Honda Civic
Mit dem Konzeptauto auf dem Genfer Autosalon 2005 setzte Honda bereits
ein deutliches Zeichen für mehr Sportlichkeit, Emotionen und Fahrspaß beim
neuen Civic. Damit bei solch einem sportlichen Design die Praxistauglichkeit,
Innenraumflexibilität und das Platzangebot im Innenraum trotzdem gewahrt
bleibt, ist die Fahrgastzelle nach vorn gezogen und keilförmig gestaltet.
Fahrzeugkonzept
„Ich weiß noch, wie ich mich hingesetzt habe, um über meinen eigenen
Traum für den Civic nachzudenken“, erläutert Yoshiyuki Matsumoto, der
Entwicklungsleiter für den neuen Civic. „Die Antwort zur Entwicklung dieses
Autos hieß ,Revolution‘. Wir machten uns daran, eine Revolution für den
europäischen Markt zu schaffen, die unsere Kunden faszinieren sollte und der
unsere Konkurrenz würde folgen müssen. Uns war wichtig, dass mit diesem
revolutionären Automobil die Erfolgsgeschichte von Honda in Europa
fortgesetzt wird. Das war unser Traum, als wir anfingen, den brandneuen
Civic zu entwickeln.“
„Mit Revolution meinen wir, etwas zu schaffen, das noch niemand zuvor
erreicht hat. Aus diesem Geist heraus dachte ich nicht an die Civic-Modelle
der Vergangenheit. Ich dachte noch nicht einmal an den Civic an sich.
Stattdessen bin ich dem nachgegangen, was ich als die Kernwerte betrachte,
die ein Auto ausmachen – die Optimierung von elegantem Design, Fahrspaß,
Sportlichkeit, praktischem Nutzen und sparsamem Verbrauch - und habe
mich gefragt, wie wir ein solches Auto für Europa bauen könnten.“
Matsumoto weiter: „Als wir anfingen, den neuen Civic zu entwickeln, gab es
Autos, die Stil hatten, aber nicht sehr praktisch waren und umgekehrt. Kunden
mussten Kompromisse zwischen den beiden Anforderungen schließen. Ich
wollte ein Auto, das sehr stilvoll und trotzdem äußerst praktisch ist;
leistungsstark und trotzdem sparsam im Verbrauch. Mit anderen Worten: Ein
Auto für Kunden, die keine Kompromisse machen. Ich war sicher, dass wir
das schaffen.“
„Eine gebräuchliche Methode, ein sportliches Automobil zu schaffen, besteht
darin, ihm eine lange Motorhaube und ein kurzes Heck zu verpassen. Ich
wollte mit dieser herkömmlichen Methode brechen, um einen Design-
Durchbruch zu schaffen, der alle anderen Autos aussehen lassen würde, als
stammten sie aus einer vorherigen Generation.“
„Normalerweise würde man bei einem solchen Auto keinen besonders
praktisch gestalteten Innenraum erwarten, aber das ist der Punkt, in dem sich
der neue Civic vollkommen von allem bisher Dagewesenen unterscheidet.
Dank einer Kombination aus ,Honda-Logik‘ und ,Honda-Magie‘, d.h.
Technologie, konnten wir eine revolutionäre Bauweise für den Innenraum
entwickeln, mit der praktisches Wesen und Nützlichkeit des Autos auf ein
vollkommen neues Niveau gehoben werden.“
Abschließend freut sich Matsumoto, dass er und sein Team alles erreicht
haben, was sie sich vorgenommen hatten: „Wir haben ein Auto entwickelt,
das alle diese Kernwerte verkörpert. Und dabei haben wir einen Civic
geschaffen, der für unsere europäischen Kunden einen ganz neuen
Stellenwert besitzt und durch die laufende Weiterentwicklung stets eine
Führungsposition einnehmen kann.“
Karosseriedesign
Damit er sich auf Europas Straßen besser durchsetzen und die Design-
Qualität von Honda auf dem europäischen Markt verbessern konnte, musste
der Civic individueller sein und einen ausgeprägteren Stil besitzen. Er musste
etwas völlig anderes sein als andere Autos auf der Straße, ja diese sogar
veraltet aussehen lassen.
