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Porsche 911 GT3 / GT3 RS

Porsche 911 GT3 / GT3 RS

Höchstleistung durch tiefgreifende Weiterentwicklung

Seine Nennleistung erreicht der GT3-Sechszylinder bei 7.600 Umdrehungen pro Minute, die
Drehzahlgrenze liegt bei 8.400 Umdrehungen. Auch mit diesen Zahlen erreicht der Boxermotor
Spitzenwerte unter den Serien-Sportwagen. Neben diesem Hochdrehzahl-Konzept,
das nur durch die konsequente Reduzierung der bewegten Massen realisiert werden konnte,
erbringt der weiter optimierte Luftdurchsatz einen entscheidenden Beitrag zur Leistungssteigerung.

Eine variable Ansauganlage mit einer 82 Millimeter großen Drosselklappe, optimierte
Zylinderköpfe und eine Abgasanlage mit geringerem Gegendruck machen es möglich:
Verglichen mit dem Vorgängermodell wurde der Luftdurchsatz erhöht und der Ladungswechsel
verbessert.


Optimierte Abgasanlage

Ein großvolumiger Hauptschalldämpfer mit zentralen Endrohren und zwei Vorschalldämpfern,
die per Abgasklappen gesteuert werden, verringern den Abgasgegendruck. Das gesamte
Volumen der neuen Anlage ist gegenüber dem Vorgängermodell um zwölf Liter gewachsen.
Dabei hält der 911 GT3 nicht nur alle Geräuschgrenzwerte und Abgasgrenzwerte nach Euro 4
und LEV II ein, sondern begeistert zudem mit einem unvergleichlichen Sound.

Speziell abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe

Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe wurde dem erweiterten Drehzahlbereich des neuen
GT3-Motors durch eine kürzere Abstufung angepasst. Das Resultat: Die Beschleunigung von
0 auf 100 km/h beträgt gerade mal 4,3 Sekunden, Tempo 160 km/h erreicht der GT3 aus
dem Stand nach 8,7 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit zeigt die Tachonadel 310 km/h an.

Aktives Fahrwerk erweitert fahrdynamisches Spektrum

Durch die rennsportspezifische Auslegung des aktiven PASM-Fahrwerkes bietet der neue GT3
zwei sportliche Fahrwerke in einem: Die Grundabstimmung entspricht weitgehend der des
Vorgängermodells und eignet sich für Strecken mit unebenen Fahrbahnbelägen. Im Sport-
Modus schaltet das System auf härtere Dämpfung um, die insbesondere für den Rundstreckenbetrieb auf ebenem Untergrund gedacht ist.


Foto: Porsche

Noch bessere Traktion

Das Zusammenwirken von serienmäßigen Sportreifen sowie mechanischem und elektronischem
Sperrdifferenzial gibt dem Fahrer die Möglichkeit, die Motorleistung optimal in Vortrieb
umzusetzen. Die elektronisch geregelte Traction Control, die darüber hinaus auch über
eine Schlupf- und Schleppmomentregelung verfügt, bietet zwei wählbare Kennlinien und kann
auch komplett abgeschaltet werden.

Aerodynamisch ausbalanciert

Der neue GT3 soll auch bei höchsten Geschwindigkeiten sichere Fahreigenschaften aufweisen.
Deshalb sorgen Frontverkleidung sowie Heckflügel für Abtrieb, und die sportliche Karosserieform glänzt durch den niedrigen Luftwiderstands-Beiwert von 0,29.


Motorsportler für die Straße


Der Porsche 911 GT3, von dem ab Herbst 2006 auch eine RS-Version angeboten wird, ist
das hochkarätige Bindeglied zwischen Straßensportwagen und Rundstreckenfahrzeug.
Konsequent auf Fahrdynamik ausgerichtet, bieten Antrieb, Fahrwerk und Aerodynamik eine
sehr individuelle Synthese von Alltagstauglichkeit und reinrassiger Renntechnik.

Herzstück ist der weiterentwickelte Sechszylinder-Boxermotor, der nach einer erneuten Kraftkur
mit einem Superlativ aufwarten kann: Mit seiner spezifischen Leistung von 84,7 Kilowatt
(115,3 PS) pro 1.000 Kubikzentimeter Hubraum liegt er mit an der Spitze aller Saugmotoren,
die für Fahrzeuge mit Straßenzulassung bestimmt sind. Diese Höchstleistung ist das Ergebnis
einer tiefgreifenden Weiterentwicklung, die eine Leistungssteigerung ohne eine Erhöhung
des Hubraums von 3,6 Litern zum Ziel hatte. Der Sechszylinder des neuen 911 GT3 leistet
jetzt 305 kW (415 PS) bei 7.600 Umdrehungen pro Minute, die Maximaldrehzahl liegt bei
8.400 Umdrehungen. Auch mit dieser Zahl behauptet der Sechszylinder einen absoluten
Spitzenwert für straßenzugelassene Serienfahrzeuge.


