume. Während seiner Verdampfung sorgt es für einen willkommenen Kühleffekt, der sich positiv auf den Füllungsgrad der Brennräume auswirkt. Folge: Bei einer Drehzahl von 3.000/min erzeugt der Direkteinspritzer im Vergleich zu einer Saugrohr-Einspritzung zehn Prozent mehr Drehmoment (interne Testergebnisse). Parallel dazu steigt die Umdrehungsgeschwindigkeit der Turboladerschaufeln linear an – schon ab 2.500 Umdrehungen stellt der Lader spürbaren Schub bereit. Als Folge dieser ausgesprochen bulligen Auslegung beschleunigt der Mazda3 MPS in nur 4,2 Sekunden von 50 auf 100 km/h (3. Gang) beziehungsweise in lediglich 5,0 Sekunden von 80 auf 120 km/h (5. Gang). Darüber hinaus profitiert die Kraftentwicklung von einer variablen Steuerzeiten-Regelung (S-VT) der Einlassventile, die in nahezu allen Betriebszuständen für eine optimale Füllung der Brennräume sorgt.

Die Direkteinspritzung ermöglicht die Bildung eines homogenen Kraftstoff/Luft-Gemisches rund um die Zündkerze, so dass Fehlzündungen wirksam unterbunden werden. Der Zündzeitpunkt kann früher erfolgen, was hilft, die Abgastemperaturen anzuheben. Den gleichen Effekt bewirkt der leichtgewichtige, einflutige Lader: Er mindert die Wärmeverluste im Abgastrakt. Als Konsequenz heizt sich der Katalysator besonders schnell auf – eine unverzichtbare Voraussetzung für die Erfüllung der Euro 4-Abgasnorm.
Weil der motorinterne Kühleffekt das berüchtigte „Klopfen“ unterdrückt, konnte Mazda den DISI-Motor mit 9,5:1 für einen Turbomotor relativ hoch verdichten. Die hohe Kompression trägt mit zum günstigen Durchschnittsverbrauch von 9,7 Liter/100 Kilometer und zu einem linearen Ansprechverhalten fast ohne „Turboloch“ bei.

Materialien der höheren Leistung angepasst
Mazda hat die Form und Materialien der für den DISI-Motor genutzten Komponenten den erhöhten Lasten und der höheren Wärmeentwicklung angepasst. Motorblock und Zylinderkopf entstanden in einem firmeneigenen Präzisions-Gussverfahren; Querbohrungen zwischen den Zylinderlaufbuchsen und den Ventilbrücken im Zylinderkopf verbessern den Thermik-Haushalt. Alle beweglichen Teile sind auf höhere Steifigkeit und Dauerhaltbarkeit ausgelegt. So bestehen zum Beispiel die Kurbelwelle und die Pleuel aus hochfestem Stahl, die Verbindungsbolzen wuchsen im Durchmesser. Zudem optimierten die Motorenexperten die Form der Pleuel und bauten schwimmend gelagerte Kolbenbolzen ein. Auch das Kühlsystem erfuhr Modifikationen: Die Form der Lüfterflügel und die Anströmung des Kühlers wurden optimiert, zusätzlich die Leistung des elektrischen Gebläsemotors erhöht.
Zur Steigerung des Fahrvergnügens nahm Mazda auch einen Sound-Check vor. Das kehlige Timbre beim Beschleunigen aus dem Stand ist Musik in den Ohren der Fans. Erst oberhalb von 4.000 Umdrehungen pro Minute wechselt das Konzert dann in mittelhohe, die Sportlichkeit unterstreichende Frequenzbereiche.

Ausgefeilte Drehmoment-Regelung

Eine Vielzahl an Maßnahmen machen das frontgetriebene Kraftpaket gut beherrschbar und verbessern die Fahreigenschaften. Eine intelligente Füllungs- und Ladedruckregelung verhindert unerwünschte Drehmomentspitzen und sichert eine harmonische und lineare Kraftabgabe. Darüber hinaus wird die Drehmomentcharakteristik im ersten und zweiten Gang so optimiert, dass ein kontrolliertes und kraftvolles Beschleunigen jederzeit möglich ist. Die Drehmoment-Regelung berücksichtigt außerdem den Lenkwinkel und verbessert so ebenfalls das Fahrverhalten. Ergänzt werden diese traktionsfördernden Maßnahmen durch ein neu entwickeltes Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf, das den Vortrieb bei schneller Kurvenfahrt durch eine bedarfsgerechte Kraftverteilung zwischen den Vorderrädern verbessert.
Antriebseinflüsse in der Lenkung machen sich in der Regel beim starken Beschleunigen oder bei Kurvenfahrt mit entsprechend großen Lenkwinkeln bemerkbar. Um dieses so genannte „torque steering“ entweder ganz zu eliminieren oder zumindest stark zu mindern, hat Mazda in einem ersten Schritt die beiden ungleich langen Antriebswellen in punkto Steifigkeit exakt gleich ausgelegt. Zusätzlich wird „torque steering“ bei Volllast-Fahrten im ersten und zweiten Gang auf zwei Wegen elektronisch kontrolliert: Über eine Änderung der Drosselklappenstellung und über die Ladedruckregelung des Turboladers wird das Drehmoment dosiert statt schlagartig und auch nur bis zu einem bestimmten Wert erhöht. Das gleiche geschieht auf kurviger Strecke: Ein Lenkwinkelsensor erkennt das Streckenprofil und regelt in den ersten beiden Gängen per Drosselklappeneingriff den Füllungsgrad.
Um das Durchdrehen der Antriebsräder beim starken Beschleunigen im ersten Gang zu verringern, wird ebenfalls über die Drosselklappe und das „Waste-Gate“-Ventil des Turboladers eine extreme Leistungsentfaltung unterdrückt. Das Stabilitätssystem DSC erfasst darüber hinaus die unterschiedlichen Umdrehungsgeschwindigkeiten der Vorder und Hinterräder und greift seinerseits ins Motormanagement ein.