Angesichts des allgemeinen Trends in der Automobilindustrie, jede neue
Generation größer als ihre Vorgänger zu bauen, überrascht es, dass der neue
Civic in seinen Außenabmessungen kleiner und flacher ist als das aktuelle
Modell. Die Gesamtlänge beträgt 4.245 mm und die Höhe 1.460 mm also
40 mm kürzer und 35 mm niedriger als sein Vorgänger. Noch überraschender
ist es da, dass die Innenabmessungen nicht geringer wurden. Während
Länge und Höhe abnahmen, wuchs die Gesamtbreite um 50 auf 1.765 mm,
zusammen mit der Spur vorn und hinten auf 1.505 mm (+33 mm) bzw. 1.510
mm (+21 mm), um eine dynamischere Silhouette zu schaffen und das
Handling des Autos zu verbessern.
Innendesign
Auf den ersten Blick legt das neue Design den Schluss nahe, dass der
Innenraum weniger praktisch ausfallen wird. Der neue Civic setzt jedoch auch
im Innenraum Maßstäbe, und dank der Kombination aus futuristischem
Design und Vielseitigkeit erreichen Praxistauglichkeit und Nutzbarkeit ein
völlig neues Niveau.
Das Cockpit des Civic basiert auf einem Zwei-Zonen-Konzept, dem Multiplex
Meter, nach dem das Cockpit in zwei Funktionsebenen aufgeteilt ist. Eine für
die Informationsanzeige und eine für die verschiedenen Bedienelemente.
Durch eine umfassende Analyse dieser zwei Funktionen gelingt Honda die
Schaffung einer neuartigen Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Im
Ergebnis erhielt der Honda Civic ein futuristisch anmutendes, sportliches
Hightech-Cockpit. Die nach vorn gezogene Fahrgastzelle ermöglicht erst das
Multiplex Meter-Cockpit mit seinem markanten, dreidimensionalen Effekt.
Im Multiplex Meter-Cockpit werden wichtige Fahrinformationen wie die
Geschwindigkeit des Fahrzeugs im oberen Teil des Cockpits angezeigt,
sonstige Informationen dagegen im unteren Teil. Diese rationelle
Positionierung wesentlicher Informationen möglichst weit oben im Cockpit
verlangt vom Fahrer nur minimale Augenbewegungen zwischen Straße und
Display. Die Augen müssen sich nicht bei jedem Blick auf den Tachometer
neu fokussieren. Das trägt zur Sicherheit bei und bringt gleichzeitig mehr
Fahrspaß.
Das elektronische Display, das den oberen Teil einnimmt, umfasst einen
digitalen Tachometer in der Mitte. Links davon befinden sich Leuchtdioden,
die den oberen Drehzahlbereich anzeigen. Rechts vom Digitaltacho ist eine
Eco-Anzeige, die Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit des Fahrens gibt.
Darunter befinden sich das Multifunktionsdisplay mit Kilometerzähler,
(doppeltem) Tageskilometerzähler, Außentemperatur und Bordcomputer
(aktueller Kraftstoffverbrauch, Reichweite, Durchschnittsgeschwindigkeit,
durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch, verstrichene Zeit) sowie ein
vergrößerter Warnleuchtenbereich.
Für das Multifunktionslenkrad wurde das aktuelle Honda-Layout beibehalten,
das hohen Bedienkomfort gewährleistet. Oben links befinden sich die
Fernbedienungstasten für das Audiosystem, auf der gegenüberliegenden
Seite die Tasten für den Tempomat (ab 1.8 Sport). Unten links sitzen die
Bedienelemente für das Navigationssystem und unten rechts die Schalter für
das Multifunktionsdisplay. Dank der Beleuchtung ist auch bei Dunkelheit alles
gut zu finden und leicht zu bedienen.
