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Mitsubishi

Mitsubishi CZ3 und CZT

Mitsubishi  CZ3 und CZT

Ein besondere Herausforderung für Mitsubishi liegt darin, dass der Colt in Europa mit 85 Prozent den
deutlich größten Käuferanteil von Fremdmarken erobern muss. Doch gleichzeitig liegt darin auch die
Chance, sich in einem besonders volumenträchtigen Segment dauerhaft zu etablieren.
Im B-Segment, mit einem Jahresvolumen von rund 4,3 Millionen Fahrzeugen der zweitgrößte Pkw-
Marktbereich in Europa, wird der neue Colt mit einem geplanten Jahresabsatz von etwa 90.000
Einheiten* für Mitsubishi die Rolle des Volumenmodells übernehmen. Allerdings zeichnet sich der Colt
im Vergleich zu anderen Volumenmodellen dadurch aus, dass er sich als Alternative zum
Massengeschmack positioniert.

Ein eigener Weg


In einem Marktsegment, das seit langem von etablierten Größen, dichten Vertriebsnetzen und
massivem Marketingeinsatz dominiert wird, schien es – gerade für einen Newcomer wie Mitsubishi –
wenig sinnvoll, mit einem weiteren konventionellen Konzept in den Wettbewerb einzutreten.
Einerseits will MMC die Gelegenheit nutzen, mit dem Colt einem solch großen potenziellen
Kundenkreis auch ein entsprechendes Angebot machen zu können, andererseits steht das Produkt
aber auch für das eindeutige Bekenntnis des Unternehmens zum europäischen Markt.
Darüber hinaus zeigen die Neupositionierung der Marke und die Rückbesinnung auf ihre Wurzeln
(Technikkompetenz, Qualität, Sportlichkeit, japanische Unternehmenskultur) mit dem Schwerpunkt
Design Möglichkeiten auf, eigene Wege zu gehen.
Hinzu kam, dass Mitsubishi für den japanischen Markt einen modernen Nachfolger des
Vorgängermodells Mirage (5. Colt-Generation in Europa) benötigte, bei dem hinsichtlich Design und
Fahrdynamik das Erbe vorangegangener Modellgenerationen wieder stärker in den Vordergrund rückt.


Eine Modellreihe – zwei Charaktere


Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat sich das europäische B-Segment wie andere Marktbereiche
zunehmend in Unterkategorien aufgeteilt, um den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden in
optimaler Weise gerecht zu werden.
Vor diesem Hintergrund entschied Mitsubishi, mit drei- und fünftürigen Fließheckvarianten den
Erwartungen europäischer Kunden entgegenzukommen, zugleich aber dieses Konzept neu und auf
unkonventionelle Art zu interpretieren und dabei zwei prägende Charakterzüge herauszustellen:
- Fünftürer: Statt mit einem Fließheckmodell konventioneller Machart (Peugeot 206, Toyota Yaris, VW
Polo, etc.) oder einem Mini-MPV (Fiat Idea, Honda Jazz, Opel Meriva, etc.) segmenttypische
Standards aufzugreifen, beschritt Mitsubishi einen Mittelweg und schuf ein geräumiges
Fließheckkonzept mit Hochdach-Architektur und hoher Funktionalität, das jedoch keine Kompromisse
im Hinblick auf Design, Aerodynamik, Ergonomie und Fahrdynamik erforderte.
- Dreitürer: Statt lediglich eine dreitürige Version der Colt Limousine zu kreieren, wählte man eine
emotionalere Lösung – coupéartige Proportionen, die zwischen der neuen Formensprache und der
sportlichen Tradition der Marke eine Brücke schlagen.


Die Kürzel CZ3 beziehungsweise CZT in den Modellbezeichnungen drücken diese Philosophie aus
und sind zugleich Referenz an die viel beachtete Konzeptstudie CZ2 aus dem Jahr 2001, welche die
neue Designrichtung erstmals in die Öffentlichkeit brachte. „C” stand damals für „Concept”, während
der „Z”-Code seinerzeit das Kompaktfahrzeug-Projekt bezeichnete, das später in „NCC” für „New
Compact Car” umbenannt wurde. Heute steht „3” für die Zahl der Türen und „T” für die 150 PS starke
Turboversion.


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