Porsche 911 Carrera / Carrera S
Ebenso deutlich fallen die Verbesserungen beim 911 Carrera S mit 3,8-Liter-Motor aus: Er legte um 30 PS auf 385 PS (283 kW) Leistung zu. Im Gesamtverbrauch nach Neuem Europäischem Fahrzyklus (NEFZ) liegen die neuen S-Modelle bei 10,6 Liter und 10,8 Liter (jeweils Coupé und Cabrio mit Schaltgetriebe). In Kombination mit dem optionalen PDK-Getriebe werden noch geringere Verbräuche erzielt: Beim 911 Carrera Coupé sind es durchschnittlich 9,8 Liter pro 100 Kilometer (Cabriolet: 9,9 Liter), beim Carrera S Coupé 10,2 (Cabriolet: 10,3 Liter).
Homogene Verbrennung für gleichbleibend niedrige Emissionen
Die Benzin-Direkteinspritzung der neuen Carrera-Motoren ist für den so genannten homogenen Betrieb ausgelegt. Dabei wird in allen Betriebspunkten eine möglichst gleichmäßige Gemisch-Füllung des Brennraums angestrebt. Der Homogenbetrieb gewährleistet eine optimale Verbrennung mit gleichbleibend niedrigen Emissionen, ohne spezielle Anforderungen an die Kraftstoffqualitäten. Alle neuen Modelle unterschreiten sowohl die Limits der EU5- Abgasnorm in Europa, als auch die LEV II-Vorschriften in den USA.
Die Integration der direkteinspritzenden Ventile in die Zylinderköpfe ist das Highlight einer tiefgreifenden Weiterentwicklung des kompletten Boxermotors. Darüber hinaus löst ein zwei teiliges Kurbelgehäuse mit integrierten Kurbelwellenlagern den bisher vierteiligen Block mit separatem Lagergehäuse ab. Kurbelwelle und Geometrie der Brennräume, die Öl- und Wasserpumpe sowie der gesamte Saugbereich wurden ebenfalls neu konstruiert. Die voll ständige Neuentwicklung des Motors bringt auch Gewichtsvorteile: Die neuen Triebwerke wiegen rund sechs Kilogramm weniger.
Foto: Porsche
Erstes Doppelkupplungsgetriebe für Porsche-Straßensportwagen
Als erster Hersteller setzt Porsche ein Doppelkupplungsgetriebe (PDK) in einem Serien-Sportwagen ein. PDK wird als Option angeboten und löst das bisherige Automatikgetriebe Tiptronic S ab. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe hat Porsche bereits vor über 20 Jahren Rennsporterfahrung gesammelt und gilt als Pionier dieser Technik. Das neue Doppelkupplungsgetriebe verfügt über sieben Vorwärts-Gänge und bietet dem Fahrer die Dynamik eines Handschaltgetriebes mit dem Komfort einer Automatik. Die Funktionen des Doppelkupplungsgetriebes können entweder über die in den Lenkradspeichen angebrachten Schalttasten amneu entwickelten PDK-Lenkrad oder über den ebenfalls neu gestalteten Wählhebel in derMittelkonsole genutzt werden.
In der Beschleunigung markieren die 911 Carrera mit PDK aufgrund der schnelleren Schaltzeit ohne Zugkraftunterbrechung jetzt neue Bestzeiten. So absolviert das Coupé mit 3,6-Liter-Motor den Sprint in nur 4,7 Sekunden und damit nochmals zwei Zehntel Sekunden schnellerals die bereits außerordentlich schnelle Version mit Schaltgetriebe. Zwei Zehntelsekundentrennen auch die Carrera S Coupés: Hier lauten die Daten 4,7 Sekunden für das Handschaltgetriebe und 4,5 Sekunden mit PDK. Die Dynamik lässt sich mit dem optional erhältlichenSport Chrono Paket Plus noch weiter steigern. Es bietet zum einen die zusätzliche Funktion“Launch Control” für schnellstmögliche Beschleunigung aus dem Stand und zum andereneine Schaltstrategie für extrem sportliches Fahren, die sehr schnelle Gangwechsel ermöglicht. Mit Launch Control lassen sich die Beschleunigungs zeiten der mit PDK ausgerüstetenFahrzeuge nochmals um 0,2 Sekunden verkürzen – auf 4,5 Sekunden mit dem 3,6-Liter-Modell und 4,3 Sekunden mit dem Carrera S mit 3,8 Liter Hubraum.
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Anfahr-Assistent und aktives Sportfahrwerk
Sowohl das PDK als auch das manuelle Getriebe verfügen serienmäßig über einen Anfahr-Assistenten. Das System unterstützt den Fahrer auf abschüssiger Fahrbahn und ermöglichtein ruckfreies Anfahren. Auf Wunsch ist für jedes Carrera-Modell auch ein mechanischesSperrdifferenzial lieferbar. Die 911 Carrera-Modelle verfügen wie bisher serienmäßig überein passives, die S-Versionen über ein Fahrwerk mit aktiven Dämpfern. Das Porsche Active Suspension Management, kurz PASM, ist für die Basismodelle als Option lieferbar. Zur Anpassung an die gesteigerten Fahrleistungen wurden Federn, Dämpfer und Stabilisatoren für alle Modelle neu abgestimmt.