Gleichzeitig wurde der Neigungswinkel des Lenkrads verändert, um eine
aufrechtere, sportlichere Sitzposition zu erreichen. Der Fahrer hat jetzt mehr
Beinfreiheit, da die Pedale 978 mm vom Hüftpunkt entfernt sind (im
Vorgänger-Civic 970 mm). Diese Korrektur der Lenkradneigung ermöglicht
zusammen mit einer Teleskoplenksäule einen größeren Bewegungsspielraum
für den Fahrersitz, so dass mehrere, unterschiedlich große Fahrer eine
bequemere und sportliche Sitzposition finden können.
Für den oberen Abschnitt des Cockpits und die Türverkleidungen wurden
weiche Materialien verwendet. Der untere Abschnitt, die Mittelkonsole und der
untere Teil der Türverkleidungen sind mit einer Maserung in Lederoptik
überzogen.
Ausstattung: „Versteckte Vielseitigkeit“
Der aktuelle Civic wurde bereits mehrfach sehr für seinen geräumigen
Innenraum gelobt. Das neue Modell stellt jedoch trotz kompakterer Maße in
der Ausstattung des Innenraums einen deutlichen Fortschritt gegenüber
seinem Vorgänger dar. Ein Beispiel dafür ist der Kernindikator für die
Platzverhältnisse, der Tandemabstand (Entfernung zwischen Hüftpunkt eines
vorderen und hinteren Fahrgastes), der mit 803 mm auf dem Niveau einiger
größerer Wettbewerber im D-Segment liegt.
Außergewöhnliche Nutzbarkeit bieten die Rücksitze, die hochgeklappt werden
können, so dass vor den Rücksitzen ein zweiter Stauraum entsteht.
Außerdem lassen sich die Rücksitze mit einem Handgriff vollständig
versenken, um einen ebenen Laderaum zu schaffen. Dabei müssen noch
nicht einmal die Vordersitze verschoben werden, das Umklappen funktioniert
sogar wenn die Vordersitze in der hintersten Position sind. Bei vollständig
versenktem Beifahrersitz passen Gegenstände von bis zu 2,60 m Länge in
den Innenraum. Das Gesamtvolumen des Kofferraums ist mit 456 Litern (bis
zur Kofferraumabdeckung, maximal 1.352 Liter bei dachhoher Beladung,
Rücksitze umgeklappt) beeindruckend. Es übersteigt nicht nur das
Fassungsvermögen einiger Autos im D-Segment, sondern setzt jetzt auch
einen neuen Maßstab im C-Segment.
Bei Bedarf kann die Abdeckung des Laderaumbodens komplett versenkt
werden. Der dadurch entstehende, zusätzliche Laderaum eignet sich in
Kurven bestens zum sicheren Transport von Getränkekisten oder
Einkaufstüten und auch zum Transport von hohem Ladegut.
Insgesamt bietet der Innenraum des neuen Civic ein großes
Fassungsvermögen, Vielseitigkeit und verbesserte Bedienerfreundlichkeit.
Verfügbar sind ein beleuchtetes und klimatisiert Handschuhfach (14 Liter), ein
großes Mittelkonsolenfach, ein herausnehmbarer Aschenbecher und ein
großer Doppel-Getränkehalter mit Schiebedeckel. Außerdem verfügen alle
vier Türen über Stauräume, die ideal für Flaschen und Landkarten
(Vordertüren) geeignet sind.