Kurz und knackig – das manuelle Sechsganggetriebe
Ein Sechsgang-Handschaltgetriebe macht das Fahrerlebnis im Mazda3 MPS noch intensiver. Die Dreiwellen-Konstruktion kommt mit der gleichen Einbaulänge wie das konventionelle Mazda-Fünfganggetriebe aus und erlaubt die volle Ausnutzung der erhöhten Motorleistung. Eine Dreifachkonus-Synchronisierung für die ersten drei Gänge sowie eine Doppelkonus-Konstruktion für den vierten Gang gewährleisten kratzfreies Schalten. Gewechselt werden die Gänge auf kurzen, klar definierten Wegen und mit geringem Kraftaufwand.

Karosserie, Fahrwerk und Sicherheit

Der Mazda3 MPS basiert auf dem fünftürigen Mazda3 mit Heckklappe. Gezielte Verstärkungen im Bereich der Bodengruppe und der Karosserie tragen den deutlich gestiegenen Belastungen Rechnung. Dazu zählen eine solidere Verbindung zwischen der vorderen Schottwand und dem oberen Aufnahmepunkt der Federbeine – das dazu verwendete Bauteil bewirkt den gleichen Effekt wie eine Domstrebe. Ferner erhöht ein neuer Träger im Bereich des Mitteltunnels die Torsionssteifigkeit der gesamten Karosserie. Im Bereich der Hinterradaufhängung verringert ein am unteren Ende der Stoßdämpferaufnahmen angebrachtes Knotenblech die Neigung der Stoßdämpfer, sich nach innen zu bewegen – so bleibt die korrekte Aufhängungsgeometrie unter allen Bedingungen gewahrt.

Spezifische Fahrwerks-Abstimmung für exzellentes Handling


Analog zur steiferen Karosserie stimmte Mazda das Fahrwerk des 3 MPS sportlicher ab, ohne dabei den Abrollkomfort allzu stark zu schmälern. Sowohl die vordere Mc-Pherson-Konstruktion als auch die hintere Multi-Link-Achse arbeiten mit strafferen Federraten, größeren Querstabilisatoren und leistungsstärkeren Stoßdämpfern. Insgesamt nahm so die Rollneigung des Aufbaus um 60 Prozent ab.
Aerodynamischer Feinschliff

Zu den außergewöhnlichen Fahrleistungen gesellt sich im Mazda3 MPS eine ausgefeilte Aerodynamik. Um eine Spitze von 250 km/h zügig zu erreichen, senkten die Entwickler vor allem den Luftwiderstand. Zugleich sollte der Kompakt-Sportler zuverlässig geradeaus laufen sowie bei hohen Geschwindigkeiten möglichst gelassen auf plötzliche Fahrbahnwechsel und Überholmanöver reagieren. Mit Hilfe eines sorgfältig verkleideten Unterbodens und eines weiter nach unten gezogenen Frontspoilers gelang es, den cw-Wert auf 0,31 zu senken. Im Windkanal entwickelte Deflektoren (Leitbleche) reduzieren störende Verwirbelungen vor den Vorder- und Hinterrädern. So erhöhen sie die Richtungsstabilität bei höheren Geschwindigkeiten.

Bremsanlage sorgt für souveräne Verzögerung
Den gestiegenen Fahrleistungen entsprechend wurde auch das Verzögerungspotenzial angehoben: So ist der Mazda3 MPS mit vier groß dimensionierten Scheibenbremsen bestückt. Die vorderen haben einen Durchmesser von 320 Millimeter und sind innenbelüftet; die hinteren sind 280 Millimeter groß. Ein Tandem-Bremskraftverstärker (8- und 9-Zoll), ein großer Hauptbremszylinder sowie das Vierkanal-ABS samt EBD und Bremsassistent tragen ebenfalls zum effektiven Geschwindigkeitsabbau bei.
Ein Dynamisches Stabilitätssystem (DSC) ist serienmäßig an Bord. Bei Nacht und schlechtem Wetter sorgen eine automatische Licht-Funktion und ein Regensensor für freien Durchblick. Xenon-Hauptscheinwerfer mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und automatischer Leuchtweitenregulierung stehen als Option zur Wahl und sorgen für noch bessere Sicht und damit Sicherheit auch bei schlechten Bedingungen.

Gurtwarner schlagen bei nicht angelegten Sicherheitsgurten Alarm

Darüber hinaus schützt der Mazda3 MPS seine Insassen mit Hilfe einer besonders festen Karosseriestruktur. Front- und Seiten-Airbags vorne sowie seitliche Kopf-Schulter-Airbags vorne und hinten sind Kernelemente des passiven Sicherheitspakets. Das aus der Verankerung ausklinkende Bremspedal und eine geänderte Lenksäulen-konstruktion senken das Risiko für Verletzungen an den unteren Extremitäten. Ein akustischer beziehungsweise optischer Gurtwarner macht darauf aufmerksam, wenn auf den Vordersitzen oder im Fond jemand nicht angeschnallt ist.

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