Als eine zusätzliche Variante des Porsche-Fahrwerks mit aktiven Dämpfern richtet sich dasneue PASM-Sportfahrwerk an besonders sportliche Fahrer. Wie das bisherige passive Sportfahrwerk basiert es auf einer straffer abgestimmten Federung mit einer Tieferlegung um 20 Millimeter gegenüber dem Serienfahrwerk. Im Vergleich zum bisherigen Sportfahrwerk bietet die neue aktive Variante nochmals eine Steigerung der Fahrperformance bei gleich zeitig erhöhtem Fahrkomfort. Das neue PASM-Sportfahrwerk mit einer Tieferlegung um 20 Millimeter ist nicht nur wie bisher mit den Schaltgetriebe-Versionen, sondern jetzt auch mit Fahrzeugen mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar.
Bi-Xenonscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht und dynamisches Kurvenlicht
Die neue 911-Generation ist nicht nur an der markanten Bugpartie mit ihren größeren seitlichen Lufteinlässen erkennbar, sondern auch anhand der geänderten Lichttechnik. So verfügen alle neuen Elfer jetzt serienmäßig über Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie ein neues LEDTagfahrlicht, das in die Bugverkleidung – jeweils oberhalb der seitlichen Lufteinlässe – integriert ist. Mit je sechs LED sichert es dem Elfer einen markanten Auftritt. Darüber hinaus bietet Porsche für die neuen 911-Modelle erstmals dynamisches Kurvenlicht als Option an. Insbesondere auf kurvenreicher Fahrbahn trägt das System zu einer hervorragenden Ausleuchtung der Straße bei. LED-Technik wird jetzt auch in den neugestalteten, außen schlanker zulaufenden Heckleuchten eingesetzt. LED bieten eine lange Lebensdauer, reduzieren den Stromverbrauch und erhöhen dank ihrer im Vergleich zu Glühbirnen schnelleren Ansprech zeiten die Sicherheit.
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Cabrio-Verdeck weiter verbessert
Für die neue Generation der 911 Carrera Cabriolets wurde auf die Verbesserung der Langzeitqualität des Stoff-Verdeckes Wert gelegt. Maßgabe war, dass auch nach langem und intensivem Gebrauch des Verdecks nahezu kein Verschleiß sichtbar wird. Dazu fanden Detailverbesserungen an der Verdeckmechanik statt, die die Verschleißfestigkeit nahezu verdoppeln. Das verbesserte Verdeck musste seine Qualitätsfortschritte im bei Porsche üblichen Test auf dem so genannten Hydropulser unter Beweis stellen – einer Materialprüfung, die einer extremen Dauerfahrt mit offenem Verdeck entspricht.
PCM mit Touchscreen mit optionaler Festplatten-Navigation
Bei der Innenausstattung der 911 Carrera fällt vor allem ein weiterentwickeltes Bedienkonzept auf. Kernelement ist das neue Porsche Communication Management (PCM). Es dient als zentrale Steuereinheit für alle Ausstattungen im Bereich Audio und Kommunikation und wurde von den Ingenieuren auf höhere Leistung, größeren Funktionsumfang sowie noch einfachere Handhabung ausgelegt. Beim neuen PCM kommen daher deutlich weniger Bedientasten zum Einsatz. Kernelement ist der von 5,8 auf 6,5 Zoll vergrößerte Farbmonitor, der erstmals als Touchscreen ausgeführt ist. Für die Menü-Führung wurde eine logische und sehr über sichtliche Darstellung gewählt. Das optionale Navigationsmodul mit integrierter 40-GB-Fest platte bietet eine deutlich beschleunigte Routenberechnung. Neben der gewohnten zwei dimensionalen ist jetzt auch eine perspektivische Darstellung möglich. Erstmals ist in Verbindung mit der Festplatten-Navigation nun auch eine Sprachbedienung mit Ganzwort eingabe
möglich. In Verbindung mit der optional erhältlichen universellen Audio-Schnittstelle lassen sich über PCM jetzt zudem auch externe Audioquellen wie iPod® oder USB-Stick steuern. Auf Wunsch kann ein TV-Tuner geordert werden, der unverschlüsselte analoge und digitale DVB-T-Fernsehsignale empfängt und über den großen PCM-Monitor wiedergibt.
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Belüfteter Sitz für erhöhten Komfort
Einen weiteren Beitrag zu entspanntem Fahren und mehr Komfort von Fahrer und Beifahrer leistet die neue Sitzbelüftung, die sowohl in Verbindung mit dem Seriensitz als auch dem Komfortsitz mit Fahrermemory als Option angeboten wird. Bei dieser in drei Stufen regelbaren Neuheit erfolgt eine Belüftung über je einen Lüfter im Sitz und der Lehne. Die Luft strömt durch ein so genanntes Luftleitgewebe und wird unter und hinter den Sitz geleitet, so dass selbst von der Sonne stark aufgeheizte Sitzflächen rasch kühlen. Das System lässt sich aber auch mit der Sitzheizung kombinieren, wodurch im Bedarfsfall ein kontinuierlicher Abtransport der Feuchtigkeit gesichert und für den Fahrer und Beifahrer ein angenehmes Klima erzielt wird.
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