Optionales DVD-Navigationssystem mit Spracherkennung und TMC
Zu den neu verfügbaren Ausstattungskomponenten des Civic gehört unter
anderem ein optionales DVD-Navigationssystem mit Spracherkennung. Dank
einer Reihe von eingestellten Sprachbefehlen kann das Navigationssystem
vom Fahrer bedient werden, ohne dass dieser vom Verkehrsgeschehen
abgelenkt wird. Eine weitere nützliche Komponente des Navigationssystems
ist die TMC-Funktionalität. Verkehrsbrennpunkte können vom System „live“
erkannt werden und die Route wird so berechnet, dass der Stau umgangen
wird. Die im Navigationssystem enthaltene Bluetooth®-Freisprecheinrichtung
ist mit Tasten am Lenkrad oder auf Wunsch auch sprachgesteuert bedienbar.
Während eines Telefonats wird das Radio automatisch stumm geschaltet.
Schließlich ist die Lautstärke des Audiosystems an die Geschwindigkeit des
Fahrzeugs gekoppelt: bei steigender Geschwindigkeit wird sie automatisch
angehoben.
Antrieb
Drei Motoren stehen zur Auswahl: ein 1,4 Liter-Benzinmotor mit 61 kW/83 PS,
ein 1,8 Liter-Benzinmotor und ein 2,2 Liter-Dieselmotor mit jeweils 103
kW/140 PS. Alle Motoren sind mit einem 6 Gang-Schaltgetriebe kombiniert,
so dass der neue Honda Civic als erstes Fahrzeug im C-Segment
serienmäßig für alle Modelle ein 6 Gang-Getriebe bietet. Für die Modelle mit
Benzinmotor ist außerdem das Honda i-SHIFT, ein automatisiertes
Schaltgetriebe erhältlich.
Alle drei Motoren feiern ihr Debüt in der Civic-Modellreihe, der 1,8 Liter i-
VTEC-Motor ist sogar vollkommen neu entwickelt. Im Hinblick auf
Fahrverhalten, Sparsamkeit, Emissionen und Leistung zeigen sich alle drei
Motoren auf sehr hohem Niveau. Dies belegt einmal mehr den
ausgezeichneten Ruf von Honda als Garant für fortschrittliche
Motortechnologie und seine Position als größter Motorenhersteller der Welt.
Dem 1,8 Liter-Motor kommt eine besondere Bedeutung zu, da mit ihm ein
weiterer Fortschritt in dem viel gelobten, von Honda entwickelten i-VTECSystem
sein Debüt feiert, das für weniger Pumpverluste und damit für
reduzierten Kraftstoffverbrauch sorgt.
Die Hauptziele bei der Entwicklung des 1,8 Liter-Motors bestanden darin,
einen Motor zu bauen, der bereits bei mittleren und niedrigen Drehzahlen eine
überdurchschnittliche Leistungsentfaltung und einen homogenen
Drehmomentverlauf besitzt. Die Geräuschemissionen des Motors sollten
dabei auf einem möglichst niedrigen Niveau liegen - ein entscheidender
Faktor für ein Auto, das im oberen C-Segment konkurrenzfähig sein soll.
Außerdem musste der Motor in den begrenzten Raum unter der Motorhaube
passen, ohne dass das Gesamtdesign oder die Handling-Eigenschaften
beeinträchtigt wurden. Nicht zuletzt kam es darauf an, Kraftstoffverbrauch und
Schadstoffemissionen möglichst gering zu halten. An diesem Punkt setzt die
hoch moderne VTEC-Technologie erneut Maßstäbe.
Normalerweise ist bei niedriger und mittlerer Last die Drosselklappe teilweise
geschlossen, was zu Pumpverlusten und damit zu erhöhtem
Kraftstoffverbrauch führt. In dieser neuesten Version des i-VTEC-Systems
wird jedoch unter solchen Bedingungen das Volumen des angesaugten
Kraftstoff-/Luftgemisches mit Hilfe geänderter Einlassventilschließzeiten und
einer angepassten Drosselklappenstellung geregelt. Der Ansaugvorgang
erfolgt bei einer für den jeweiligen Lastfall größeren Drosselklappenöffnung
wodurch in erster Linie die Ansaugverluste reduziert werden. Bei der
anschließenden Kompression des Gemisches bleibt jetzt jeweils eines der
beiden Einlassventile pro Zylinder länger geöffnet, sodass ein Teil des
Kraftstoff-Luftgemisches wieder zurück in den Einlasskrümmer strömen kann.
