Nissan NAVARA
Es sind vor allem in der Pick-Up-Klasse nicht selbstverständliche SUV-Attribute, die den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen. So greift der Navara auf einen Großteil der mechanischen Komponenten des Pathfinder zurück und übernimmt neben vielen Komfort-Features auch dessen Frontpartie-Design. Erst hinter den A-Säulen beginnen die Unterschiede. Beide Modelle laufen daher auch im Nissan-Werk Barcelona vom gleichen Band.
Wie der Pathfinder vertraut auch der Navara auf ein Leiterrahmenchassis, an dem Karosserie und Achsen montiert sind. An der Vorderachse kommt eine Einzelradaufhängung mit doppelten Dreiecksquerlenkern und Schraubenfedern zum Einsatz, hinten eine an Blattfedern geführte Starrachse.
Zwei Versionen mit Platz für vier und fünf Personen
Der Navara wird von Nissan in einer King Cab- und einer Double Cab-Ausführung angeboten. Der von 2,95 auf 3,20 Meter gestreckte Radstand und die auf 5,22 Meter gewachsene Gesamtlänge machen sich ebenso wie 60 Millimeter mehr Breite und 78 Millimeter an zusätzlicher Höhe im Innenraum positiv bemerkbar. Die King Cab-Version bietet neben zwei vollwertigen Vordersitzen auch zwei aus der Rückwand nach vorn ausklappbare Notsitze. Auf ihnen finden Kinder oder – zumindest auf kürzeren Strecken – auch Erwachsene Platz. Den Zustieg nach hinten erleichtern gegenläufig öffnende Türen, die eine B-Säule überflüssig machen.
Dank seiner langen Kabine offeriert der mit vier konventionell öffnenden Türen ausgestattete Navara Double Cab im Fond Raum für bis zu drei Erwachsene. Beide Karosserievarianten sind flexibel bei der Umgestaltung des Interieurs: Werden die hinteren Sitze nicht gebraucht, lassen sie sich senkrecht gegen die Rückseite der Vordersitze klappen, was zusätzlichen Stauraum auf einem nahezu ebenen Boden eröffnet. Auch die Lehne des Beifahrersitzes ist nach vorne klappbar. Insgesamt sind sowohl beim King Cab wie auch beim Double Cab bis zu acht unterschiedliche Sitz-Konstellationen möglich.
Zahlreiche praktische Fächer und Ablagen
Große Aufmerksamkeit hat Nissan auf eine praxisnahe Gestaltung des Innenraums verwandt, was die große Zahl an praktischen Ablagen und Fächern beweist. Die herausragende Eigenschaft des Pick-Up wird jedoch auf der Ladepritsche deutlich: Beide Versionen bieten die größte Ladefläche ihrer Klasse – entscheidend bedingt durch ein Design, das die Größe der hinteren Radhäuser auf ein Minimum reduziert. Daraus resultiert eine konkurrenzlos große Ladebreite von 1,13 Metern. Ab der Comfort-Ausstattung ist darüber hinaus ein praktisches Verzurrsystem serienmäßig vorhanden.
Im Normalfall ist der Navara mit Heckantrieb unterwegs. Der Frontantrieb ist während der Fahrt über einen Drehschalter am Armaturenbrett zuschaltbar – dann stellt das System eine ausgeglichene Drehmomentverteilung her. Dabei gelangen jeweils 50 Prozent der Antriebskraft an die Vorder- und Hinterachse. Darüber hinaus verfügt das 4x4-System über eine Geländereduktion sowie ein selbst sperrendes Differenzial mit begrenztem Schlupf an der Hinterachse.
Manuelles Sechsganggetriebe oder Fünfstufen-Automatik
Wie beim Pathfinder haben Kunden die Wahl zwischen einem manuellen Sechs- und einem automatischen Fünfganggetriebe. Kraftvollen Vortrieb garantiert der Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 2,5 Liter Hubraum. Der Vierzylinder leistet 126 kW/171 PS und mobilisiert ab 2.000 Umdrehungen maximal 403 Nm. Er ist nach der Abgasnorm Lkw-Euro 4 eingestuft und wird in Verbindung mit Automatik-Getriebe um einen Diesel-Partikelfilter (DPF) ergänzt. Für Versionen mit Schaltgetriebe ist die DPF-Technik optional im Angebot.
Der drehmomentstarke Pick-Up kann bis zu drei Tonnen an den Haken nehmen. Innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und groß dimensionierte Trommelbremsen an der Hinterachse verzögern zuverlässig.
DER NISSAN NAVARA AUF EINEN BLICK
Design und Entwicklung parallel zum Nissan Pathfinder
gemeinsame Produktion im Werk Barcelona
King Cab-Version ohne B-Säule und mit gegenläufig öffnenden Türen
Double Cab-Ausführung mit vier konventionellen Türen bietet Platz für fünf
variables Sitzsystem erlaubt bis zu acht verschiedene Sitzeinstellungen
zahlreiche praktische Ablagen und Staufächer
klassenbeste Ladeflächenbreite von 1,13 Metern
Verzurrsystem zum Fixieren der Ladung (ab Comfort)
spezieller Dachgepäckträger mit aerodynamisch geformten Querstreben
2,5-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung und VNT-Lader
zwei Ausgleichswellen und einteilige Steuerkette
Leistung 126 kW/171 PS und 403 Nm Drehmoment bei 2.000/min
manuelles Sechsganggetriebe oder Fünfstufen-Automatik
Abgaseinstufung nach Lkw-Euro 4
Diesel-Partikelfilter (Serie in Verbindung mit Automatik)
separates Leiterrahmenchassis mit darauf verschraubter Karosserie
Einzelradaufhängung vorn, Federbeine und doppelte Dreiecksquerlenker
kompakt bauende hintere Starrachse mit Blattfedern
innenbelüftete Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten, Vierkanal-ABS
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