Neue Sauganlage mit zwei Resonanzklappen

Neben dem Hochdrehzahl-Konzept erbringt die weiter optimierte Luftzufuhr für den Sechszylinder einen wichtigen Beitrag zur Leistungssteigerung. Schon die von 76 auf 82 Millimeter vergrößerte Drosselklappe erhöht den Luftdurchsatz und verbessert den Ladungswechsel. Die neue, variable Sauganlage aus Aluminium verfügt über zwei Verbindungsrohre mit Resonanzklappen zwischen den Luftsammlern der beiden Zylinderbänke. Durch eine ausgeklügelte Schaltstrategie ergibt sich zum einen eine füllige Drehmomentkurve über einen großen Drehzahlbereich und andererseits eine hohe Maximalleistung.


Foto: Porsche

Strömungsgünstige Abgasanlage mit Schaltklappen

Auch die Abgasanlage des neuen 911 GT3 ist besonders strömungsgünstig ausgelegt. Sie
besteht aus Fächerkrümmern, zwei schaltbaren Vorschalldämpfern und einem großvolumigen
Hauptschalldämpfer. Die Abgasklappen geben last- und drehzahlabhängig einen Bypass um
die Vorschalldämpfer frei, so dass der Abgasgegendruck sinkt. Trotz der aufwändigen Technik
konnte das Systemgewicht der Abgasanlage gegenüber dem Vorgängermodell um rund zehn
Kilogramm verringert werden.

Kurz abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe


Das serienmäßige Sechsganggetriebe besticht durch sehr kurze Schaltwege und bildet dank
der verkürzten Übersetzungen der Gänge 2 bis 6 die ideale Ergänzung zum drehfreudigen
Motor. Da durch das weiterentwickelte Hochdrehzahl-Konzept des Motors die Schaltdrehzahlen
ebenfalls gestiegen sind, verbessert sich der Kraftanschluss nach dem Schaltvorgang.
Eine Hochschaltanzeige, die im Drehzahlmesser kurz vor Erreichen der entsprechenden Drehzahlen aufleuchtet, gibt dem Fahrer ein zusätzliches Signal für die optimalen Schaltpunkte.
Wie gut Motor und Getriebe aufeinander abgestimmt sind, verdeutlichen die Messwerte:
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der 911 GT3 in 4,3 Sekunden, Tempo
160 km/h erreicht er aus dem Stand nach 8,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt
bei 310 km/h.


Erstmals mit aktivem Fahrwerk

Mit dem betont sportlich abgestimmten Porsche Active Suspension Management (PASM) verfügt der neue 911 GT3 erstmals über ein aktives Fahrwerk. Die beiden wählbaren Dämpferprogramme bestehen aus einer Grundabstimmung, die in ihren Eigenschaften dem bisherigen passiven Fahrwerk entspricht, und einem Sport-Modus. Bei der sportlichen Einstellung werden die Aufbaubewegungen auf ein Minimum reduziert, was insbesondere auf Rundstrecken mit ebener Fahrbahn eine noch weiter reichende Dynamik ermöglicht. Das Fahrwerk des GT3 kann darüber hinaus für den Renneinsatz ganz individuell eingestellt werden.


Foto: Porsche

Große Räder und große Bremsen

Um die Potenziale von Motor und Fahrwerk auch optimal auf die Straße übertragen zu können,
rollt der 911 GT3 auf speziell entwickelten 19 Zoll-Sportreifen, die auf 8,5 und 12 Zoll
breiten Leichtbaufelgen aufgezogen sind. Der Bremsscheiben-Durchmesser beträgt an Vorderund Hinterachse 350 Millimeter. Vorne werden die Scheiben von Sechskolben- und hinten von Vierkolben-Sätteln in die Zange genommen. Die neu ausgelegte Bremskraftverteilung leitet jetzt zum Bremsbeginn noch mehr Kraft an die Hinterachse und verkürzt somit weiter den Bremsweg. Auf Wunsch ist der GT3 mit der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) lieferbar. Der Bremsscheiben-Durchmesser der PCCB beträgt 380 Millimeter an der Vorderachse und 350 Millimeter an der Hinterachse.