Dies reduziert zum einen die zur Verdichtung notwendige Energie und zum
anderen die für den speziellen Lastfall durch die weiter geöffnete
Drosselklappe überschüssig angesaugte Gemischmenge. Beim nächsten
Ansaugtakt wird dann das in den Ansaugkrümmer zurückgeströmte Gemisch
erneut mit angesaugt und verbrannt.
Durch die exakte, für den Fahrer nicht wahrnehmbare, Regelung der
Drosselklappe mit Hilfe des „Drive-by-wire-Systems“ während der Änderung
der Ventilsteuerzeiten, werden durch die reduzierten Pumpverluste deutliche
Kraftstoffeinsparungen möglich.
Das neu entwickelte i-VTEC-System führt in Kombination mit zusätzlichen
umfassenden Maßnahmen zur Reibungsreduktion dazu, dass sich der
Kraftstoffverbrauch auf dem Niveau eines 1,5 Liter-Motors bewegt.
Gleichzeitig entspricht die Beschleunigung aus dem Stand einem 2.0 Liter-
Motor. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden und
einem Kraftstoffverbrauch von nur 6,4 Liter pro 100 km (kombiniert) wird der
1,8 Liter-Motor bei zahlreichen Autofahrern großes Interesse wecken, die auf
gute Fahrleistungen kombiniert mit ausgezeichneter Kraftstoffeffizienz Wert
legen.
Mit dem Debüt der achten Civic-Generation wird auch der viel gelobte 2,2
Liter i-CTDi-Dieselmotor von Honda in diese Modellreihe eingeführt. Mit
seinen herausragenden Eigenschaften in Bezug auf Leistung, Sparsamkeit
und Laufruhe setzt er in diesem Segment neue Maßstäbe. Der Motor, der
erstmals im Accord auf den Markt kam und jetzt auch die Modelle CR-V und
FR-V antreibt, wurde umfangreich überarbeitet, um den Anforderungen des
kompakteren Motorraums des neuen Civic Genüge zu tun. Zahlreiche
Änderungen waren aufgrund des kompakten Motorraums des neuen Civic
erforderlich. Dank einem modernen Design und einer ganz aus Aluminium
bestehenden Konstruktion liefert der Motor 103 kW (140 PS) bei 4.000 min-1
und ein maximales Drehmoment von 340 Nm bei nur 2.000 min-1. Es handelt
sich um einen querliegenden Vierzylindermotor mit zwei obenliegenden
Nockenwellen, vier Ventilen pro Zylinder, Ausgleichswellen, Common-Rail-
Direkteinspritzung der zweiten Generation sowie einem variablen Turbolader
und Ladeluftkühler. Die insgesamt herausragende Qualität des Motors wird
durch die Verbrauchswerte unterstrichen, die im kombinierten Zyklus bei 5,1
Litern pro 100 km liegen.
Der 1,4 Liter i-DSI-Motor verfügt über ein „Drive-by-wire-System“ zur
Steuerung der Drosselklappe, eine neue, kompakte Kunststoffansaugbrücke
und eine neue Auspuffanlage mit linearem Sauerstoffsensor. Der
Kraftstoffverbrauch von 5,9 Liter pro 100 km (5,7 Liter pro 100 km mit Honda
i-SHIFT) garantiert, dass nicht mehr als 139 g CO2 pro Kilometer erzeugt
werden.
Getriebe
Durch den Einsatz schmaler Hochleistungskugellager und neu entwickelter
schmaler Getrieberäder besitzt das neue 6-Gang-Schaltgetriebe eine ähnliche
Baugröße auf wie das bisherige 5-Gang-Getriebe. Durch diese konstruktiven
Maßnahmen konnte zusätzlich die innere Reibung des Getriebes reduziert
werden. Es verfügt außerdem über ein verbessertes Schaltgefühl dank der
kürzeren Arbeitswege der Synchronringe und eines neu entwickelten
Schaltmechanismus
Dieses Getriebe bildet außerdem die Basis für das neue automatisierte
Schaltgetriebe – erstmals in einem Honda. Die automatische Kupplung sowie
die Abstimmung der Schaltpunkte erlauben einen geringeren
Kraftstoffverbrauch als bei der Version mit manuellem Schaltgetriebe. Der
Fahrer kann zwischen Automatik- und sequenziellem Schaltmodus mit
Wippen am Lenkrad wählen, je nachdem, ob er entspannt oder sportlich
fahren möchte.
Das automatisierte Schaltgetriebe Honda i-SHIFT ist für die Benzinversionen
(1,4 und 1,8 Liter) erhältlich und bietet eine optimale Kombination aus
Sparsamkeit und weichen Schaltvorgängen. Honda hat großen Wert darauf
gelegt, im Automatikmodus weiches Schalten zu gewährleisten und im
sportlichen Schaltmodus ein gutes Ansprechverhalten zu bieten. Zum
Umschalten zwischen den Betriebsarten genügen ein Druck auf eine neben
dem Schalthebel liegende Taste oder die Betätigung der Wippen am Lenkrad.
Fahrwerk
Der Civic ist für Honda von großer Bedeutung und wurde speziell für Europa
entwickelt. Deshalb wurde er auch in Europa und mit europäischen Fahrern
gründlich getestet, um die richtigen Fahr- und Handlingeigenschaften zu
erreichen. Der Wagen erhielt Spitzennoten im C-Segment, besonders in den
Bereichen Stabilität und sportliches Handling. Die Steifigkeit der Karosserie
wurde im Vergleich mit dem aktuellen Civic insgesamt erhöht.
Dank seines fahrerorientierten Innenraums mit ausgezeichneter Sicht und
hervorragender Ergonomie ist der neue Honda Civic komfortabel zu fahren.
Außerdem macht er Spaß, denn er bietet gutes Ansprechverhalten und ein
ausgezeichnetes Lenkgefühl, was ihn für sportliche Fahrer besonders attraktiv
macht.
Ermöglicht wird dies unter anderem durch die Neugestaltung der
Vorderradaufhängung mit bewährten McPherson-Federbeinen, einem
geringeren Nachlauf und dem neu abgestimmten EPS-System (Electronic
Power Steering, elektrische Servolenkung). Die Schraubenfedern der
McPherson-Federbeine besitzen eine spezielle asymmetrische Form, die die
Biegebelastungen beim Ein- und Ausfedern der Dämpferstangen reduziert,
wodurch sich ein feineres Ansprechen der Dämpfer- und Federelemente
ergibt. Dies wird zusätzlich noch durch die Gewichtsreduktion der unteren
Aluminium-Querlenker unterstützt.
Eine Steigerung des Fahrkomforts konnte unter anderem durch einen neu
gestalteten Hilfsrahmen in Verbindung mit einer geänderten Motoraufhängung
realisiert werden. Der leichte und formsteife Hilfsrahmen, der jeweils links und
rechts aus einem Aluminiumformteil und einem Mittelteil aus
Stahlblechprofilen besteht, nimmt zum einen über die Verschraubung mit der
elektrischen Servolenkung die Lenkkräfte auf und zum anderen werden die
Reaktionskräfte der Motorgetriebeeinheit über einen wirkungsvollen
Schwingungsdämpfer eingeleitet.