Mehr Traktion mit Sperrdifferenzial und Traction Control

Der neue 911 GT3 verfügt über ein umfassendes Traktionspaket. So bietet das Differenzial
serienmäßig eine asymmetrische Sperrwirkung von 28 Prozent unter Last und 40 Prozent bei
Schub. Zusätzlich sorgt die neue, abschaltbare Traction Control, die vom Carrera GT adaptiert
wurde, für sichere Traktion insbesondere auf nassem Untergrund. Die Traction Control
umfasst die elektronischen Einzelsysteme ABD (Automatisches-Bremsen-Differenzial), ASR
(Antriebs-Schlupf-Regelung) und MSR (Motor-Schleppmoment-Regelung).

Geringerer Luftwiderstand


Eine Meisterleistung gelingt dem neuen 911 GT3 auch beim Thema Aerodynamik: Obwohl
das Fahrzeug an beiden Achsen Abtrieb bei jeder Geschwindigkeit erzeugt, zeichnet sich die
sportliche Karosserieform durch den niedrigen Luftwiderstands-Beiwert von 0,29 aus. Dazu tragen eine Reihe von Detailoptimierungen bei. Hierzu zählen unter anderem die obere Abluftführung des mittleren Kühlers, der verkleidete Unterboden und der neu gestaltete Heckflügel.

Ausstattung mit sportlichen Optionen

Die Innenausstattung des neuen 911 GT3 basiert auf den aktuellen 911 Carrera-Modellen,
besticht aber in der Serienausführung durch die zusätzliche Verwendung von hochwertigem
Alcantara. Die ab Werk vorgesehenen Sportsitze können auf Wunsch gegen Leichtbau-
Schalensitze aus Kohlefaser ausgetauscht werden, die das Systemgewicht auf weniger als
die Hälfte reduzieren. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Optionen zur individuellen
Gestaltung, die von der Lederausstattung bis zum Clubsport-Paket für Motorsport-Einsätze
reichen.


Foto: Porsche

911 GT3 RS: Höchstleistungen für Straße und Rennstrecke

Der neue 911 GT3 RS zeichnet sich durch die Leistungsfähigkeit und das ungefilterte Fahrerlebnis eines Rennsportwagens aus, erfüllt dabei aber gleichzeitig alle Anforderungen für straßenzugelassene Sportwagen.

Ein Merkmal des neuen RS ist die im Vergleich zum 911 GT3 im Heckbereich um 44 Millimeter
verbreiterte Karosserie. Unter dem muskulösen Heck verbirgt sich eine breitere Spur, die nicht nur die Wankstabilität verbessert, sondern auch das Querbeschleunigungspotential des zweisitzigen Coupés erhöht. Trotz der eigenständigen Karosserie ist der 911 GT3 RS 20 Kilogramm leichter als der GT3 und bringt vollgetankt nur 1.375 Kilogramm auf die Waage. Diese Gewichtseinsparung gelang unter anderem durch den Einsatz eines einstellbaren Heckflügels aus Kohlefaser, die Verwendung eines leichten Kunststoff-Heckfensters sowie den Einbau von Leichtbau-Schalensitzen. Das entsprechende Leistungsgewicht beträgt 4,5 kg/kW. Wie der 911 GT3 wird auch der 911 GT3 RS von dem außerordentlich drehfreudigen 3,6- Liter-Motor befeuert, der 305 kW (415 PS) bei 7.600 Umdrehungen pro Minute leistet. Die maximale Drehzahl wird bei 8.400/min erreicht. Dank eines eng gestuften Sechsganggetriebes mit Einmassenschwungrad und des im Vergleich zum GT3 um 20 Kilogramm geringeren Fahrzeuggewichts dreht der Motor noch spontaner hoch und ermöglicht dem 911 GT3 RS den Sprint aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer in 4,2 Sekunden. Das ist ein Zehntel schneller als der GT3. Nach 13,3 Sekunden ist Tempo 200 erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 310 km/h.

Vom Rennsport inspiriert

Mit Blick auf die Zulassungs-Vorschriften für die wichtigen Gran Tourismo-Meisterschaften als
künftige Einsatzgebiete verfügt der 911 GT3 RS in der Straßenversion über technische
Lösungen, die auch in der Rennversion zu finden sein werden. Neben den Kohlefaser-Komponenten der Karosserie sind dies unter anderem die kompletten Radträger sowie geteilte Querlenker an der Hinterachse. Das Interieur entspricht der sportlichen Ambition des Fahrzeugs: Zwei Leichtbau-Schalensitze aus Kohlefaser-Verbundmaterial gehören ebenso zum Serienumfang wie das Clubsportpaket. Es besteht aus einem geschraubten Überrollkäfig und der Vorrüstung des Batteriehauptschalters. Ein Sechspunktgurt für den Fahrer sowie ein Feuerlöscher sind ebenfalls beigelegt.


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