Um das große Fassungsvermögen des Gepäckraums zu ermöglichen kommt
an der Hinterachse eine in der Geometrie optimierte
Verbundlenkerkonstruktion zum Einsatz. Die Trennung der Anordnung von
Schraubenfedern und sensibel ansprechenden Einrohrdämpfern ermöglicht
das hohe Niveau von Fahrkomfort und Handling.
Die gesamte Auslegung der Radaufhängungsgeometrie gewährleistet große
Stabilität sowohl bei hohen Geschwindigkeiten als auch beim Bremsen.
Die elektrische Servolenkung sorgt durch ein schnelleres Ansprechen für ein
sehr gutes Lenkgefühl. Höhere Lenkunterstützung, geringere Lenkkräfte,
erhöhte Steifigkeit, weniger Reibung, verbesserte Kontrollierbarkeit und
niedrigerer Verbrauch sind die wesentlichen Vorteile gegenüber einem
hydraulischen System.
Sicherheit
Der neue Civic wird eines der sichersten Autos seiner Klasse sein. Alle
Modelle sind mit ABS und EBD (elektronische Bremskraftverteilung)
ausgestattet, um maximale Bremsleistung und Stabilität zu erreichen.
Außerdem besitzen alle neuen Civic das VSA-Stabilitätssystem, das den
Fahrer dabei unterstützt, bei Kurvenfahrt, Beschleunigung und plötzlichen
Manövern die Kontrolle zu behalten. Dazu werden die Räder je nach Bedarf
rechts bzw. links einzeln abgebremst, ergänzt durch die Steuerung der
Drosselklappe bei Bedarf.
Passive Sicherheit war für Honda schon immer sehr wichtig. Der neue Civic
verfügt über ein innovatives Gurterinnerungssystem für die Fahrgäste auf den
Rücksitzen. Das System erkennt das Öffnen und Schließen der hinteren
Türen und zeigt auf dem Multifunktionsdisplay das Zeichen für den
Sicherheitsgurt hinten an. Anschließend wird der Status der Gurtschlösser
vom System ermittelt, und die Ergebnisse an das Display gesendet. (Es wird
angezeigt, ob kein Gurt angelegt ist oder ob ein, zwei oder drei Gurte
angelegt sind.) Außerdem wurden Fahrer und Beifahrer besondere
Aufmerksamkeit gewidmet: Beide Vordersitze sind mit doppelten Gurtstraffern
ausgestattet.
Aktive Kopfstützen (ab 1.4 Comfort) an den Vordersitzen spielen eine
Schlüsselrolle bei der Verhinderung eines Schleudertraumas bei einem Unfall.
Honda rechnet in der Thatcham-Studie zur Abmilderung von
Aufprallwirkungen auf den Hals mit einer ausgezeichneten Bewertung.
Außerdem erwartet Honda für den Civic EuroNCAP-Bewertungen von 5
Sternen für Front- und Seitenaufprallsicherheit, 3 Sterne für
Fußgängersicherheit und 4 Sterne für Kindersicherheit. Das würde den Civic
zu einem der sichersten Autos seiner Klasse machen und trotz des kürzesten
vorderen Überhangs im C-Segment eine herausragende Leistung darstellen.
Fertigung
Seit seiner Einführung 1972 hat der Civic zahlreiche Veränderungen erfahren,
um seine Position als erfolgreichstes Fahrzeug von Honda zu sichern, das
weltweit ungefähr ein Drittel aller Honda-Verkäufe ausmacht. Heute wird der
Civic in elf Ländern gebaut und in 160 Märkten rund um die Welt verkauft.
Der neue Civic für Europa wird exklusiv im Honda-Produktionswerk in
Swindon (England) gebaut und soll Anfang 2006 in den Verkauf gehen.
Sowohl der 1.8 i-VTEC als auch der 2.2 i-CTDi werden ebenfalls im britischen
Motorenwerk montiert.
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